(51) Standfräse Optimum MB4Alles anzeigen

Meine Optimum MB4 ist nun aufgestellt und vermessen

Seit Weihnachten 2015 hatte ich meine MB4, gekauft bei Emco Hobby Wiener Neudorf (Details siehe hier) wegen anderer Terminarbeiten nicht aufbauen können und sie lag deswegen lange in Einzelteilen aufbewahrt herum. Nun war endlich Zeit für den Aufbau und die erste Übersicht. Mängel konnte ich augenscheinlich keine feststellen. Optische Verarbeitung, Spaltmaße, Haptik, alles oK, ich kann keine Schlampereien entdecken. Die Keilleisten gehen sehr angenehm einzustellen und haken auch nicht. Der Lack wurde offensichtlich vor dem Zusammenbau aufgebracht, das deckt sich mit den Berichten hier, wie es auch schon andere geschrieben haben. Bei meiner MB4 ist nichts weggeplatzt und die Lackqualität ist generell besser als ich von Chinamaschinen gewohnt bin (zB. von meinen Bernardosachen). Ins Getriebe habe ich nicht reingeschaut, aber das Öl im Sichtglas ist normal hell, vielleicht komme ich ja demnächst dazu, mal aufzumachen. Die Lautstärke ist sehr leise, das Getriebe hört man noch weniger als den Motor selbst, auch bei den etwa 3000U/min ist da gar nichts laut. Da sich die Optimum auch beim Motor ganz fein von den billigen Clones abhebt – hier ist ein Dahlandermotor verbaut –  gibt es 12 Gänge statt der üblichen 6 und mein subjektiver Eindruck ist, das man in der schnelleren Motorstufe das Einschalten schon ganz kurz ein bisschen unangenehm hört, bzw. dass dem Getriebe die rasante Beschleunigung wehtut, dafür aber geht sprichwörtlich „die Post ab“, falls man mehr Drehzahlen als sonst benötigt.

Heute habe ich die Achsen vermessen und es hat fast immer gute Werte gegeben. Die Seitenneigung der Z-Säule aber muss ich unbedingt noch korrigieren, denn die ist zu ungenau. Gemessen habe ich mit einem Haarwinkel Din 875/00 200x130mm zwischen zwei Niederzugschraubstöcken und einem Tesa-Fühlerhebelmessgerät (1/100mm), das auf der Pinole mit so einem Halter zur Rundsäulenbefestigung (zB. RC-Machines „RCMUH“):

  • Rundlauf am Fräserschaft eines 14mm-Fräsers (gemessen 10mm nach der Spannzange ER25): 0,005mm, mit einer ER40-Spannzange und mit einem 25mm-Fräser ist allerdings ist eine Ungenauigkeit nicht erkennbar, also nahe Null; vermutlich ist also die Qualität der Spannzangen und dem Futter (es sind billige vom Diskonter) unterschiedlich?
  • Z-Säulenneigung nach vorne: Auf 120mm Länge: 0,00mm
  • Z-Säulenneigung nach rechts: Z-Säule hängt oben nach rechts, und zwar auf 120mm Messtrecke exakt um 2/10mm
  • Pinolenparallelität zu Z-Achse, nach vorne: 0,00mm
  • Pinolenparallelität zur Z-Achse seitlich: Da war ich ratlos und wollte heute nicht auch noch nachdenken, wie man die fehlerfrei messen könnte. Wegen der Seitenverstellung des Fräskopfes einerseits, und andererseits wegen des Neigungsfehlers (siehe Punkt „3“) war ich da kurz ratlos

(Hinweis: Obwohl der Tesapuppitaster nur 1/100mm kann, sieht man doch schön sehr viel mehr, daher meine Angaben mit 3 Nachkommastellen).

Mein Bekannter und Bastelfreund, der Franz Fischer, hat mit mir damals wegen der Weihnachtsaktion von Optimum diesselbe Maschine mit mir bestellt und sie wurden auch am selben Tag angeliefert (deswegen vermute ich, aus der selben Produktionsreihe). Auffällig ist, dass sich die Messwerte nahezu identisch ähneln. Leider weiß ich nicht mehr, um wieviel seine Z-Säule seitlich (auch nach rechts) hängt, ich werde aber nachfragen. Also, beide haben wir somit Glück gehabt, die seitliche Neigung wird mit wenig Aufwand korrigiert, und alles andere ist perfekt genau!

Weil die Werkbank aus Holz ist und Küchenfüsse aus Kunststoff hatte, musste ich mir auch noch ordentliche Maschinenfüsse (mit Gewindestangen) drehen und habe diese auf selbstgefräste „Schuhe“ aus POM gestellt (Fotos kommen nach). Der gute Josef aus Grammatneusiedl hat eigens für mich den Schweißapparat angeworfen und die oberen Platten der Füße für mich gemacht. Vielen Dank dafür Josef!

Die Fräse selbst habe ich auf eine 57kg schwere Granitplatte 800x800x30mm gestellt, weil ich der Küchenarbeitsplatte (28mm) nicht getraut hatte. Das steht nun bombenfest und es vibriert auch nichts (die Granitplatte kostete beim Hornbach nur € 24,10 – übrigens auch aus China, und die Löcher liess ich um gerade mal € 20,00 bohren).

Meine Werkstatt ist seit dieser Woche auch im Umbau. Die Bernardo 550WQ steht jetzt an der anderen Wand, damit hat die Optimum MB4 ausreichend Platz – es fehlt momentan an Allem, das Kleinzeug ist in Wäschekorbähnlichen Behältern, die Schubladen fehlen, usw. – das wird mein nächstes Projekt, aber vorher noch ein paar Bilder für Euch. Die MB4 ist derartig groß, dass das auf den Bildern  fast nicht erkennbar ist, deswegen beginne ich mit einem Größenvergleich, die kleine BF20 und daneben ein MB4-Clon (selbe Größe):

 

Vergleich BF20 MB4 4mal so gross

Hier einige Fotos von heute: