Modell-Dampf-Lok – Bau und Betrieb, Herbert Salzburg

Modell-Dampf-Lok – Bau und Betrieb
ein Taschenbuch, erschienen im Alba-Verlag
von Herbert Salzburg, 1989

 

2014-12-23 22_24_41-Modell-Dampf-Lok - Bau und Betrieb_ Amazon.de_ Herbert Salzburg_ Bücher

Ganz am Anfang meines Interesses nach Dampf, also auf der Suche nach erstem Wissen über den Echt-Dampflokbau bin ich auch auf dieses Büchlein gestossen. Hie und da ist es in den diversen Modellbauforen als “veraltet” verschrien, aber genau das war für mich damals doch der grösste Vorteil. Hier wird nicht auf vielen Seiten über Theorie und die Geschichte von Dampfmaschinen gelabert, sondern es wird dem Leser auf einfache Art beigebracht, wie man ohne viel Werkzeug Stangen- und Plattenmaterial in wunderschöne einfache, aber ausbaufähige Dampflokomotiven verwandelt.

Für komplexe Teile (Zylinder, Kessel, etc.) wird der Zukauf empfohlen – naja, mit damaligem Marktverhalten. Inzwischen wird das wohl nicht mehr ganz stimmen, auch gibt es inzwischen neuere Technologien, wie z.B. Gasbrenner. Aber das war mir ohnehin egal. Warum? Erst nach diesem einfachen Buch hatte ich mich über kompliziertere Bücher getraut. Es hat mir das nötige Selbstvertrauen gegeben, mit dem Hobby weiter zu machen. Meine Zylinder und Kessel möchte ich nun selberbauen. Schauen wir, ob mir dieses Buch genug Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben hat. Große Probleme löst man, indem man es in viele kleine Probleme zerlegt. Somit ist dieses Buch am Beginn eine folgerichtigen Kette genau richtig.

Um sensationell günstige € 5,00 auf Amazon erhältlich – noch, würde ich sagen, also rasch zuschlagen, bevor es vergriffen ist (Amazon versendet ab € 29,00 kostenfrei, also noch etwas dazubestellen?).

 

Building Small Steam Locomotives, Peter Jones

Building Small Steam Locomotives: A Practical Guide to Making Engines for Garden Gauges

building small steam locomotives - Peter Jones

Die offizielle Buchbeschreibung lautet:

If you have an ambition to build a small live steam locomotive, but are daunted by the skills required, then this book is for you. Written in his clear and encouraging style, Peter Jones demystifies the whole process for those with little or no previous experience. Contents include: An explanation of terms; Basic metalworking processes; Step-by-step project guides; Machining; Boilermaking; Painting; and Finishing. Fully illustrated throughout with color photographs and drawings, and including appendices of suppliers and societies, this is an invaluable work for the railway modeler”

Ich habe mir das Buch wegen dieser Beschreibung gekauft, aber auch, weil es in der Echtdampfszene sehr gelobt wird. Die Sprache ist allerdings englisch, und das nicht von der leichtesten Art. Nebenbei liegt beim Lesen immer mein Smartphone mit der Leo-Sprachübersetzer-App drauf, obwohl ich durchaus gewohnt bin, englische Literatur flüssig zu lesen. Dieses Buch war schon einmal vergriffen und seit einiger Zeit gibt es diesen günstigen Reprint (bei Amazon inkl. Versand um € 32,20, im Gartenbahn-Onlinestore um € 28,00 zuzüglich Versand).

Der Inhalt ist dann, mit Hilfe des Übersetzers, sogar für mein eingerostetes Schulenglisch einigermaßen verständlich und das Lesen macht Lust auf mehr. Man sollte hier also nicht zaudern und ich kann empfehlen, das Buch zu kaufen – viele tolle Bilder und trotz der seltenen Vokabel, aber recht fließenden Text, lassen sich manche unbekannte Wörter leicht überspringen. Spätestens nach diesem Buch kann man sämtliche englischen Fachbegriffe zum Thema Livesteam auswendig. Das ist auch bei anderen Hobbys nicht anders, zB. auch beim Fliegen und beim Bootfahren passiert das einfach. Das Buch gefällt mir genauso gut, wie das zeitgleich gekaufte “Building the Shay” von Kozo Hiraoka. Da sind fast alle Zeilen wertvolles Material, kein Gelabere und sehr viel Möglichkeiten, für eigene Ideen abzukupfern. Zwischendurch wird immer wieder auf notwendiges Werkzeug und auch auf alle gängigen Werkstattarbeiten, die man als Lokomotivenbauer braucht, eingegangen. Das Buch ist nicht für jene gedacht, die wissen wollen, wie Dampfloks funktionieren, sondern wie man sie baut.

Also, hergeben würde ich das Buch nicht mehr. Ich lese noch immer daran, denn einmal lesen und weglegen, geht bei solchen Kompendien gar nicht.

NEU: Literatur – Zerspanung, Bearbeitung von Materialien, Dampfmaschinenbau und andere Leidenschaften

Nachdem ich inzwischen eine größere Büchersammlung fürs Hobby habe, möchte ich die freien Urlaubstage ein wenig dazu nützen, meine Bücher (zumindest einige davon) für Euch vorzustellen. Eine Vorschau habe ich schon mal zusammengestellt – die einzelnen Bücher beschreibe ich dann in der nächsten Zeit für Euch.

Fotomontage Bücher

Neben den klassischen (alten) Büchern, die teilweise schon vergriffen sind, habe ich auch einige Taschenbücher von vth, viele Magazine (Maschinen im Modellbau, einige Büchlein aus “Workshop Practice Series”, das “Model Engineers Workshop Magazine”, Bücher über Fertigungsverfahren, Dampfmodellbau, da wiederum insbesondere über Echtdampflokomotiven und auch noch etliche Hefte vom berühmten, leider zu früh verstorbenen D.M.C Dietmar M. Carsten. Dazu noch echte, seltene Schmankerln, wie zB. das vergriffen Buch “die Werkzeugmaschine von Heinrich Gerling”, die 4 Hefte auf DVD “Die Dampflokomotiven – Technik und Funktion” und vieles mehr.

 

Dampflokbau – die Kuppelräder

Ich könnte viel mehr Beiträge schreiben, als ich derzeit schaffen kann und ersuche daher meine Leser um Geduld. Doch heute ein kleines Gimmick für Euch: Die Planung der kleinen Jennifer im CAD geht voran. Da mir die Vollräder des Originalbauplanes nicht gefallen, habe ich diese Woche eigene Räder entworfen. Das gelbe soll Messing sein, allerdings fehlen da noch die Edelstahlradreifen.

Jenn-018-Hintere Kuppelräder

Einkaufsliste wird aktualisiert

In den nächsten Wochen werde ich meine Einkaufsliste aktualisieren. Bei mir daheim sammeln sich inwischen schon wieder um die 200 Links, die ich endlich einarbeiten möchte. Heute habe ich neue Rubriken und Einträge für induktive Näherungsschalter, Paßscheiben, Chinafrässpindeln, Löten- und Schweissen und Tellerfedern dazugefügt. Die Rubriken Fräsen, Polieren, Spannzangen etc. habe ich ein wenig ergänzt und aktualisiert.

Viel Spaß beim Schmökern!

Verkabelungsanleitung für Steppermotore und Triplebeast

0SOROTEC.DE hat mehrere gute, aber für unsere Zwecke zwei besonders geeignete Stepper im Programm. Da das Triplebeast pro Stepper 4 Anschlüsse hat, diese Stepper aber 8 Drähte haben, biete ich Euch meine Verkabelungsanleitung für die beiden an:

NoName-Schrittmotor 4,2A Bipolar – 3NM DS, Nr. ESM.6088.42
Nanotec-Schrittmotor 4,2A Bipolar – 3NM  Nr. ST6018L3008

Den Download findet Ihr im Downloadbereich (Register ganz oben im Blog)

Qualitätsbericht und Marktsituation China (Frässpindeln und Kugelgewindespindeln)

Ich werde immer gerne gefragt, wie ich mit den chinesischen Kugelgewindespindeln von linearmotionbearings2008 zufrieden bin.

Bedingt durch meine Powtran-Frequenzumrichterdaueraktion wurde ich auch zum Berater für Chinafrässpindeln, bzw. wo man die am besten kauft. Besonders die Rückmeldungen zahlreicher Teilnehmer der Aktion haben mich in die Lage versetzt, hier ganz gut informiert zu sein.

Kugelgewindespindeln:

Meine Kugelgewindespindeln („KUS“) sind jetzt 2 Jahre drinnen (sie haben inzwischen etwa 800 Maschinenstunden) und die Fräskanten am Aluhalbzeug sind noch immer glatt wie ein Kinderpopo. Wenn man eine Messuhr anhält und mit voller Körperkraft die Kugelmutter wegdrückt, sieht man allerdings ein wenig Spiel (3-5/100mm), das anfangs nicht war. Dieses Spiel ist aber in keinster Weise fräsrelevant. Soll heißen, mit einem VHM-Fräser 6mm 2-Schneider im Alumaterial (Zustellung 1mm, 1500mm/min Vorschub, 40% ae) macht das nichts und die Genauigkeit bleibt perfekt (ich habe es mit einer Kreistasche und einem Kugellager mehrfach seit dem Jahr 2011 getestet). Da der Druck des Fräsers am Werkstück also kleiner ist, als es meine Körperkraft sein kann, wirkt sich das im Ergebnis nicht aus.

Warmfahren:

Die KUS aus China sind spielfrei gebaut (sie nennen das im Angebot „antibacklash ballscrews“). Das stimmt und die machen das, indem sie minimal grössere Kugeln nehmen, als es die Führungsbahnen der Kugelgewindemuttern („KUM“) sind. Es ist daher sehr wichtig, die Kugelgewindespindeln und vor allem die Kugelmuttern jedes Mal warmzufahren, damit sie sich ausdehnen. Tipp: Bei der Schmidtscreen gibt es da sogar eine Helix, die man abfahren lassen kann, mit freier Wahl von Vorschub und Zeit. Ich lasse dieses Tool regelmäßig immer 20min vor Arbeitsbeginn laufen, danach sind die KUM und auch die KUS schön warm und das wenige Spiel (falls überhaupt eines da war) ist danach garantiert weg. Ich würde sagen, die Chinaspindeln sind wesentlich besser, als die nachstellbaren Iselspindeln – diese sind nämlich anfangs sehr genau und sehr bald muss man immer mehr nachstellen, bis das Maximum erreicht ist – danach geht dann nichts mehr und deren Leben ist vorbei.

