Model engineer english – sich verständigen ohne Sprachbarrieren?

Obwohl ich vor fast ca. einem halben Jahrhundert 9 Jahre in der Schule Englischunterricht hatte, wage ich nicht zu behaupten, dass meine Fähigkeiten, technische und maschinelle Briefe ohne Hilfe sozusagen „aus dem Stegreif“ zu schreiben, ausreichend sind. Jedesmal, wenn ich zB. mit Fräulein Linque oder mit Ada sehr rasch hin- und herschreibekomme ich gehörig ins Schwitzen, weil mir Vokabel, und manchmal auch grammatikalische Perfektion fehlt. Die beiden Damen aus China sind mir da wohl sowohl am Telefon als auch per Text haushoch überlegen, und da sie wohl meine Kinder sein könnten, werde ich das auch kaum mehr besser erlernen (wollen).

Nun, die Frage stellt sich: Was macht da Capt´n Kirk?

Richtig, er weicht der Schlacht wieder einmal aus und stellt sich der Frage gar nicht – so ähnlich halte ich es auch damit und meine Lieblinge waren bisher der Google-Übersetzer, oder auch das Leo Wörterbuch.

Bei Leo bekommt man sogar alles mit guter Stimme vorgelesen, was den Lerneffekt drastisch verbessert. Leider werden dort keine ganzen Sätze übersetzt, und Google kann das zwar, aber doch nur recht holprig.

Heute ich bin ich aber auf eine Gratisseite gestossen, die mir vom ersten Eindruck her schon recht perfekt scheint. Ich habe damit so Sachen wie Kugelgewindespindel, oder gar ganze Sätze, wie „die Wendeplatten für Drehmeissel sind selten“ übersetzen lassen. Die Seite, von der ich schreibe, nennt sich: DeepL Übersetzer

Wie macht Ihr das? Habt Ihr auch Lieblingsübersetzungsdienste? Oder liegt bei Euch noch der Langenscheidt neben dem Computer?

Beste Grüße
Heini

Genauigkeit der Frässpindeln, Gedanken, Hobby

Lieber Leser!

Eine zugegeben ansprechende Diskussion im CNCWERK-Forum hat mich veranlasst, ein Statement abzugeben. Ich bin sicher, dass es Euch als Einsteiger irgendwann genauso geht wie den vielen Anderen, und das kann bis zur Verzweiflung gehen. Damit Ihr Euch nicht vorschnell entmutigen lasst, hier (m)ein Beitrag, den ich hiemit auch hier bringen möchte:

Die Entwicklung der Chinafrässpindeln geht seitens der Chinesen in den letzten Jahren ohnehin in eine scheinbar kundenorientierte Tendenz. Ausgehend von UK, wo der Wunsch nach präzisem Rundlauf mehr ausgeprägt war als bei uns, ist es fast schon auch in Deutschland Mode, Chinafrässpindeln mit vernachlässigbarem Rundlauf anzubieten.

Hingegen macht sich inzwischen aber eine andere, unangenehmere Seuche breit:
Die Qualität der Spindeln leidet extrem. Ich bekomme immer mehr Berichte von Bloglesern, deren Spindeln heiß oder gar unbrauchbar werden, Lagerdefekte werden mehr, auch scheint es mir, als dass die Haptik leidet. Dünner, weniger Material, einfacher, kostengünstiger. Der Kunde will keine € 300,00 mehr alleine für die Frässpindel bezahlen, dann noch die Kosten für den FU, schrecklich. Dem Kunden war das also egal, Hauptsache nur € 130,00 für eine 2,2 Watt-Spindel und der Rundlauf muss auf jeden Fall passen.

Was ich sonst noch immer predige, verhallt leider auch gerne allzu rasch:

Das ER-System ist gar nicht für präzisen Rundlauf gedacht und selbst mit sauteuren Präzisionsspannzangen von Farion oder gar Rego-Fix (die hatte ich mal auf sehr präzisen Frässpindeln als Blogsponsoring testen dürfen), gelingt es jedem von uns alle paar Einspannungen mal, dass man den Rundlauf versaut. Einfacher, und vor allem viel billiger ist es da, mehrmals einzuspannen, zu verdrehen, zu messen, bis es passt. Oder, diesen Adapter hier in meinem Blog, nachzubauen. Wie Alex unlängst „schrub“ oder eher „video-sierte“, ist es ja nicht nur der Rundlauf, sondern vor allem das Eiern, was dann, viel schlimmer, zu nicht lotrechten Schnittkanten führt.

