Für den Möbelbau eignet sich Sketchup ganz besonders. Es ist damit auch sehr leicht, Löcher, die durch zwei Bauteile gehen sollen, zu konstruieren. Das ist oft bei Dübellöchern notwendig, wenn man damit Frontplatte und Stirnplatte verbinden möchte.

Warum 3D, werden sich viele fragen? Ganz einfach, der Sinn ist mehrfach. Man kann sich dadurch besser das Ergebnis vorstellen, das Möbelstück wird dadurch von den Proportionen rascher gefällig: Auch stimmen die Maße damit hundertprozentig, was bei 2D-Zeichnungen mit Grundriß-, Aufriß- und Kreuzriß oft viel Denkarbeit erfordert. Besonders fürs CNC-Fräsen ist es ideal, wenn jede Fase, jeder Schnitt, jedes Bohrloch auf 1/100mm genau vorhanden ist. Der Export der einzelnen Bauteile als DXF und die Weiterverarbeitung im CAM und CNC ist dann ein Leichtes. Der grösste Vorteil von CAD-CAM-CNC ist jedoch die Serienfertigung, also liegt die Zeitersparnis vor allem bei der Reproduzierbarkeit (naja, bei mir halt auch noch der Fun und das Hobby an sich!).

Das Video zeigt die Planung für einige Laden in meiner Drehmaschinen-Werkbank. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Bildern über die Szene-Funktion von Sketchup realisierbar sind. Alle Teile wurden als Components angelegt, so auch die (nur stilisierten) Vollauszugsschienen aus Ebay und die Handgriffe. Die Handgriffe werde ich aus alten Buchenholzresten meiner entsorgten Wohnzimmerlandschaft fräsen.

Alternativ habe ich dasselbe CAD-Werkstück auch noch mit SharkFX und mit Solidworks gezeichnet, aber ich muss sagen, das wäre überdefiniert. Mit Sketchup war ich in etwa 1 Stunden komplett fertig, dasselbe Ziel ist mit keiner anderen Software so schnell erreichbar.