Versuch:

Seit einigen Wochen liegt bei mir eine zweite Kugelgewindemutter herum, die habe ich um € 11,50 inkl. Frachtkosten! aus China schicken lassen. Mein Ziel ist es, zwei Kugelgewindemuttern auf einer Spindel gegenseitig vorzuspannen und zu schauen, wie genau die Spindelsteigung auf die ganze Länge ist. Bei der Standardqualitätsklasse C7 („gerollte Qualität“) ist es produktionsbedingt oft so, dass die Steigung nach einigen Zentimetern anders ist. Wenn die KUM also an einer Stelle zu locker läuft, kann sie einige Zentimeter weiter auch schon wieder blockieren. Es kann aber auch sein, dass die Steigung durchwegs besser ist als die angegebene Klasse und es dann auch bei meinem Test wirklich nicht hakt. Einzelne positive Berichte darüber sind in englischsprachigen Beiträgen bereits aufgetaucht und ich dachte, ich werde das auch mal probieren, bei € 11,00 ist nichts vertan und notfalls habe ich gleich eine Reserve, falls eine KUM einmal ungenau werden sollte.

Diese Doppelmutterspindeln werden inzwischen auch auf Ebay.com verkauft und funktionieren. Auch C5 bieten die Chinesen inzwischen auf Ebay an – darüber kann ich aber noch nichts berichten, weil sie von meinen Bloglesern noch niemand gekauft hat.

Endenbearbeitung:

Der Chai (Inhaber von linearmotionbearings2008) hat damals anstandslos meine Endenbearbeitungswünsche verstanden und umsetzen lassen (der Typ ist ja nur ein Händler). Das Feingewinde und auch die Dreharbeiten waren allerfeinst, ohne Makel. Allerdings war die längste Spindel 1(280mm oder so) krumm angekommen – die Frächter haben da ganze Arbeit geleistet und die Ursachen, die Lösung etc. stehen ja in meinem Blog. Wenn von Euch jemand Probleme haben sollte, wie man das auf englisch-chinesisch so formulieren soll, dem kann ich auf Anforderung (Mail) gerne meinen damaligen Schriftverkehr samt Zeichnungen zukommen lassen (demnächst in der Downloadsektion).

Andere Anbieter:

Ob andere Anbieter von China-KUS besser sind, weiß ich leider nicht. Jedoch gibt es schon einige negative Berichte meiner Blogleser von den Linearführungsschienen von einem deutschen Chinawarendiskounter. Das soll aber nichts heißen, wie deren KUS sind. Ich würde da aber eher vorsichtig sein. Auch ein Ebayhändler bietet die China-KUS auf ebay.de an, über die Qualität habe ich aber noch nichts gehört. Der Typ ist angeblich ein Deutscher, von Beruf Werkzeugbauer und sollte sich daher auskennen. Aber ob das stimmt, weiß ich nicht.

2.2kW Chinafrässpindeln:

Chinafrässpindeln selbst sind ja längst sehr beliebt, weil robust, günstig und stark. Doch die Debatte über die Rundlaufgenauigkeit wird in den diversen Zerspanerforen mindestens genauso lang geführt, wie die Spindeln am Markt sind. Daher kann ich positiv berichten, dass sich hier ein erfreulicher Trend in UK (England) abzeichnet!

 Doch zunächst der Reihe nach:

Der neue Chinese “honestdentalshop” mit Versand aus D ist derzeit neben Amazonhändler Eteyo der billigste Anbieter der 2.2kW-Spindel watercooled (Spindelpreis € 159,00).

Vorübergehend hatte er allerdings die Versandkosten auf € 359,00 hochgesetzt, das ist chinesisch und heißt auf Deutsch etwa so etwas wie “Artikel nicht lieferbar”. Inzwischen kann er wieder liefern und die Versandkosten sind nach D € 20,00. Macht also € 159,00 plus € 20,00 Versand nach logoix-Freilassung und € 5,00 von Freilassing nach Wien = Summe € 185,00. Alternativ könnt Ihr auch direkt nach Wien liefern lassen, der will dann € 35,00 Versandkosten. Nachteil dieses Händlers: 3 Blogleser berichteten mir inzwischen von einer Rundlaufgenauigkeit von etwa nur 3-4 Hundertstel am Fräserschaft.

Viel besser und das ist für mich die eigentliche, wirklich positive Meldung der letzten Monate:

Die 3 UK-Händler, hinter denen in Wirklichkeit ein Einziger steckt. Da haben mir in den letzten Monaten seit Jahrebeginn 2014 bisher 7 Kollegen, die meine FU-Aktion mitgemacht haben, von 0,00mm! bis 0,004mm (also 5µ) am Fräserschaft berichtet (gemessen mit Puppitaster 5mm nach der Spannzange gemessen). Auch haben alle davon berichtet, dass der Konus glänzend geschliffen ist, was bei den Spindeln aus D und CN nicht der Fall ist. Warum sind die dort viel genauer: Ich vermute, dass die Engländer als historisches Land der Werkzeugbauer und Maschinisten da andere Anforderungen als Kunden stellen – und: Chinesen liefern immer, was der Kunde verlangt. Einer der Käufer ist übrigens ein Freund von mir aus NÖ und da konnte ich das Spiel wirklich selbst mit 0,00mm (leichtes Zittern der Nadel am Fühlerhebelmessgerät) – 5mm von der Spannzange am Fräserschaft verifizieren.

Wer ist dieser Händler:

  1. Wholesalermultifunktion
  2. qiandingzhensatisfaction
  3. Homeandgardenbusiness

Dort kosten die Spindeln inkl. Versand nach A € 221,00, inkl. Versand nach D € 195,00 plus € 5,00 für Logoix.de nach A dann zusammen € 200,00, also ein wenig teurer, aber noch immer sehr günstig – und – dafür habt Ihr dann eine tolle Spindel. Ein Forenmitglied aus der CNC-Ecke bietet übrigens seine Spindelausschleifdienste auf Ebay hier an (falls Ihr das nicht schon ohnehin entdeckt habt).

So, das war es, ich wünsche Euch viel Glück und Erfolg beim Einkaufen!

Mein Powtran 9100-Handbuch, “minor update”

Karl (wer ihn nicht kennen sollte, er ist in  den diversen Forenunter seinem Usernamen KarlG bekannt , insbesondere durch seine  “kleine robuste Fräse”) hat meine Anleitung für den Powtran-FU hier kommentiert:

S.2. 3) Natürlich muss man zwei Drähte tauschen, wenn die Spindel falschrum dreht – mit einem geht das schlecht ;)
S.3. 5) Man braucht nur ein Patchkabel – eine Doppelbuchse (Adapter) ist unnötig und bringt nur unnötige zusätzliche Kontaktstellen
S.4.: F0.01 nennt sich “keyboard set frequency” – das ist die Frequenz, mit der der FU nach dem Einschalten startet. Zumindest, solange man manuell per Bedienpult steuert und andere Einstellungen nicht was anders vorgeben…

Nun, wo er recht hat, hat er recht. Deswegen habe ich soeben das Handbuch korrigiert. Ihr könnt es als v1.021 vom 25.10.2014 oben in meiner Download-Sektion downloaden.

CAD, CAM und CNC

Ein Leser hat mich heute etwas gefragt, wo ich denke, dass es auch für andere Einsteiger interessant sein könnte. Was ist der Unterschied zwischen CAD, CAM und CNC, oder ganz genau zitiert, meinte er: “Ich glaube zwischen Solidworks und Mach3 ist noch ein Schritt dazwischen… Mastercam?” Meine Antwort lautete wie folgt.

Zwischen CAD und CNC ist CAM. Also folgendermaßen:

1. CAD (“zeichnen”)
2. CAM (“fräsbaren Code erzeugen”)
3. CNC (“fräsbaren Code abarbeiten”)

Sehen wir uns mal den Punkt 2 (CAM) an:

Typische, bekannte Profiprodukte sind Mastercam, CamWorks, SolidCam, etc. Das sind alles mehr oder weniger Implantate für große CAD-Programme wie z.B. Solidworks und Inventor, damit es nach einem einzigen Programm aussieht, obwohl es in Wirklichkeit zwei eigenständige Programme sind. Manche Produkte davon, z.B. MasterCam, gehen auch eigenständig, also ohne “Wirtprogramm” wie z.B. Solidworks. Für uns Hobbyleute besser und billiger sind aber wirklich eigenständige CAM-Programme aus der Preisklasse für Hobbyisten, denn Software um € 10.000,00 (oder eher mehr) wird sich kaum jemand von uns leisten können. Billigere Hobbysoftware ist meistens auch leichter zu erlernen (zB. CamBam, Vectric Aspire oder Vectric VCarve oder Vectric Cut2D, Cut3D, SheetCam, Deskproto, und viele andere mehr noch).

Ein CAM ist (vereinfacht gesagt) dazu da, um der CAD-Datei noch einige wichtige Informationen Werte fürs Fräsen beizubringen, z.B., welche Fräserdicke, welche Frässpindeldrehzahl, welchen Vorschub (Vorwärtsbewegung des Fräsers), welche Zustellung (Tiefe des Fräsers pro Fräsbahn) und wie tief die Taschen und Konturen im fertigen Zustand insgesamt werden müssen. Das CAM erzeugt dann auf Knopfdruck eine fräsbare Datei, den sogenannten G-Code. Der G-Code ist eigentlich nur eine ASCII (Text) -Datei mit vielen einzelnen Anweisungen, wohin der Fräskopf fahren soll. Diese Datei kann dann im CNC-Programm (z.B. Mach3) geöffnet werden und das CNC-Programm bewegt dann nach dieser “Anleitung” die Fräse in alle gewünschten Richtungen.

Nicht verschwiegen werden darf, dass es auch Postprozessoren gibt. Die sind genauso notwendig:

Leider ist G-Code weltweit nur unvollständig standardisiert bzw. genormt und somit gibt es viele viele Dialekte von Herstellerfirmen. Damit das CAM weiß, welche CNC-Software nun genau verwendet wird (also, ob Mach3, WinPCNC, Fanuc, etc.), hat man in einem CAM-Programm eine riesige Auswahl an Postprozessoren (PP) zur Verfügung. Das sind “Übersetzer” die man ganz einfach mit Mausklick (auch dauerhaft) auswählen kann.

Die PP sind also das Bindeglied, um die fehlenden Normen auszugleichen bzw. die diversen Dialekte anzupassen. Sie sind auch nicht unwichtig: Wie ich schon oben geschrieben habe, gibt es womöglich bei sehr teuren CAMs (CamWorks, Mastercam) gar keine PP für Mach3, etc. – da ist “selberschreiben” angesagt, oder verzichten. Deswegen bieten sich die Programme der Hobbyszene für uns besser an, auch wenn jemand hofft, dass  ihm “der liebe Onkel” eine Profilizenz leiht. Das Gute am Postprozessor ist, dass wir ihn nur ein einziges Mal auswählen müssen und dann vermutlich nie wieder merken, dass wir einen haben.

Solidworks und 3D-Maus; CAD für mein CNC

Hallo Miteinander!

