Röhm Bohrfutter, Trennen von MK3-B16

RÖHM BOHRFUTTER
Vor einigen Tagen konnte ich nicht anders und ersteigerte supergünstig ein Röhm-Bohrfutter Supra 1-13mm.

RÖHM BOHRFUTTER

Mein Röhm Schnellspannbohrfutter Supra

Leider hatte es einen Morsekonus 3 eingesteckt und auf der anderen Seite, also auf dem Teil, der im Bohrfutter steckt, einen B16-Konus. Meine Fräse habe ich aber, was das Kaufen von Zubehör betrifft, so ausgerichtet, dass mir nur MK2 und MK4 ins Haus kommen – drei Standards sind mir einfach zuviel. Einen MK3->MK4 Adapter wollte ich auch nicht verwenden, weil ich da dem Rundlauf nicht traue. Somit blieb nur, den MK3 so auszubauen, daß ich den Rundlauf nicht allzu beleidige und einen MK4 einzusetzen. Daraufhin klapperte ich unsere Bastelstube und allerlei andere Webseiten nach brauchbaren Lösungen ab. Natürlich gab unsere gute Bastelstube zu dem Thema viel her, was mir die Sache sehr erleichterte und hier möchte ich Euch über meine Methode von heute nachmittag berichten.

Schnell schieden aus:

  1. Die übliche eingeschraube Gewindestange, mit einem Fallgewicht, bis der B16-Konus nachgibt – es nutzte einfach nichts, das Teil blieb stur und fest
  2. das Aushebeln mittels zweier Gabelschlüssel – detto, ging einfach nicht
  3. das seitliche Klopfen – haha, das lachte mich aus
  4. das Fräsen, bis das Bohrfutter endlich einsieht, dass seitliche Schläge nicht sinnvoll sind (weil ich ja keinen MK3-Adapter habe, konnte ich das nicht machen)

Somit blieb die professionelle Lösung, mittels Keilen und hydraulischer Presse die beiden Teile zu trennen. Beides hatte ich nicht. Die Keile konnte ich aber auf der MB4 aus einem Rohling ST37 (kaltgezogen) vom hier bereits mehrfach gelobten CNC-Robert und Martin Schmid, 1150 Wien, (locomotion auf ebay) vor längerer Zeit gekauft, herstellen. Den Keilwinkel habe ich übrigens mit nur 7° definiert, damit ich das Drücken dann noch manuell schaffe. Anstatt einer Presse musste mein Schraubstock, Marke Zgonc/China, herhalten, der seit 10 Jahren „sooo schlecht“ gar nicht ist. Besonders wichtig war, dass ich die Keile auf allen Seiten fett eingeölt hatte, damit sie a) nicht verreiben und b) auch nachher noch neu aussehen.

Die Sache ging gut, der Druck auf das zu trennende Teil war, im nachhinein betrachtet „irrsinnig hoch“ (=neue, emotionale Maßangabe) und ich glaube, auf andere Art und Weise wäre ich gescheitert. Ein „Knack“ bei etwa 80% der mir möglichen Krafteinwirkung am Schraubstock befreite ruckartig MK3 und Bohrfutter. Hier noch ein paar Bilder:

RÖHM BOHRFUTTER

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (02)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (02)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (03)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (03)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (04)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (04)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (05)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (05)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (06)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (06)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (07)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (07)

 

4 Kommentare

  1. Ja wer B16 erfunden hat soll erschossen werden, ich habe genau das gegensätzliche Problem, sobald Vibrationen kommen rutscht es runter. und unter uns gesagt wann hat man keine Vibrationen beim bohren

  2. Wenn das bei Vibrationen runter rutscht, ist der Kegel Mist 😉
    a) beschädigt oder
    b) chinesisch 😀

  3. Hallo Heini,

    ähnliches Problem hatte ich bei einem gebraucht erstandenen Albrecht Schnellspannfutter mit Kegeldorn. Der Kegeldorn ließ sich schließlich ganz leicht entfernen, nachdem er 24 h im Kühlfach verbracht hatte.

  4. Hallo Matthias!

    Sorry, dass ich Deinen Beitrag bisher nicht freischalten konnte, eine Grippe hat mich lahmgelegt und erst schön langsam arbeite ich die Rückstände auf. Danke für die Info, das ist natürlich eine gute Idee mit dem Temperaturunterschied!

    Grüße
    Heini

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