Wenn man die hohen Investitionskosten des heute üblichen Hobbyistenverhaltens betrachtet, komme ich immer mehr zu der Meinung, dass die Meisten von uns einen Knall haben. Das ist ähnlich wie in der Welt der 3D-Drucker-Freaks. Wir lösen mit unseren Maschinen laufend Probleme, die wir ohne unsere Maschinen gar nicht hätten. Hand aufs Herz: Die wenigsten von uns produzieren mit ihren CNC-Fräsen Dinge, die dem tatsächlichen Hobby dienen. Die meisten von uns adaptieren lieber ihre Fräsen, oder ergeilen sich lieber an Servomotoren, Rundlaufoptimierungen, Stepperservos, automatischen Werkzeugwechslern, vierten Achsen und so Zeugs, aber dann ist auch schon wieder Sense. Sinn des Ganzen: Das Hobby ist das Optimieren, anstatt Lokomotiven, Flugzeuge, Schiffe, oder Puppenhäuser zu bauen.

Dagegen kann man aber auch gar nichts einwenden, wenn das Absicht ist und der Betroffene das als gut empfindet. Leider wird das aber irrtümlich aber sehr oft und rasch als Leitlinie für Einsteiger definiert und das ist falsch. Vergleichbar finde ich das mit der heute üblichen Verpartnerung oder in D der Homoehe. Das wird in den Medien so oft wiederholt und in die Gehirne einzementiert, dass meine kleinen Kinder tatsächlich den Eindruck haben müssen, dass das der Mainstream ist und alles Andere nicht normal ist. Bitte, ja, der Vergleich hinkt ein bisschen, aber wir sollten doch auch darauf achten, die Maschinen fürs Hobby zu verwenden und nicht ALS Hobby. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn sich jemand eine EMS Cobra vom Hermann oder eine GP10050 vom Hans Auracher (immerhin aus Stahl) kauft, natürlich mit Markenrundlauffrässpindel, und dann fräst so ein Typ 5 Jahre lang nur Schwibbögen und Bastelholz damit.

Meine Meinung:

Fräst mit den Chinaspindeln so, wie sie aus der Schachtel kommen und gut ist´s. Ihr könnt damit alt und glücklich werden. Die geringen Mehrkosten an Fräserverschleiss sind nicht teurer, wie Eure Ausgaben für Fassbier. Meine Frässpindel hat seit 6 Jahren um die 2000 Stunden überlebt, davon zweimal 2 Stunden ohne Wasserkühlung, das war ihr egal und sie geht noch immer wie am ersten Tag. Bei einem Rundlauffehler meiner Chinaspindel von ca. 5/100mm mache ich schönere Werkstücke wie so manche Weltverbesserer, die ihre Alufräsen polieren, um sie gleich danach mit Klarlack zu schützen und nach der Fertigstellung nie mehr einschalten. Der Dreck darf und muss spritzen dürfen, auch sind mir Werkstatträume, die adrett und nett sind, immer suspekt, weil nicht genutzt (Werkstatteinrichtung als eigenes Hobby …).

Das mal so einfach zum Nachdenken, und jetzt dürft Ihr mich dafür prügeln.
Grüsse, Euer Heini

WAS WAR, WAS IST, WAS WIRD

Eine CNC-Gemeinde wird vertrieben und verlässt ihre bisherige Heimat

Foren leben von Usern, User leben von Foren. Eine Gemeinschaft also, eine von Gleichgesinnten, möge man meinen? So begab es sich also kurz vor Weihnachten, dass eine ganze Community obdachlos wurde. So, wie damals, Maria und Josef, kurz vor dem Weihnachtsfest.

Auch bei Maria und Josef ging es ums Zahlen und um Steuern. Schon damals ging es ums Geld, die Menschen dahinter, Maria und Josef, ja sogar das Menschenkind interessierten niemanden und wurden daraufhin obdachlos.

Werte Leser!

Ihr könnt jetzt meinen, was soll das alles mit unserem Hobby zu tun haben? Ich sage Euch, ganz schön viel. Wie es halt so ist, ist CNC als noch junges Thema sehr selten auf eigenen Füßen unterwegs und so fanden viele Freunde unserer großen Community in diversen Bastelforen eine gute Heimat. Meistens war dort das Mainthema aber ein Anderes. Also ging es in diesen Foren beispielsweise ums Fliegen, ums Dampfmodell bauen, ums Schiffe bauen, ums Werkzeug bauen, oder gar um modernes Zeugs, wie das Herumfliegen mit Datenbrillen am Kopf, unter diversen Propellergeräten, oben in der Luft.