Um meinem Ziel, eine Spur1-Echtdampflokomotive zu bauen, näher zu kommen, lerne ich seit Anfang 2014 sehr viel zu diesen Themen: Kessel- und Dampftechnik, Loksteuerung, Fahrgestell, Ausrüstung, und vieles mehr.

Die mechanische Herstellung erscheint mir leichter, als all das zu verstehen, was “Dampf” ausmacht. Einen fertigen Teile-Bausatz aufzubauen, schließe ich aus, da ich eher vom Typ “der Weg ist das Ziel bin” und fast alles selbst bauen möchte. Da ich mir für das sehr viel Zeit eingeplant habe, verbringe ich die nächsten Monate damit, die ganze Lokomotive in Solidworks als 3D-Modell zu designen. Die Software “mal rasch nebenbei” zu lernen geht einfach nicht, ohne ein konkretes Projekt zu haben, somit kommt mir die Dampflokomotive gerade recht. Solidworks erlaubt Einblicke in das fertige Produkt, von denen ich schon länger träume. Alles ist beweglich, die Lok “funktioniert” sozusagen am Bildschirm und wenn man es kann, kann man sich sogar mit Flow motion den Weg des Dampfes, die Kraftentwicklung und die Ergebnisse simulieren lassen (ich befürchte aber, diesen Level werde ich wohl nie erreichen).

Weil ich auch ein Fetischist für Werkzeug und andere Tools bin, habe ich mir erst vor kurzer Zeit eine 3D-Maus (die SpaceExplorer von 3DConnexion) geleistet. Damit macht das Arbeiten am PC noch mehr Spaß.

3dconnexion space explorer

Mein Zeichnungszustand ist noch völlig am Anfang und ich habe mit Kolben und Zylinder begonnen, weil das die schwierigsten Teile sind (“jetzt kanns nur mehr leichter werden”). Letztendlich werde ich aus all den gezeichneten Einzelteilen die Fräsdateien in 2,5D-Bauteile ableiten und herstellen (auch, wenn es Jahre dauern sollte).

Für alle jene, die das interessiert, ein kurzes, erstes Video:

Liebe Grüße
Heini

Endschalter- und Referenzschalter in Mach3

Immer wieder fragen Einsteiger im Fräsenbau bei mir an, wie man End- und Referenzschalter richtig anschließt. Nun, es gibt da viele Möglichkeiten, ich werde hier die für mich am geeignetsten 2 Varianten erklären. Sicher gibt es aber noch andere Möglichkeiten – auf die werde ich aber hier nicht eingehen. Auch kann man statt den von mir unten erwähnten mechanischen Schaltern auch andere Techniken verwenden, z.B. die allgemein sehr beliebten induktiven Näherungsschalter.

Variante 1 – Pro Achse nur ein Schalter (rot), aber zwei mechanische Rampen (gelb)

Diese Variante unterscheidet sich von der Variante 2 dadurch, dass hier der rote Schalter mitfährt und die gelben mechanischen Rampen fix montiert sind.

Die linke gelbe Rampe behandelt den roten Schalter je nach Situation als Referenz- oder als Endschalter. Mach3 erkennt den Unterschied, bzw. was der Anwender gerne hätte, wie folgt:

Mach3 behandelt X- (minus) immer dann als Referenzschalter, wenn im Config für X „minus“ diesem Schalter der entsprechende PIN zugewiesen ist und vom Anwender eine Referenzfahrt befohlen wird. In jedem anderen Fall löst ein Betätigen diesen Schalter die Funktion „Endschalter“ aus und die Fräse geht in den NOT-AUS (in Mach3 blinkt der rote Button „RESET“).

Auf der rechten Seite wird nie refenziert, daher erfüllt der Schalter auf der rechten Rampe nur die Funktion eines Endschalters.

Grafik 1
Vorteile:

+ Es können bei einer dreiachsigen Fräse mehrere Schalter eingespart werden
+ Weniger Verkabelung (Kabellänge und Arbeitsaufwand)

Nachteil:

+ Die Kabel fahren mit und werden deswegen jedesmal gebogen. Bei billigen Kabeln kann ein Bruch die Folge sein und der Fehler wird dann womöglich nicht so leicht zu finden sein
Variante 2 – Pro Achse zwei Schalter (rot), aber nur eine mechanische Rampe(gelb)

Diese Variante unterscheidet sich von der Variante 1 dadurch, dass hier die gelbe, mechanische Rampe mitfährt, aber die roten Schalter fix befestigt sind.

Der linke rote Schalter ist je nach Situation einmal Referenz- und ein anderes Mal Endschalter. Mach 3 erkennt den Unterschied, bzw. was der Anwender gerne hätte, wie folgt:

Mach3 behandelt X- immer dann als Referenzschalter, wenn im Config für X „minus“ diesem Schalter der entsprechende PIN zugewiesen ist und vom Anwender eine Referenzfahrt befohlen wird. In jedem anderen Fall löst ein Betätigen diesen Schalter die Funktion „Endschalter“ aus und die Fräse geht in den NOT-AUS (in Mach3 blinkt der rote Button „RESET“).

Auf der rechten Seite wird nie refenziert, daher erfüllt der rechte rote Schalter auf der rechten Rampe nur die Funktion eines Endschalters.

Grafik 2

Vorteil:

+ Statische, haltbare und sichere Verkabelung
Nachteile:

+ Man benötigt mehr Schalter (z.B. 6 bei Variante 2, oder gar 9 Schalter, wenn man auf der linken Seite je einen Schalter für Referenzfahrt und Endschaltung verbaut).

+ Falls man die Fräse über den Parallelport am PC betreibt, hat man nur wenige freie PINs über. Das lässt sich aber lösen, indem man die Endschalter aller Achsen als logische ODER-Verknüpfung zusammenschaltet.


Noch einige allgemeine Anmerkungen – besonders für Einsteiger gedacht:

  1. Wenn man vorhat, den linken Schalter (egal, ob Variante 1 oder 2) als Referenz- und Endschalter gemeinsam zu verwenden, muss man in Mach 3 allen drei Schaltern dieselbe PIN-Nummer zuordnen. Das könnte dann beispielsweise folgendermaßen aussehen (X++ bedeutet: Endschalter auf X auf der positiven Seite, also auf unseren Bildern rechts, X—bedeutet Endschalter auf der linken Seite, X Home bedeutet: Referenzschalter ).
    .
    Mach3-Config
  2. Man kann als Schalter Öffner oder auch Schließer verwenden. Sicherer ist es, wenn man Version „Öffner“ verwendet. Bei einem Stromausfall durch zB. Kabelbruch geht dann nämlich die Fräse sofort in den NOT-AUS und richtet keinen Schaden an.
  3. Einsteiger werden jedesmal zur Verzweiflung getrieben, wenn sie erstmals probefahren und auf einen Endschalter auffahren. Die Frage an mich lautet dann regelmässig:

„Die Maschine bewegt sich nicht mehr vorwärts und zurück, Hilfe, was kann ich machen?“

Die Antwort ist einfach, denn das Problem ist in Mach3 besonders angenehm gelöst: Es gibt auf der Hauptseite (bei allen gängigen Mach3-Oberflächen ist das so) den Button OVERRIDE. Wenn Ihr den drückt, könnt Ihr danach durch Drücken des RESET-Buttons die Fräse wieder zum Fahren bringen. Doch bitte anschließend sofort den OVERRIDE-Button wieder abschalten, denn sonst wären ja die Endschalter dauerhaft funktionslos.

Powtran 9130 ersetzt 9100

Die Sammelaktion für den vektorgeregelten Powtran 9100 Frequenzumrichter ist bisher grossartig gelaufen. Dadurch, dass jeder von Euch, der sich dafür interessiert, selbst bestellen kann, war meine Rolle lediglich die des Helfer und Initiators. Das hat für alle Beteiligten, also für Euch, für meine chinesische Freundin und auch für mich, den bürokratischen Aufwand drastisch minimiert. Deswegen konnte bereits eine große Zahl (ca 35 Stück) neue Besitzer finden und es war kein einziges Gerät fehlerhaft. Auch die Auslieferung von China bis zu Eurer Haustür dauerte durchwegs nur 3-7 Tage. Von Euch erhielt ich 100% positive Rückmeldungen und keine einzige negative Meldung. Das freut mich sehr und motiviert mich, weiterzumachen. Schließlich mache ich das, ohne etwas dafür zu  bekommen, auch keinen Spesenersatz. Meine Motivation ist eine Andere: Es ist für mich schön zu sehen, dass Ihr als meine Blogleser Freude damit habt. 🙂

Inzwischen gibt es ein wichtiges Update, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Der Powtran 9100 ist am Domestic-Markt (also am chinesischen, heimischen Markt) weiterhin erhältlich. Die Neuerung für alle hier, die an meiner Gemeinschaftsaktion mitmachen, ist aber Folgende: Für Euch wird ab sofort nur mehr das neueste Nachfolgermodell, der 9130 ausgeliefert. Das Gerät würde um USD 3,00 teurer sein, ich konnte aber erreichen, dass für Euch der alte Preis weiterhin gilt (hoffentlich für länger 🙂 ).

Wodurch unterscheiden sich die beiden Versionen:

Die größere Änderung liegt schon länger zurück und fand beim Versionswechsel (vom weißen) Powtran 8100 auf den grauen Powtran 9100 statt. Das Update von 9100 auf 9130 hingegen ist ein kleineres Update, die meisten Funktionen blieben gleich. Einige Softwareverbesserungen fanden statt (zB. die “drop off tracking function”, aber auch bei der Displayanzeige gibt es eine angenehme Verbesserung. Beim 8130 kam ein weiteres, zweites Display dazu (wie es schon die Besitzer des alten 8100 kannten). Hier sieht man den “kleinen” Unterschied schön (die Veröffentlichung der Bilder wurde mir erlaubt!):

Powtran 9100 Powtran 9130

 

 

Metallbandsäge Flex SBG 4908

Manchmal habe ich Glück. Schon lange spekuliere ich mit der Anschaffung einer Metallbandsäge, weil mir das Sägen von Hand schon gehörig auf den Wecker geht. Doch die Holzmanns, Güdes, Optimums und wie sie alle heissen, waren für mich nie in der engeren Auswahl. Zuviele negative Forenberichte (herausspringende Sägebänder, mangelhafte oder ungenaue Führungen, Schnitte werden schräg) hatten mich immer mehr zur Flex gebracht. Eine nette, solide und vor allem genaue deutsche Säge. Neupreis nicht ganz € 400,00, auf Ebay als Schnäppchen ersteigert. Wenn schon Glück, dann doppelt – fast zeitgleich ersteigerte ich originale 5 Stück Flex-Sägebänder, neu und ungebraucht. Die kosteten ein Viertel vom Neupreis. Doch seht selbst:

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weitere Fotos hier

Bohrschablone für Stirnseiten

Für notwendige Bohrungen an den Stirnseiten der P2-Teile nahm ich die Gelegenheit zum Anlaß und baute mir eine “Baukasten” – Stirnseiten-Bohrschlablone. Baukasten deswegen, denn damit kann ich

  1. die Schablone am Werkstück fixieren,
  2. die verschiedenen Plattenstärken durch diverse Einsätze bearbeiten (Einsätze für 10mm, 15mm und 20mm habe ich mir bereits gebaut) und
  3. durch austauschbare Stahlhülsen den Bohrlochdurchmesser frei gestalten (ich habe mir bereits Bohrlochhülsen für M5, M6 und M8 hergestellt).

Die Datei dafür (Sketchup-Format skp) dazu findest Du im Register DOWNLOADS (ganz oben auf der Seite).

Stirnseitenbohrschablone mit 15mm und 20mm-Einsatz 01 (Large)

 Der Entwurf in SketchupStirnseitenbohrschablone mit 15mm und 20mm-Einsatz 02

Teile für einen P2-Nachbau

Hallo Miteinander!

Ich war wieder ein bisschen am Werken, wie Ihr ja wisst, für einen Forenkollegen aus der Schweiz, der auch eine P2 nachbaut. Konkret habe ich für Ihn die Alu-Flachteile und die Steppermounts hergestellt. Es gab einige trickreiche Hindernisse, die ich überwinden musste. Beispielsweise haben die langen Teile eine Länge von 1090 und 1150mm, meine Henriette hat aber nur 1015mm Verfahrweg. Auch etwas “tricky” waren die Steppermounts. Ich musste ich die Stepperhalterungen auf 65mm Länge mit 4mm exakt durchbohren (ich habe mich dann fürs Fräsen von zwei Seiten entschieden und gottseidank auch genau getroffen).

Hier noch ein paar Fotos, bevor es ans verpacken geht.

Einige Flachteile (manche fehlen noch):
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Die Kanten sind sauscharf, ich habe davon überall kleine Hautritzer, aber man gewöhnt sich rasch dran

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Die Steppermounts:

(Die Rohlinge waren fast um 20mm zu gross)
Vorher IMG_2948 (Large)
(Danach – die Grösse und das Durchgangsloch ein wenig auf der Drehmaschine bearbeitet, dann gefräst)
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Die runden Kanten waren ein Wunsch des künftigen Besitzers. Die Henriette musste daher ausnahmsweise mit einem Oberfräser aus dem billigen Chinafräsersortiment (20 Stück um € 25,00) das Auslangen finden. Ich finde, die Kanten sind trotzdem sehr schön geworden?
Mounts IMG_20140728_193443_a (Large)
Drei Stück wurden verlangt, hier sind sie
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Neues Aluminium, neue Fräse

Hallo liebe Leser!

So wenig ich hier an neuen Themen berichte, so aktiv geht es im Hintergrund weiter. Derzeit produziere ich gerade wieder einige Teile für eine P2-ähnliche Fräse. Hier seht Ihr die Bilder von Teilen der Z-Einheit. Den großen Aluwürfel (links) habe ich mit der Drehmaschine in einen kleinen Aluwürfel (rechts davon) verwandelt und aus diesem wird eine Steppermotor-Halterung entstehen.

Seit einiger Zeit verwende ich übrigens anstatt meiner MDF-Aufspannplatte mit den vielen Gewinden nur mehr eine einfache Preßspanplatte (19mm). Die Halbzeuge schraube ich hier ganz einfach mit Spaxschrauben drauf, das geht viel schneller. Die Platte mit 1200 x 745 x 19mm kostet mich lediglich € 4,50 und hält länger als erwartet. Bei Bedarf wird sie einfach wieder plangefräst oder getauscht. Damit sie für Schmiermittel tauglich wird, habe ich sie mit Rapsöl vom Hofer eingepinselt. Das ist dann bei der Endverwertung im Ofen ein gutes Brennmittel.

Warum ich das hier erwähne:

Genau das hat Hermann Möderl immer wieder gepredigt und gepredigt. Nur geglaubt habe ich das genauso wenig wie die zahlreichen anderen Anfänger. Am Anfang will man möglichst alles tipp topp haben, mit schicker Aluaufspannplatte oder zumindest aus Holz mit vielen Einschlagmuttern. Natürlich glänzen die meisten Selbstbaufräsen anfangs auch, wie aus dem Katalog. Die Realität sieht anders aus und auch hier hatte Hermann wiedereinmal recht gehabt!

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Flash-News: Vectric Aspire hat in der neuesten v4.5x eine perfekte Importfunktion für Sketchup-Dateien

Ich bin momentan ganz hin- und weg.

Bis vor kurzer Zeit waren für uns Fräser die beiden grössten Schwächen von Sketchup , dass einerseits Kreise nur Vielecke waren und andererseits Polylinien im CAM vielfach unterbrochen waren. Das hatte Google als damaliger Entwickler bzw. Einkäufer von Sketchup nie gelöst und auch nach dem Verkauf an Trimble blieben unsere Hoffnungen enttäuscht. Umso verblüffender ist, dass das nun die Firma Vectric gelöst hat: Vectric Aspire  hat ab der Version 4.50 eine perfekte und darüberhinaus auch noch sehr mächtige Importfunktion für SKP-Files, die diese Fehler so “nebenbei”! repariert. Die Funktion ist überhaupt nicht kompliziert anzuwenden und sogar ich habe in wenigen Sekunden die Abläufe verstanden. Vereinfacht gesagt – wie gehts:

  1. Wenn Du eine komplexe Sketchupzeichnung mit vielen Teilen hast, dann blendest Du in Sketchup anfangs am besten alles aus, was nicht ins Aspire soll (rechter Mausklick, “ausblenden”).
  2. Danach speicherst Du das Sichtbare als eigene Datei ab (ich benenne die einfach durchnumeriert, zb. 001.skp, usw.)
  3. Importiere die Datei nun in Aspire und Deine Zeichnung ist sofort perfekt vorhanden.

Natürlich ist das die “dumpfbackene” Schnellversion und es geht auch viel aufwändiger, besser. Diese neue Funktion ist nicht nur einfach in der Bedienung, sondern kann auch sehr komplex verwendet werden. So können aufwändige Konstruktionen, die aus vielen Bauteilen (Komponenten) bestehen, ganz einfach in fräsfähige Grundrisse verwandelt werden, diese kann man dazu auch noch “nesten” (= das ist die Möglichkeit, die einzelnen Fräsvorlagen so am Halbzeug zu verteilen, dass der Verschnitt minimal ist). Für die näheren Details verlinke ich weiter unter auf das offizielle Video von Vectric.

Das Beste daran:

Die berüchtigten Vieleckkreise werden von Aspire automatisch in wirklich runde Kreise verwandelt, und durch Sketchup unterbrochene Polygonlinien werden in Aspire nun komplett verbunden, durchgehend, also echte Fräsbahnen. Der bisherige Umweg, unsere Sketchupzeichungen zunächst in das übliche Zwischenformat “DXF” zu exportieren, um das dann alles ins CAM zu importieren, fällt ab sofort weg! Dazu fällt mir spontan nur ein: “Einfach genial einfach …”

Getestet habe ich mit Sketchup v14 Free und Aspire 4.5. Es funktioniert laut dem Hersteller auch mit dem neuesten VCarve. Ich habe das Alles erst angetestet, kann daher noch keine ausführlichen Details sagen. Bei Bedarf werde ich noch ein Tutorialvideo produzieren.

Neue USB-Kamera um € 7,00, oder mit 10 Metern Kabel um € 11,00

Ich möchte Euch heute einen Tipp zum Kamerakauf geben. Weil ich mit dem heimischen Angebot nicht sehr zufrieden war, habe ich mich ein wenig in China schlau gemacht.

Diese Kameras gehen sehr gut. Dem Anwendungszweck entsprechend, gut justiert, misst man innerhalb vom Schärfebereich sehr genau. Diesen Schärfebereich kann man sogar händisch einstellen (Unter der Schutzglasscheibe ist ein Drehrad) – sogar bis zum Fokus als Webcam (das geht ganz gut – freilich muss man das Schutzglas zertrümmern, um dazuzukommen, aber das hat keinen Einfluss auf die Funktion, wir sind ja keine Installateure, die damit in Waschmaschinen schauen wollen).

Ich habe für Euch auch außerhalb des Meßbereichs Fotos gemacht, damit Ihr sehen könnt, dass sie sogar da noch (also Z oben und Z unten) noch genau ist, obwohl man in diesen Extrembereichen ohnehin nie misst. Bei mir ist die Genauigkeit im gesamten scharfen Bereich 1-2/100mm. Ich möchte sie als rasches, zuverlässiges und einfaches Messmittel nicht mehr missen. Mit diesen umständlichen Kantentastern (2 magnetische Teile, jedesmal Umspannaufwand) bin ich beispielsweise auch nicht genauer und habe jedesmal Frust damit.

 

Camera 01

Camera 02

Camera 03

Für jene, die eine gute und billige Endoskopkamera suchen, habe ich heute auch noch einen Tipp:

Schaut auf Ebay.com, aber mit chinesischen Spracheinstellunen im Firefox, sonst findet ihr sie nicht. Ich verweise für die, die keine Spracheinstellungen ändern wollen, auf die die Artikelnummer 141214106067 (geht auch mit ebay.at) – zu sehen auf den folgenden Bildern, um € 7,00 inkl. Versandkosten. Die Kamera hat auch nicht diese störende Peitsche, wie es bei Pollins Kamera der Fall ist.

  10M USB Waterproof Endoscope Borescope 02 10M USB Waterproof Endoscope Borescope 01

Das beste daran:

Wenn Ihr die Verkabelung über die Schleppkette macht, braucht Ihr gut und gerne 5 Meter Kabellänge und man ist auf unzuverlässige Verlängerungskabel angewiesen (meistens braucht man sogar Verstärker). Diese Kamera gibt es dort aber mit 2,5,7 und 10 Metern (5 Meter kosten dann zB. mit Versandkosten € 9,80). Pollin und Forstinger kaufen´s auch dort, und bei denen gehts erst ab € 19,90 los, eher € 39,90. Die Versanddauer aber bitte rechtzeitig planen (ca. 4 Wochen mit Hongkongpost).

Liebe Grüße
Heini

Meine liebe Freundin Linque

Hallo liebe Teilnehmer an der Frequenzumrichter-Aktion!

Ich habe erfreuliche Nachrichten für Euch! Der Mitarbeiter von Powtran International, mit dem ich schon seit längerer Zeit nicht nur für Euch Frequenzumnrichter vermittle, sondern uns auch eine spannende Brieffreundschaft verbindet, ist gar kein Mann. SIE ist eine junge, intelliegente und auch sehr hübsche Frau! Das hat sie mir gestern Nacht verraten und auch Fotos mitgeschickt. Sie ist das nette Fräulein hier auf dem ersten Bild mit einem Kunden, fotografiert auf einer Messe in Honkgong.

Linque auf der Messe

Linque hat mir auch noch mitgeteilt, dass unsere FU im industriellen Einsatz etwa 5 Jahre halten, manche sogar 8 Jahre. Sie meint da aber den chinesischen Industrieeinsatz, also läuft der mehrere Jahre lang mit 7 Tagen in der Woche. Bei unseren zeitlichen Ansprüchen werden da eher kurz vor unserem Pflegeheimantrag die Kondensatoren austrocknen 🙂

Von etwa 14 FUs ist nun jeder zufrieden und meine Formuaraktion ist wieder abgeebbt. Niemand von Euch hatte bisher Probleme gemeldet, die Lieferung dauerte durchschnittlich 7 Tage und die Kosten betrugen samt DHL, Einfuhrsteuer und Zoll durchschnittlich € 147,00 – sie variierten allerdings etwa € 12,00 auf und ab, je nachdem, welches Zollamt aktiv war. Mehrheitlich wurde kein Zoll vorgeschrieben, sondern nur Einfuhrsteuer, daher diese € 12,00). Hier noch ein Foto für Euch vom restlichen Verkaufsteam.

Powtran auf der Messe

Sketchup-Training 003 – von CAD über DXF zu CAM und CNC

Wie schon im Video 001 versprochen, geht es weiter. Mein lieber Blogleser Johann S. aus Feldbach (Stmk.) fragt mich: “Wie verarbeitet man Sketchupdateien weiter, bis man fertigen G-Code für die CNC-Fräse hat?”

Dieser Weg führt beispielsweise beim 2D-Fräsen recht oft über das Export-Dateiformat DXF, über ein CAD-Programm und dann über ein CNC-Programm. Ich selbst verwende Google Sketchup als CAD (obwohl es eigentlich gar keines ist, sondern nur ein Zeichenprogramm), Vectric Aspire als CAM und Mach3 mit der Schmidtscreen als CNC-Programm. Genau darüber geht es in diesem Video.

Fräser- und Reibahleneinsätze für Hofer Sortimentboxen

Heute hatte ich festgestellt, dass meine Werkstatt viele Materialreste herumliegen hat, aber im Gegensatz dazu die Ordnung fehlt. Um dem abzuhelfen, beschloss ich, einige Holzreste nicht wegzuwerfen, sondern in Sinnvolles zu verarbeiten:

Meine Reibahlen und meine Stahlfräser brauchten schon dringend eine Ablage, in der sie ganz sicher nicht aneinanderstossen, aber trotzdem ganz rasch und leicht rauszunehmen sind (ich bin da ziemlich faul). Ich wollte eine Ablage, die weitgehend staubgeschützt ist, so fielen mir meine teilweise noch leeren Hofer-Sortimentskästen ein. Die Einlagen aus Fichtenholz waren rasch gezeichnet und gefräst. Jetzt herrscht bei mir eine schon fast unheimliche Ordnung und ich denke, ein paar davon werde ich noch aus meiner Fräse purzeln lassen.

Die Größe der Holzeinsätze erlaubt es, zwei davon übereinander in einer Plastiklade unterzubringen – für Leute, die extrem wenig Platz haben – mir genügt ein Einsatz pro Plastiklade.

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Falls die DXF-Dateien jemand haben möchte, sie sind im Register DOWNLOADS (ganz oben auf der Seite) zu finden

Powtran 9100 kaufen. Eine Idee, fast eine Sammelaktion?

Hallo liebe Leser!

Euer Echo auf meine Beiträge zum neuen Frequenzumrichter Powtran 9100 war und ist noch immer umwerfend. Ich schreibe schon seit mittags Antworten auf Eure Emails. Mir schwebte ja ursprünglich eine Sammelaktion über mein Lieblingsforum, die Bastelstube (registrieren notwendig, mein Link dazu) vor. Da ich aber ungern kistenweise Frequenzumrichter in meinem Haus staple, um sie dann an Euch weiterzuschicken, habe ich die Idee geboren (naja, eigentlich war es Deine Idee, lieber Vlady!), Euch beim Selbstkauf zu unterstützen.

Nachdem schon 5 Personen meiner Idee gefolgt sind und den Frequenzumrichter gekauft haben (2 davon wurden schon geliefert und sind schon im Einsatz), biete ich Euch das auch an. Bei Interesse bitte Mail an mich (siehe Impressum). Der Preis ist für Euch sicher toll (etwa € 150,00) und eines vorweg: Ich verdiene dabei genau gar nichts!. Ich mache das aus Freude, aus Kameradschaft unter Hobbyisten. Es kann also auch sein, dass ich nicht allen Interessenten zur Verfügung stehe, speziell stehe ich kommerziellen Ansinnen, zB. Firmen, nicht zur Verfügung.

 

2 Jahre Henriette, oder: “Was hättest Du anders gemacht?

Diese Frage wurde mir von “Euch” Selbstbauern schon oft gestellt und hat mich viele Emails dazu schreiben lassen.

Inzwischen gibt es die Henriette fast schon 20 Mal – ja, so oft wurde sie schon kopiert und nachgebaut (gelle, Norbert, Gerald, Maki, Michael, Ernst, Timo und wie Ihr alle heisst, ich fürchte, alle fallen mir grad nicht ein :-)). Somit gibt es zumindest auch 20 Nachbauten der schon damals für mich perfekten P2 von www.mixware.de, manche davon wurden sehr originalgetreu, manchmal habt Ihr sie phantasievoll verändert und umgebaut.

ABER:

Die neue P2 ist in der Entwicklung auch nicht stehengeblieben,  sie ist besser und besser geworden und daher kein Vergleich zu unserer Fräse. Für alle aber, die keine Fertigfräse irgendeines Herstellers kaufen wollen oder können (und sich damit auch alle versteckten Mängel mitkaufen) und speziell für alle von Euch, die sich für einen Bausatz entscheiden wollen, ist die Original P2 von Hermann Möderl jene Fräse, die ich Euch als Number One, als “Best of”, vorbehaltlos empfehlen möchte. Ich bekomme für diesen Sager nichts. Ich bin auch nicht mit Herrn Möderl verheiratet oder sonst was, ich möchte Euch, meine Leser, lediglich und uneigennützig beraten. Wer mich kennt, weiss um die unzähligen Stunden in meiner Werkstatt, wo wir fachsimpeln und so manchem Wahnsinn fröhnen, ohne über die Unkosten zu reden (gelle Franz? Du warst ja gestern bei mir). Ich vermute, wenn ich mir alles, was ich jemals in meiner Werkstatt selbst gebaut habe, gekauft hätte, hätte ich mir 90  Prozent meiner bisherigen Ausgaben gespart. Also am Geld darf es bei diesem Hobby nicht scheitern 🙂 . Oder – man baut selbst – denn für die Selbstbauer ist die damalige Konstruktion der alten P2 noch immer genial (und die dazugewonnenen Freunde ersetzen allemal die paar Trolle, die mir das Leben schwer machten).

Heute jedenfalls möchte ich hier die wesentlichen Tipps aus den alten Emails zusammenschreiben. Also, eine Antwort auf die von den Lesern so oft gestellte Frage, “was würdest Du anders machen, wenn Du die Henriette nochmals bauen würdest”.

  1. Vermutlich würde in den vielen kleinen Details noch mehr zu verbessern gehen. Z.B. teure Kugelgewindespindeln anstatt der Chinesischen, jedenfalls aber andere Lagerschalen, weil die von den Chinesen schon etwas platzvernichtend konstruiert sind. Jetzt, wo ich eine Fräse und eine Drehmaschine habe, wäre es allerdings eine leichte Übung, diese Sachen selbst zu fräsen/drehen. Die Kunst war eher, ohne dieses Zubehör zu bauen, somit ist die Frage immer unter Berücksichtigung der vorhandenen Möglichkeiten zu stellen.
  2. Irrtümlich hatte ich damals flanschlose Wagen für die untere Führungsschiene am Portal gekauft. Dadurch ist die Montage der Z-Einheit sehr schwierig gewesen (Flanschwagen kann man nämlich von vorne UND hinten anschrauben und ich Depp hatte mich um diese einfache Möglichkeit gebracht).
  3. Die Schleppkette hätte ich ruhig grösser nehmen können, dort ist es inwischen schon randvoll.
  4. Ich habe nun einen FU mit Vektorregelung. Es ist besser, den gleich zu kaufen und die geringen Mehrkosten gleich miteinzuplanen – aber nur dann sinnvoll, wenn man eine schwere Portalfräse wie die Henriette baut, um auch Stahl zu fräsen (langsame Drehzahlen erreicht man nur durch Vektorregelung).
  5. Eine Möglichkeit wäre, die Portalwangen zB. (anstatt derzeit etwa 190mm) breiter zu machen, zB. 220, 230, oder gar 250mm. Bei nur einer mittigen Kugelspindel bin ich mit 190mm schon sehr am Limit. Es verkantet sich zwar nicht, weil sonst alles genau gebaut ist, aber mehr ist immer besser, allerdings zu Lasten des Verfahrweges, und den wollte ich nicht unter 1000mm haben. Man kann natürlich auch die „Basis“ länger bauen, längere Kugelgewindespindeln kaufen und einen grösseren Platz in der Werkstatt opfern. Wie Du siehst, ist das halt immer ein Kompromiß.
  6. Meine Steppermotorhalterungen hätte ich inzwischen so konstruiert, dass die Schrauben zum Befestigen an der Fräse von Aussen reingesteckt werden und die Gewinde an der Fräse sein würden. Derzeit ist das Loch an der Fräse und das Gewinde in der Fräsmotorhalterung. Daher ist die Befestigung leider ein ordentlicher Aufwand, anders wäre es besser gewesen. Zum Veranschaulichen: Die Halterungen von Möderl sind so gebaut: http://www.mixware.de/ws36.html und „Maki“ (siehe Bastelstube und cnc-area.de) hat das einfach aus zwei flachen Alustücken super gelöst, indem er Doppel-T-Teile gemacht hat.

