(01) CNC-Fräse bauen

Die Wasserkühlung für die Frässpindel

Heute zeige ich Euch ein Sammelsurium von den Kleinigkeiten des Tages. Es beginnt damit, dass die Frässpindel auch 2 Gabelschlüssel braucht (einen M21 auf der Welle, einen M30 auf der Spannmutter). Genau diese Dimensionen hatte ich nicht daheim. Da kaum Qualität von Nöten ist, kaufte ich in der „Lagerhalle – Räumungsverkauf“ sehr günstig.

Ein Bild zeigt die nun fertige Wasserkühlung. Die beiden Schläuche gehen vom 20l-Kanister etwa 5 Meter lang über die beiden Schleppketten zur Frässpindel und noch einmal so lange zurück. Es hat sich gezeigt, dass die Selbstansaugung der Pumpe trotz dieser langen Schlauchleitung funktioniert, wenn der Kanister gleich unter der Fräse montiert wird (das Problem sind also eher die Senkrechten). Am Fußboden stehend schafft die kleine Pumpe das zwar, aber die Selbstansaugung zu Beginn (die Leitung rinnt nämlich bei Stillstand leer) schafft sie nicht mehr. Zur Kühlflüssigkeit: Ich habe 10 Liter destilliertes Wasser mit 5% Kühlerfrostschutz (von meinem letzten Zahnriemenwechsel übrig) und einem halben Fläschchen Pelikan-Schultinte gemixt.

Die Tinte dient dazu, um jedesmal kontrollieren zu können, ob die Aquariumpumpe (Eheim 300) auch wirklich arbeitet (weisser Schlauch wird dann blau). Der Kühlerfrostschutz ist nicht als Frostschutz gedacht. Meine Werkstatt hat immer 20 Grad (+/- 0,5 Grad) – vielmehr ist dieser Zusatz als Rostschutz und Konservierung gedacht. Mit dem kleinen Tauchthermometer kann ich kontrollieren, wie warm das Kühlwasser wird. Die Frässpindel muss einige Minuten hochgefahren werden, damit bei 24000 upm kein Lagerschaden eintritt. Es hat sich gezeigt, dass das Kühlwasser maximal um 1 Grad steigt, und das auch nur bei niedrigen Drehzahlen. (6000 upm). Bei hohen Drehzahlen (> 18000) ist der Temperaturanstieg maximal 0,5 Grad. Testzeit war 60 Minuten, allerdings ohne Belastung mittels Fräswerkzeug.

Kühlung 02

Kühlung 03

Kühlung 04

4 Gedanken zu „Die Wasserkühlung für die Frässpindel

  • Tim Webers

    Hallo,
    nur ein Tipp, der Schlauch „rinnt“ nicht leer, wenn der Auslass ebenfalls im Kanister unter Wasser ist….

    Bei mir sind es ca 12 Meter Gartenshlauchgröße, kein Problem damit.

  • Heini Mandl

    Hallo Tim!

    Danke für den Tipp, mein Schlauch ist natürlich auch an beiden Seiten „unter Wasser“. Das mit dem Vollbleiben ist bei mir zwar überwiegend so, aber leider nicht nimmer. Nach längeren Fräspausen (mehreren Wochen), kann es schon sein, dass der Schlauch ganz oben leer wird.

  • Hallo,

    hast du gar keinen Radiator verbaut, eifach nur einen Eimer Wasser mit Pumpe?

    Gruss

  • Heini Mandl

    Richtig, kein Radiator und kein Lüfter. Nur Eimer ist falsch (da würden Späne reinkommen) – also ein Kanister ist es (ca. 10 Liter). Die Leitungen vom Kanister zum Fräsmotor sind etwa 2×4 Meter, das kühlt schon mal ordentlich, auch ist das System weniger störanfällig.

    LG
    Heini

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