Heute habe ich etwas Neues für Euch – aus Messing cnc-gefräst, nur eine Kleinigkeit. Aber selbst für diese Kleinigkeit brauchte ich mehrere Stunden. Man kann daran schön sehen, wie genau und klein man mit CNC-Maschinen fräsen kann. Es ginge noch kleiner, aber da habe ich noch keine Erfahrung damit. Meine 130kg schwere und 1010mm lange Fräse muss hier auf 1/100mm genau arbeiten. Schon eine Ungenauigkeit im Rundlauf der Frässpindel von lediglich 1/100mm kann die 0,5mm dicken Fräser abbrechen lassen, ein winzig kleiner Bedienfehler sowieso – und die mache ich ja auch allzugerne!

Hie und da fräse ich für Freunde Sachen, die mich interessieren. Um mich dem Dampfthema näher zu kommen, habe ich mich gestern und heute in Schaufelrädern versucht, die ein Wiener Echtdampfkollege für seinen Schweizer Postraddampfer braucht. Messingfräsen ist eine schöne Arbeit, aber auch hier gilt, dass das Fräsen an sich die wenigste Arbeit an diesen Teilen ist. Das Zeichnen, Programmieren und Aufspannen kostet viel mehr Zeit, etwa das Dreifache. Allerdings ist das, wie hier bereits der Fall, bei Kleinserien recht sinnvoll. Es handelt sich um 4 gleiche Räder und somit ab dem 2. Teil ein echter Zeitgewinn.

Die Eckdaten:

  • Fräser: Zunächst 1mm Zweischneider, die Innenecken danach mit 0,5mm Zweischneider nachgefräst.
  • Vorschub 220mm/Min
  • Zustellung 0,20mm
  • Luftkühlung, vor allem zur Späneabfuhr notwendig (vorher, ohne Luftkühlung, kosteten mich herumliegende Späne einen Fräser)
  • Der Schaufelrad-Durchmesser ist 66mm
  • Die Speichen sind 1mm breit
  • Material: MS58, 1mm dick

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Es fehlen noch die Schaufeln für diese Räder, notwendig sind 36 Stück – eine echte Kleinserie. Einige andere Teile von der Dampfmaschine habe ich leichtsinnigerweise auch noch versprochen (Lagerflansche, Halteplatten, Blöcke). Aber das ist eine andere Geschichte und fad wird mir in der nächsten Zeit nicht.