    Makis Stepperhalterungen

  7. In die untere Frässpindelhalterung hätte ich schon damals ein Kameraloch reinbohren (fräsen) können. Die Endoskopkamera sitzt bei mir ja auf einer eigenen Halterung außen draufgepackt und verkürzt dadurch den Verfahrweg auf der Portalachse. Auch könnte sie gegen die Portalwange knallen, wenn die Z-Einheit unten steht (das fange ich aber auf Kosten des Verfahrweges mit den Endschaltern ab). Hätte ich ein Loch innerhalb der Fräsmotorhalterung, wäre das Endoskop besser angebracht. Leider wusste ich damals ja noch nicht, ob und welches Endoskop ich kaufe. Zerlegen der Fräse nur dazu geht ja auch nicht, außerdem hätte ich ja gerade dann keine (zusammengebaute3) Fräse, um das Loch zu fräsen, somit bräuchte ich schon vorm Zerlegen eine neue Fräsmotorhalterung (was ja kaum was kosten würde, also würde es gehen, wäre es nur nicht so viel Arbeit J).
  8. Einstellen der Fräse: Die Genauigkeit der Z-Einheit wird derzeit bei der Henriette ausschließlich über Langlöcher an der Portalrückseitenplatte vorgenommen, also kippbar und auch in der Höhe. Eine Erleichterung wäre es gewesen, wenn ich die beiden Frässpindelhalterungen mit einer weiteren Platte verbunden hätte und diese auf die Z-Einheit mit Schrauben von vorne  (die Gewinde also in der Z-Einheit) in einem Stück montiert hätte. Dann hätte ich diese auch einfach seitlich verdrehen können, womit ich die seitliche Genauigkeit der Z-Einheit rasch erreichen hätte können.Frässpindelhalterung Sebastian drehbar

Ein Hinweis:
Das ursprüngliche Foto zum Punkt 8 habe ich entfernt, da es das Copyright der Firma cncshop.at verletzt.
Dafür entschuldige ich mich an dieser Stelle. Ab sofort ist an Stelle des Fotos eine eigene Skizze zu sehen (Danke, Sebastian!)

Eine ERGÄNZUNG (Jänner 2016):

Inzwischen baue ich Z-Einheiten wie folgt (die drehbare Platte ist auch hier schön zu sehen. Sie habe ich soweit als möglich, nach oben gezogen, um der fahrbaren Seite der Z-Einheit noch mehr Steifigkeit zu geben)

Neue Z-Einheit

Fräsen eines Radrohlings für eine Dampflok im Simulator

Als Folge vom 1. Dampfstammtisch 2014, der wie immer in Wien 20 stattfand. bin ich wie immer noch schwer beeindruckt. Deswegen mussten auch “andere kleine Aufgaben” ein wenig warten und ich bastle gerade an einem Rohling für die Räder einer Lokomotive. Das 3D-CAD gehört Benjamin, meine Aufgabe war es, in ein gutes CAM zu verwandeln. Das Ergebnis könnt Ihr hier als Aspire-Simulation sehen.

 

Powtran 9100 – Handbuch. Eine neue Versionsnummer

Die Versionsnummer 1.02 ist verfügbar und im Register Downloads erhältlich. Was wurde geändert: Ich hatte einen Tippfehler bei der Displayanzeige, ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, weil die von mir angeführte Einstellung bei ihm nicht funktionierte. Außerdem habe ich noch einen  Wert ergänzt (F0.21).

Doch die nächste Release verspricht Spannendes: Heute habe ich den FU erstmals mit der “sensorless Vektor Control” zum Laufen gebracht. Die Parametrierung ist nicht so leicht gewesen, weil sowohl das Handbuch als auch die technischen Parameter der Frässpindel nicht alle Fakten offengelegt haben. Schon eine erste Info für Euch:

Das ist ganz infach gesagt, eine Wucht, was der Fu und die Frässpindel jetzt können und wieviel Kraft auch im unteren Drehzahlbereich da ist. Mit einem dicken Lederhandschuh muss ich bei 2.400 U/min jetzt so kräftig, als ich kann, zupacken, damit ich die Spindeldrehzahl reduzieren kann. Wenn ich sie blockieren will, beginnt der Handschuh sauheiss zu werden 🙂

Einfach unglaublich gut.

Heinis Powtran-9100 Handbuch hat nun die Versionsnummer 1.01

Immer, wenn ich neue interessante Einstellungen entdecke, verbessere ich mein Handbuch.
In der v1.01 habe ich erklärt, wie man den automatischen Drehmomentboost der Vektorregelung aktiviert oder einstellt. Damit ist das Drehmoment in den unteren Drehzahlen stärker.

V1.01 findet Ihr hier (veraltet), bitte nimm die neueste Version aus dem Register DOWNLOADS (ganz oben auf der Seite)

Powtran 9100 und Chinafrässpindel – vollständige Anleitung zum Download

Liebe Leser!

Da ich mir meine Settings selten lange merke, hatte ich mir eine Anleitung geschrieben und auch anderen Bloglesern bereits via Email Hilfestellungen gegeben. Was lag also nun näher, als alles zusammenzuschreiben? Herausgekommen ist eine Anleitung, mit der Ihr hoffentlich in der Lage seid, den neuen Frequenzumrichter so einzustellen, dass er mit der Chinafrässpindel optimal zusammenarbeitet.

Titel

Die Anleitung könnt Ihr ab sofort hier downloaden.

 

Unpacking the Powtran 9100 frequency inverter with sensorless vector control

Powtran 02 Powtran 03

Den ohnehin schon sehr guten Powtran 8100 Frequenzumrichter, erhältlich bei z.B. Klinger und Born (siehe auch in meiner Einkaufsliste ganz oben – Achtung, die Preise sind im Shop und der ist auf der Website gut versteckt), kann man mit unseren üblichen chinesischen 2.2kw Frässpindeln sehr gut verwenden. Allerdings hat er den Nachteil, dass man ihn umparametrieren muss, wenn man ihn mit mehr als 320Hz betreiben will. Unsere Frässpindeln benötigen ja 400Hz, das ist entspricht dann 24.000 U/Min. Das Umparametrieren geht sehr leicht (ich werde darüber ein andermal berichten), hat aber den Nachteil, dass das untere Frequenzminimum dann auf 100Hz angehoben wird (anstatt 0Hz muss man dann mit 100Hz leben. Das ist ein Viertel von 400Hz und bedeutet, dass sich die Frässpindel dann mindestens 6000 U/Min dreht. Für Holz, Alu, Buntmetalle und Kunststoffe sind die dann verfügbaren 6.000-24.000 ohnehin normal, somit wird das dem durchschnittlichen Nutzer ohnehin egal sein.

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Alcom International – ein Konzern mit persönlicher Beziehung

Liebe Leser!

Ich habe nun schon von mehreren meiner dankbaren Blogleser gute Links für Aluminiumprofile erhalten (siehe “Einkaufsliste”). Hinter allen steht ALCOM International, ein sehr großer weltweiter Konzern. Wie gesagt, es waren schon einige meiner Blogleser sowohl preislich als auch von der Qualität sehr zufrieden. Auch haben wir bis jetzt keinen billigeren Anbieter gefunden. Interessant ist, dass da ein Konzern dahintersteht, der mir zufällig historisch sehr nahe stand, ohne das beeinflussen zu können. Die Firma bietet sich übrigens weltweit in verschiedenen “Aufmachungen” an:

Z.B.
Alcom.at aus Perg, Österreich, aber auch als
SMT-Montagetechnik, aber auch als
Alcom Reutlingen (der Hauptstandort)

ALCOM ist der Nachfolger von Alcan Canada. Dieser Konzern war in den Fünfzigern des 20. Jahrhunderts an der kanadischen Westküste (Kitimat B.C. bei Vancouver) der weltweit grösste Aluminiumproduzent, irgendwann einmal beschlossen meine Eltern, nach dem WW II aus Österreich auszuwandern und mein Vater arbeitete daraufhin zunächst als Holzfäller in den Rocky Mountains, danach aber bei Alcan Kanada 10 Jahre lang an Drehmaschinen, Aluminiummühlen, und in Werkstätten. Leider hatte ich mir damals keine günstigen Aluprofile ins “Handgepäck” gezaubert. Allerdings hätten das die Flugzeuge in den 1960ern ohnehin nicht gerne gesehen 🙂 und auch wusste ich als Einjähriger noch nicht, dass ich einmal eine Fräse bauen würde. Die Konzerngeschichte steht hier, aber erst ab 1960: Geschichte von Alcom.

Das war Kanada in den Fünfzigern (falls ich noch ein Foto vom Werk und von meinem Elternhaus finde, reiche ich es nach):

Alcan früher

Das Kitmat Museum hat über Alcan einen guten Bericht hier

Inzwischen heisst der Standort in Kitimat Rio Tinto ALCAN und schaut so aus:

RIO TINTO ALCAN - EN - Kitimat aluminium smelter

Liebe Grüße,
Heini

Einkaufsliste aktualisiert

Der Link auf meiner Homepage fürs günstige Einkaufen, also meine Einkaufsliste erfreut sich, gemessen an den Zugriffszahlen, grosser Beliebtheit.

Heute habe ich einige Händler repariert, Informationen über neue Produkte ergänzt und auch den untersten, letzten Teil mit den bisher falschen Links modernisiert. Viele weitere Links aus allen Sparten habe ich bereits für Euch gesammelt und ich werde in den nächsten Tagen daran arbeiten. Also: Hier öfters reinschauen lohnt sich!

Sketchup-Training 002 – Schubladen bauen

Für den Möbelbau eignet sich Sketchup ganz besonders. Es ist damit auch sehr leicht, Löcher, die durch zwei Bauteile gehen sollen, zu konstruieren. Das ist oft bei Dübellöchern notwendig, wenn man damit Frontplatte und Stirnplatte verbinden möchte.

Warum 3D, werden sich viele fragen? Ganz einfach, der Sinn ist mehrfach. Man kann sich dadurch besser das Ergebnis vorstellen, das Möbelstück wird dadurch von den Proportionen rascher gefällig: Auch stimmen die Maße damit hundertprozentig, was bei 2D-Zeichnungen mit Grundriß-, Aufriß- und Kreuzriß oft viel Denkarbeit erfordert. Besonders fürs CNC-Fräsen ist es ideal, wenn jede Fase, jeder Schnitt, jedes Bohrloch auf 1/100mm genau vorhanden ist. Der Export der einzelnen Bauteile als DXF und die Weiterverarbeitung im CAM und CNC ist dann ein Leichtes. Der grösste Vorteil von CAD-CAM-CNC ist jedoch die Serienfertigung, also liegt die Zeitersparnis vor allem bei der Reproduzierbarkeit (naja, bei mir halt auch noch der Fun und das Hobby an sich!).

Das Video zeigt die Planung für einige Laden in meiner Drehmaschinen-Werkbank. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Bildern über die Szene-Funktion von Sketchup realisierbar sind. Alle Teile wurden als Components angelegt, so auch die (nur stilisierten) Vollauszugsschienen aus Ebay und die Handgriffe. Die Handgriffe werde ich aus alten Buchenholzresten meiner entsorgten Wohnzimmerlandschaft fräsen.

Alternativ habe ich dasselbe CAD-Werkstück auch noch mit SharkFX und mit Solidworks gezeichnet, aber ich muss sagen, das wäre überdefiniert. Mit Sketchup war ich in etwa 1 Stunden komplett fertig, dasselbe Ziel ist mit keiner anderen Software so schnell erreichbar.

Wie laut ist die China-Frässpindel wirklich?

