(01) CNC-Fräse bauen

Die Basis der Fräse entsteht

Heute habe ich die Basis zusammengeschraubt. Die Kunst dabei sind die vielen rechten Winkel. Da darf nichts falsch sein. Und an den Ober- und Unterflächen muss auch alles plan sein (… Haarlinealgenau). Die 2 zusätzlichen Profile auf der Längsseite bringen viel Verstärkung und sind direkt mit den Hauptprofilen verschraubt (die gebohrten Löcher sind kaum zu sehen). Zusätzlich liegen noch weitere 14 Winkel herum, die die Sache morgen weiter verstärken. Parallel dazu gehen die Arbeiten am Flachalu voran.

Die hier abgebildete Basis bringt bereits 45kg auf die Waage.

3 Gedanken zu „Die Basis der Fräse entsteht

  • Michael Drosihn

    Schönen guten morgen Heini,

    habe mal eine Frage zur Basis.
    Hast du die Schrauben für die Verbindungen mit zB. Loctite gesichert. Es treten ja doch Vibrationen auf.
    Ich will neben den Winkeln die „Querelemente“ in den Schraubkanälen zusätzlich verschrauben.
    Da ist es mir si in den Sinn gekommen.
    Bei mixware (Möderl hab ich keine Infos diesbezüglich gesehen.
    aber ein Praktiker wie du weiß da sicher bescheid

    Viele Grüße

    Michael

  • admin

    Hallo Michael!

    Meine Schraubensicherung, die ich damals gekauft hatte, war „mittelfest“, die wollte ich dann doch nicht nehmen. Somit ist in meiner Fräse nirgendwo eine drinnen. Letztendlich hat sich das als richtig herausgestellt, nach nunmehr etwa einem Jahr ist nirgendwo etwas locker. Verzinkte Stahlschrauben in Alu beissen sich ohnehin gerne fest und wenn man die mehrmals auf- und zuschraubt, kann sogar das Gewinde leiden. Bei solchen intensiven Anwendungen kann man sogar etwas Schmierfett auf die Schraube geben, aber nur, wenn man beabsichtigt, das Teil öfter auf- und zuzuschrauben, sonst wäre das ja kontraproduktiv.Bei meiner Aufspannplatte zB. mache ich das so, da möchte ich ja die Gewinde möglichst lange am Leben erhalten. Die einzige Stelle mit Stahl auf Stahl an der Basis sind also die zahlreichen Schrauben der Aluwinkel. Aber selbst da gibt es immer wieder Gründe, die ein Zerlegen rechtfertigen könnten – bei mir zB., dass auf die Mittelstreben der Basis einige Nutensteine reingehörten, die ich für die Aufspannplattenbefestigung haben möchte – ich hatte damals beim Bau vergessen, die reinzustecken. Je mehr, desto weniger Vibrationen der Aufspannplatte. Ja klar, da gibt es auch nachträglich einsteckbare, aber die anderen sind viel exakter zu positionieren und gefallen mir besser.

    Hermann Möderl hat seine Infoseiten ja nicht mehr online, damals hat er darüber geschrieben. Er meinte, dass jeder übliche Lack als Schraubensicherung genauso reichen würde. Bei den Kugelmuttern schrieb er zB: Dann würde ich die Mutter noch am Einschraubrand mit Schraubensicherungslack usw. sichern (Klebstoff rundherum geht auch). Woanders schreibt er dazu: Stark durch Schwingungen belastete Schrauben sollten Sie chemisch sichern. Entweder durch Schraubensicherung irgend einer Firma (z.B. Loctite 221), oder Sie verwenden einfach normalen Kunstharzlack oder Patex-Klebstoff usw., das genügt auch.

    Wo ich ganz froh bin, nicht gesichert zu haben: Die lotrechte Einstellung der Frässpindel geschieht bei mir in allen drei Achsen über das Portal. Die Portalplatte ist über grössere Bohrlöcher (wie Langlöcher also) an die Portalwangen angeschraubt. Ich habe schon einmal nachstellen müssen, keine Ahnung, ob sich da etwas verstellt hat oder ich damals nur schlampig justiert hatte.

    LG, Heini

  • Pierre Branitzki

    Hallo Heini,

    ich lese mit großem Interesse – wie garantiert schon viele CNC-Bauer vor mir, deinen tollen Blog. Du hast eine beeindruckende Maschine zusammengestellt. Ich habe vor Weihnachten eine Holzfräse (Solidis) fertiggestellt und schon jetzt ist sie zu kurz. Jetzt bin ich aus dem Altmaterial am zusammenstellen einer größeren Alu-Portalfräse (Aufbaumaße X=960mm, Y=1300mm, Z=500mm). Ich habe dafür 60×60 Aluprofil gekauft. Jetzt schreibt Herr Möderl ja, daß diese halb mit Sand befüllt werden sollten. Wenn du nachträglich Bohrungen an den Streben vornimmst, rieselt da nicht der Sand raus? Empfiehlt es sich vorher die Löcher zu bohren und dann die Linearführungen zu montieren und als letzten Schritt die Befüllung vorzunehmen? Oder sollte ich die Befüllung, Montage des Grundrahmens und dann erst die Linearführungen montieren?
    Gehen die Bohrungen für die Linearführungen durch die Profile vollständig durch oder sind das Gewindelöcher? Gibt es eine Möglichkeit, einen Blick in deine Sketchup-Planung zu werfen? Konntest du dort alle Maße abnehmen?

    Das waren eine Menge Fragen… Ich danke dir vorab für die Hilfe.

    Beste Grüße,
    Pierre

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