Ich wurde von einem Forenkollegen gefragt, wie laut meine chinesische Frässpindel ist (ich habe eine wassergekühlte 2.2Kw-Spindel von lovehappyshopping, gekauft im Oktober 2011, mit inzwischen etwa 600 Betriebsstunden). Die Legenden und Erzählungen in den diversen Zerspaner- und Modellbauforen gehen ja von “ganz leise” bis “normal”. Selten aber, daß sich jemals wirklich wer über die Lautstärke beschwert hat. Nach 2 Jahren Fräspraxis ist mein Eindruck, dass die Spindel selbst sehr leise geblieben ist (was für die eingebauten Lager spricht). Laut wird es erst dann, wenn der Fräser ordentlich Arbeit hat. Z.B. bei viel Zustellung und Vorschub in Alu. Beim gemächlichen Fräsen in Stahl wiederum kam es mir subjektiv immer angenehm leise vor (was alleine schon auf Grund der niedrigen Drehzahl erklärbar ist).

K640_img_4601

Um die Mythen zumindest teilweise überprüfen zu können, habe ich heute meine “eigene Mythbusters-Serie gedreht”, also ein wenig getestet. Mangels eines Schallmessgerätes musste mein neuestes Android-Smartphone herhalten. Verwendet habe ich 2 verschiedene Softwareprodukte (linke Spalte: Programm “Soundmeter Pro” von Mobile Essentials , rechte Spalte: Programm “Lärmmessung-Soundmeter” von Smart Tools co.). Beide Produkte messen anders, provisorisch “geeicht” habe ich beide mit dem neuen Staubsauger, der laut Prospekt 62dB haben soll. Kurz gesagt, das Programm von Soundmeter Pro  kommt auf diese Angaben auf 1-2dB heran und erscheint mir auch sonst genauer – auch subjektiv, denn: Alleine schon die Lärmmessung des einzigen Geräusches in meiner Werkstatt, nämlich der des 12V-Lüfters vom Steuerungsgehäuse, samt Lüfter vom Frequenzumrichter (Hunayang) ergeben 48dB, beim anderen Tool (Smarttools) wurden immerhin 54dB angezeigt, und das spricht gegen meinen eigenen Eindruck). Beide Tools zeigen, daß der Unterschied im unteren Bereich eher linear ist, also bei jeder gemessenen Drehzahl ist der Abstand zum jeweils anderen Tool gleich groß (geringfügige Abweichungen können durch nicht immer 100%ige Drehzahleinstellung bewirkt sein). Bei den oberen Drehzahlen näherten sich die beiden Programme stark an. “Ausreisser” hatten mich auch erstaunt: Mehrmals nahm mit zunehmender Drehzahl die Lautstärke ab, z.B. besonders gut zu sehen im Bereich von 14000-1700 UMin. Bei Der Messabstand beeinflusste das Ergebnis kaum oder nur geringfügig (max. 1 dB) – ich hatte dann etwa einen Meter Abstand auf Höhe der Fräserspitze ausgewählt. Mag sein, dass der Schall in einer Werkstatt anders ist, als in einer mit Teppichen und Vorhängen ausgestatteten Wohnung.

Doch schaut selbst, hier die Ergebnisse. Es wäre übrigens interessant, die Werte einer Kress zu erhalten? Mein Forenkollege konnte  jedenfalls bei der geringen Drehzahl von lediglich 1800!!! UMin bereits 86dB messen. Er hat dazu ebenfalls das Programm “Lärmmessung-Soundmessung” verwendet.

Soundmeter Pro03000 UMin: 53db
04000 UMin: 50db
05000 UMin: 51db
06000 UMin: 52db
07000 UMin: 50db
08000 UMin: 51db
09000 UMin: 52db
10000 UMin: 53db
11000 UMin: 55db
12000 UMin: 57db
13000 UMin: 57db
14000 UMin: 52db
15000 UMin: 53db
16000 UMin: 54db
17000 UMin: 54db
18000 UMin: 57db
19000 UMin: 61db
20000 UMin: 57db
21000 UMin: 62db
22000 UMin: 66db
23000 UMin: 63db
24000 UMin: 69dB
Lärmmessung-Soundmeter03000 UMin: 59db
04000 UMin: 56db
05000 UMin: 57db
06000 UMin: 58db
07000 UMin: 56db
08000 UMin: 57db
09000 UMin: 57db
10000 UMin: 60db
11000 UMin: 61db
12000 UMin: 61db
13000 UMin: 63db
14000 UMin: 59db
15000 UMin: 59db
16000 UMin: 60db
17000 UMin: 60db
18000 UMin: 63db
19000 UMin: 67db
20000 UMin: 62db
21000 UMin: 67db
22000 UMin: 70db
23000 UMin: 66db
24000 UMin: 71dB

Keine Mails mehr möglich

Liebe Leser!

Heute wende ich mich in eigener Sache an Euch. Ich habe mich mehr und mehr weiterentwickelt und inzwischen geht es mir so, wie vielen Anderen auch, schon vor mir.

Es hat mir bisher immer viel Spaß gemacht, auf Eure Anfragen via Email zu antworten, so manche Mailfreundschaft hat sich dadurch entwickelt, nette persönliche Kontakte und sogar Freunde habe ich dadurch in meiner nächsten Wohngegend gewonnen. Das hätte ich ohne meinen Blog und dem Forum Bastelstube nie erreicht und darauf bin ich heute noch stolz.

ABER:
Mein Blog wird inzwischen täglich! von über 2000 Lesern besucht, davon sind 500 Leser täglich überhaupt das Erstemal auf meiner Seite (völlig neu bedeutet, dass sie in den letzten 4 Wochen nicht hier waren). Ihr könnt Euch vorstellen, dass die Zahl der Mails und Anfragen an mich inzwischen ins Unermessliche steigt und ich das alleine nicht mehr schaffe. Meine Sekretärin motzt auch schon und sie ist eigentlich nicht dafür da, meine Diktate für den Blog zu tippen. Daher ist es nun Zeit, Abschied vom Mailschreiben zu nehmen.

Neben den vielen netten Anfragen gibt es fast noch einmal soviele “Blutsauger”, die eigentlich nur zu faul sind, um meine Beiträge zu lesen. Der Grund, warum ich überhaupt einen Blog gegründet hatte, war ja, denen zu helfen, die genauso Wissen suchen, wie ich damals, als ich anfing. Somit sind Mails ja nur für einen Einzigen hilfreich und für alle Anderen kontraproduktiv.  Es gibt auch Leser, die fordern ziemlich konkret, was ich alles für sie tun solle. Ich finde das ziemlich hart. Das geht soweit, das man von mir z.B. gratis Bauteile angefertigt haben möchte, oder wenn schon gegen Geld, dann höchstens gegen Selbstkostenersatz. Meine Werkstatt steht inzwischen wegen Zeitmangel schon mehrheitlich still und meine Familie spürt diesen Leistungsdruck auch bereits.

Ich habe für mich selbst nun lange gesucht, wohin ich mich entwickeln will und es dürfte immer mehr in den Echtdampf-Lokomotivenbau gehen. Das geht aber nur, wenn ich den Kopf frei habe, und nicht endgültig, für immer und ewig, als Berater, Mediator und Beichtvater für fräsenbauwillige Blogleser enden will. Für alte Stammleser, gute Freunde, und auch echt gute Angebote behalte ich mir vor, Euch weiterhin zu antworten.

Ansonsten gilt ab sofort:

  1. Die im Impressum angeführte Mailadresse ist zwar aus rechtlichen Gründen notwendig, Mails dorthin werden aber von mir nicht mehr beantwortet.
  2. Beiträge im Blog wird es natürlich weiterhin geben, allerdings seltener und dafür noch liebevoller.
  3. Wer mich erreichen will und Fragen hat, kann das in der Bastelstube tun. Wer sich dort noch registrieren muss, kann das mit diesem meinen Referenzlink hier erledigen, damit ich weiß, dass Ihr von hier kommt.

Vielen Dank, Heini

Ankündigungen 2014

Hallo liebe Blogleser!

Obwohl es in meinem Blog derzeit selten Neues gibt, hat sich inzwischen viel getan. Es gab einige Hardwareeinkäufe, z.B. steht für die Henriette ein neuer, stärkerer PC neben mir (DELL Optiplex 760, Intel E8600 mit 3,33Ghz, , 4Gb-RAM, usw.), und, vor allem, ich hatte eine lange Ruhe- und Studienphase. Viel neue Literatur wurde gekauft und wird gerade gelesen. Da ich ja mein Hobby neu ausrichten will und Echtdampflokbau nicht gerade einfach ist, ist da noch viel zu lernen. Standardwerke der Weltliteratur wie z.B. “Hartlöten, kein Buch mit sieben Siegeln, ein Leitfaden für die Praxis”, “Modelldampfkesel: Für den Selbstbau geeignete Konstruktionen”, “Modell – Dampf – Lok. Bau und Betrieb” von Herbert Salzburg, “Lokomotivmodelle unter Dampf von Hansrudolf Schwabe” (Mein Tipp: Aufkaufen, nur mehr gebraucht, wenn überhaupt, erhältlich), oder die legendäre Dampfbibel, werden von mir seit vielen Wochen nebenbei gelesen. Das Erlernen neuer PC-Programme im CAD und CAM-Bereich kostete viel Zeit, brachte mir aber viele neue Erkenntisse.

Softwaremässig steht auch eine grössere Umstellung an:

Da die CAD-Fähigkeiten von Sketchup für den 2,5D-Bau gerade noch ausreichen, das Programm aber dann endet und auch ziemlich buggy programmiert ist, habe ich auf ViaCad 8 Pro umgestellt. Auch möchte ich mir bald einmal den größeren Bruder, Shark FX kaufen, der ist aber mit annähernd € 1.300,00 nicht mehr sehr günstig. ViaCad Pro ist ohnehin schon sehr professionell für das 3D-Zeichnen, und die Zeit, wo ein 3D-Drucker in jedem Haushalt stehen wird, kommt ja auch bald 🙂 Sicher veröffentliche ich hier in einem neuen Themenbereich “CAD” alle meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Tricks, die ich beim CAD-Lernen mache.

An Umbauten hatte ich in den letzten Wochen viele Kleinigkeiten erledigt (zB. eine Jansjö-Ikea-Leuchte umgebaut und an die Drehmaschine montiert, Ladenbau, Regalbau). Es wird 2014 aber noch Einiges auf mich zukommen. Die Drehmaschine bekommt am Planschlitten einen zweiten Werkzeughalter ganz hinten, damit ich Überkopfabstechen kann. Mein Garant 2,2mm Stechschwert mit Wendeplatten soll dort Platz finden. Die Henriette bekommt eine Einfriedung aus Aluminium (die ist ohnehin schon halbfertig) – Bericht folgt. Die Werkstatt selbst hat einen kleinen Planungs- und Modellbautisch erhalten, der steht sozusagen für den “sauberen Bereich”. Die Druckluftanlage ist halbfertig. Sie soll einerseits die Werkstatt versorgen, andererseits möchte ich mir die Minimalmengenschmierung System Fogbuster bauen (Berichte dazu gibt es hier in der CNC-Ecke). Für die Henriette möchte ich einen Werkstückniederhalter fräsen, damit erwarte ich mir Verbesserungen beim Fräsen von dünnem Plattenmaterial, egal ob Buntmetalle oder Holz, Kunststoff. Meine Drehmaschine benötigt noch zwei Halterungen aus Aluminium, mit denen ich meine 1000stel digitale MITUTOYO-Messuhr und meine anaologe 100stel Messuhr von ATORN montieren kann. Dank der Henriette ist das hoffentlich bald rausgefräst. Wenn dann noch viel Zeit bleibt, möchte ich endlich meine China-Frässpindel (2.2kw wassergekühlt) ausbauen, auf die Drehmaschine spannen und den Innenkonus ER20 präzise schleifen. 2-3 Positope fürs Backenfutter sind auch schon im CAD gezeichnet und gehören nur mehr gefräst. Wünsche hätte ich noch viel mehr, zB. eine Planscheibe bauen, viele Kleinigkeiten, wie zB. Konuswischer, Gewindeschneideisenhalter, diverse Helferlein. Auch der Frequenzumrichter gehört irgendwann einmal gegen einen vektorgesteuerten ausgetauscht und meine 2-Liter Sauerstoff-Flasche samt Hartlötbrenner, Schlauchzubehör und Gasflasche benötigen dringend ein Aufbewahrungs- und Transportwagerl.

Mein Blog wächst und wächst, die Besucher kommen weltweit und werden immer mehr. Seit dem Sommer sind es pro Tag etwa 500 ganz neue Besucher, jeden Tag werden meine Artikel bis zu 5000! (fünftausend) mal angeklickt. Sie halten mich auch ordentlich auf Trab, denn täglich kommen nette Mails mit Fragen, mit Anregungen, oder einfach nur, um  Danke zu sagen. Gottseidank bin ich ein Schnellschreiber, sonst würde es jeden Abend spät werden. Jedenfalls macht mir das viel Spaß und Ihr, meine Leser, seid mir viel Wert!

Ihr seht, fad wird mir 2014 sicher nicht. Wenn es meine Familie weiterhin erlaubt (Danke an meine 4 Kids und meine Frau!), dann kommen hier noch viele Berichte für Euch.

Liebe Grüße
Heini

 

Bremswiderstand – wie berechnet man die richtigen Werte

Angeregt durch eine Anfrage in einem Nachbarforum hatte ich eine Antwort verfasst, die viel länger wurde, als ursprünglich von mir geplant. Da das Thema von allgemeinem Interesse sein könnte, stelle ich es auch hier in meinen Blog.

Die Frage eines Lesers:
Gibt es in deinem Link auch einen Widerstand für den 2,2 KW FU (Hyanyang) der original bei der Chinaspindel dabei ist ?Ich blick da nicht durch!

Bremswiderstand 150W 100 Ohm

Also für den Hyunyang weiß ich jetzt die genauen Daten nicht. Daher ergänze ich die Threadanfrage mit ein paar grundsätzlichen Infos, denn der gewünschte oder notwendige Bremswiderstand lässt sich auch errechnen. Allerdings ist das nicht pauschal zu sagen. Es hängt halt schon sehr von den gewünschten Effekten und den vorhandenen Massen ab. Eine Maschine mit hoher kinetischer Energie wird eine andere Bremse brauchen, als zB. eine ähnliche Maschine mit gleich starkem Motor, aber weniger bewegter Masse – es braucht ja lediglich ein größeres, schwereres Backenfutter montiert sein, schon ist die kinetische Energie anders. Falls diese (wie meistens) nicht bekannt ist, wird angenähert:

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Mein neuer Seitenkanalverdichter

Heute ist mein Glückstag!

Seit einem Modellbau-Messebesuch in Sankt Pölten entwickelt sich zwischen mir und Josef langsam, aber gemütlich, eine echte Männerfreundschaft. Er baut Schiffe, ich nicht, aber beide werken wir an Maschinen und in der eigenen Werkstatt. Seine ist allerdings, verteilt auf mehrere Räume etwa 10-15mal so gross wie meine. Heute komme ich gerade vom Besuch bei ihm heim, im Kofferraum gut verpackt liegt mein neuer, ganzer Stolz. Ein Siemens Elmo-G Seitenkanalverdichter mit immerhin 3kW. Fast unbenutzt, wie neu und Josef hat ihn mir geschenkt, einfach so. Dafür sage ich, noch völlig “paff”, erstmal Danke!

Der SKV wird fortan meinen Vakuumtisch noch besser antreiben, denn mit meinem Industriesaugstauber war ich nie ganz zufrieden. Staubsauger haben zwar eine gute Luftleistung, aber wenig Vakuum, Thomaspumpen wiederum haben ein gutes Vakuum, möchte man aber eine ordentliche Luftleistung auch noch, wird´s rasch sehr teuer. Der SKV wiederum ist ideal für meine Zwecke und liefert mehr als ausreichend beides. Ich denke, lauter wie mein Baumarktsauger kann er eigentlich auch nicht sein. Hier das Originalfoto von vorhin, der Akkuschrauber anstatt der üblichen Bierflasche, als Größenvergleich (mein Bier ist leider aus ).

 

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Mainboard-Reparatur, neue Elkos

Der PC für meine CNC-Fräse hat irgendwann einmal zu spinnen begonnen. Anfangs blieb er beim Booten ein- bis zweimal hängen, dann immer öfters, bis er fast gar nicht mehr ging. Das WinXP-Logo fror ein und nichts ging mehr. Meistens hat es da bei einem solchen Fehlerbild auf dem Mainboard lediglich einige Kondensatoren erwischt, und die restlichen Bauteile würden noch funktionieren. Ich habe zwar zwei Ersatz-PCs, jedoch ist es nicht einfach, einen wirklich perfekten Fräsen-PC zu finden. Die Reservegeräte waren von der Latenzzeit nicht so befriedigend und auch die USB-Ausgänge für mein elektronisches Handrad hatten ein wenig Nachlauf der Fräsachsen zur Folge. Das Problem ist auch, dass die alten Mainboards mit Parallelport auf der Platine neu kaum mehr erhältlich sind und ich steuere ja genau damit meine Fräse. Einen gebrauchten PC kaufen, das wäre die Katze im Sack. Ich wollte also meinen PC reparieren.

Somit, ich konnte ja nichts verlieren, hatte ich mich auf die Suche gemacht und die “schuldigen Sechs” (Elkos) rasch gefunden. Man erkennt hier am Foto an der Oberseite, dass sie aufgeplatzt sind (das folgende Foto ist ein Symbolfoto, weil ich meine kaputten Elkos nicht fotografiert hatte):

elkos 01

Die Kommentare im Internet, sind, was die Reparaturchancen betrifft, meistens ziemlich negativ. Z.B. meint cool-edv, “Geplatzte Elektrolytkondensatoren (ElKos) eines Mainboards. Folge sind sporadische Abstürze bis hin zum vollständigen Ausfall. Hier hilft nur der Austausch des Mainboards. Jedoch wollte ich das nicht so recht glauben und hatte mir bei einem netten Freak, der sich auf Elkos spezialisiert hat, die Elkos und den nötige Entlötkolben bestellt (Andreas Grupe, seine kleine Homepage nennt sich newsales). Die Entlötpumpe muss wirklich heiß werden, damit die Elkos halbwegs gut raus gehen, daher mit Elektrokolben. Mit einer normalen Entlötpumpe oder Entlötlitze hat man bei den vielen Kontaktbahnen eines Mainboards keine Chance. Preis: Je Elko € 1,09 (man sollte die teureren Low ESR verwenden) der Entlötkolben kostet € 12,99.

Nach ein wenig Frickelei waren die alten Elkos draussen und die neuen drinnen. Mein PC funktioniert wieder erstklassig wie am ersten Tag. Ein gutes Ergebnis, ich bin froh darüber.

Hier die Bilderl vom reparierten Mainboard:

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Meine roten und grünen Taster – wo kann man die kaufen

Mich erreichen gelegentlich Anfragen, wo man denn diese Taster, kaufen könne, die ich auf meiner Drehmaschine eingebaut habe. Gemeint sind die beiden Taster, die ich hier in diesem Artikel beschrieben habe. Es sind die beiden runden Taster, wobei der Grüne einen Berührungschutz (silberner Ring außen) hat, und der Rote keinen hat (haben darf), damit man ihn problemlos sofort betätigen kann.

 

Fertig - Motorhaube offen 01 (Small)

Die Schalter könnt Ihr bei Conrad kaufen oder in China. In China sind es Schalter von Schneider-Telemechanique, Conrad hat “Baco”-Schalter.

Conrad:

Artikelnummer 705559 BACO Drucktaster flach tastend 600 V 10 A L21AA02A Frontring verchromt Grün, 1 Stück € 10,95 zuzüglich Versandkosten
Artikelnummer 705728 BACO Drucktaster hoch 600 V 10 A L21AB01A Frontring verchromt Rot, 1 Stück € 11,95 zuzüglich Versandkosten

Conrad hatte  das damals nur auf Bestellung, bei mir dauerte es etwa 8 Tage bis zur Lieferung. Das Porto kommt zu den obigen Preisen noch hinzu.

Xin’s Store:
In China bekomm Ihr die Taster über Ebay (die Lieferzeit dauert ca. 3-4 Wochen). Xin´s Store hat die Versandkosten bereits inkludiert, Einfuhrumsatzsteuer und Zoll ist in Österreich keiner fällig (Warenwert unter € 20,00). Fürs Einkaufen benötigt man aber Paypal.

1 NO XB2-BA31 Momentary Green Flush Pushbutton, 1 Stück € 2,62 inklusive Versandkosten
1 NC BL4322 Momentary Red O Sign Projecting Pushbutton, 1 Stück € 2,84 inklusive Versandkosten

Sketchup-Training 001 – CAD; Kugelgewinde-Mutterngehäuse

Auf Grund einer speziellen Anfrage eines befreundeten Forenkollegen aus der Zerspanungsbude beschloss ich, die Antwort öffentlich hier in meinem Blog in Form eines Videos zu geben. So etwas erfolgt erstmals seit Bestehen von Henriette-CNC als Video mit selbst besprochenem Ton. Ich hoffe, dass Euch das gefällt und Ihr davon profitieren könnt. Einerseits geht es da um die Konstruktion eines typischen Mutterngehäuses für Kugelmuttern von (meist chinesischen) Kugelgewindespindeln (auch die von CNC-Discount passen), andererseits habe ich einige Informationen über die Bedienung von Sketchup eingeflochten, damit ist es gleichzeitig ein ganz brauchbares Anfänger-Tutorial.

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