So kam es in den letzten Tagen, dass zwischen dem von uns allseits geschätzten Erbauer der „kleinen robusten Fräse“, dem Sven, besser bekannt als User „KarlG“, und den Betreibern des Forums FPV-Community eine Malversation entstand. Eigentlich nichts Ungewöhnliches auf der Welt, zwei streiten halt, beide werfen sich gegenseitig Dinge vor und trennen sich danach. Doch was da im Hintergrund abging, halte ich von den Forenbetreibern für höchst unsauber und eines Forums nicht würdig. Ich sehe es im Sinne meiner journalistischen Arbeit als meine Pflicht an und es ist für mich wegen der Gerechtigkeit wichtig, Euch über diese Vorgänge zu informieren – vor allem auch deshalb, weil es ja weitergehen wird, nur wo anders. Wie schon im Titel steht, wird es weitergehen, und zwar mit dem Motto, „Was war, was ist, was wird“.

Was war?

KarlG hatte damals die Idee, eine kleine, leistbare Portalfräse zu entwickeln und zu bauen. Aus dieser kleinen Fräse wurde rasch eine in der Szene sehr beliebte Fräse und sie wurde im Laufe der Zeit vielfach gebaut. Es ging im Thread nicht nur um diese Fräse, sondern es waren auf hunderten Seiten gute Tipps, Ideen und Fortschritte von uns im Laufe der Zeit beigetragen, zu finden. Später dann kam es bei KarlG zu einem kleinen Nebengewerbe, weil er das unmöglich noch in seiner Freizeit neben seinem Hauptberuf bewerkstelligen konnte und aus rechtlichen Gründen auch gar nicht gedurft hätte. Das wiederum wurde von den Betreibern des Forums FPV nie beanstandet, aber nun, sehr plötzlich, nach mehr als 2 Jahren, als unerlaubte Werbung empfunden und es kam zum erwähnten Zerwürfnis. So weit, so ok, ihr könnt die Details hier näher nachlesen, das ist nicht meine Aufgabe. Keine Angst, alle Beweise wurden gesichert, der Wahrheitsbeweis, auch meiner Zeilen hier, kann jederzeit angetreten werden. Nun aber zum zweiten Punkt meines heutigen Textes:

Was ist?

  • Dass da für die Forenleitung offenbar lange Zeit – immerhin 2 Jahre lang – kein Problem bestanden haben dürfte, also ignoriert und zugesehen wurde, ohne jegliche Warnung.
  • Dass da nun abrupt, überfallsartig gehandelt wurde, ohne gleichzeitig Hirn regnen zu lassen
  • Dass da offenbar keine oder zu wenig Kompromißbereitschaft bestand, und zwar meine ich da nicht die Bereitschaft für KarlG, sondern die Bereitschaft für das nun über Nacht vernichtete große Werk, also, für uns alle, für unsere große Gemeinschaft der CNC-Freunde. Es wurde auch ein Stück unseres Herzens vernichtet.
  • Dass im selben Atemzug hunderte! Forenseiten, bebildert, dokumentiert mit Anleitungen und KnowHow, also CNC-Inhalt vom Feinsten, mit einem einzigen Mausklick für immer gelöscht wurde. Der Schaden ist unermesslich.
  • Dass User, die in Beiträgen nachfragten, was denn passiert sei, genauso gelöscht und gesperrt wurden, wie User, die das kritisierten
  • Dass sämtliches Beiwerk, also auch andere, davon unmittelbar nicht betroffene Berichte mitvernichtet und damit der Gemeinschaft einfach entzogen wurden
  • Dass Mitglieder keine Gelegenheit bekamen, das im Forum zu diskutieren (wer das probierte, flog ohne Vorwarnung raus)
  • Dass das einem Hinauswurf einer großen Gemeinschaft, also aller Freunde der kleinen robusten Fräse gleichkommt
  • Dass von der Forenleitung behauptet wurde, Nachrichten nicht erhalten zu haben, obwohl es davon Kopien gibt.

Ich habe der Forenleitung Gelegenheit gegeben, zu diesem Artikel noch vor Erscheinen Stellung zu nehmen. Diese Gelegenheit wurde bis jetzt nicht wahrgenommen, daher erscheint mein Artikel heute hier und so, wie es eben ist. Gesperrt bin ich dort anscheinend aber noch nicht (was mir allerdings egal ist).

Liebe Betreiber der FPV-Community. Falls Ihr es noch nicht wissen solltet, es gibt die drei ungeschriebenen Gesetze der Moderation:

  1. mit der Moderationkeule so sparsam wie möglich umgehen
  2. möglichst keine Beiträge löschen
  3. nie, und wirklich nie, ganze Threads löschen

Ein Forum, das sich im Titel „Community“ nennt, also die Gemeinschaft im Namen führt, aber dann Massenlöschungen betreibt, hat für mich keinen Anspruch auf diesen Titel. Deswegen ist es mir eine Freude, Euch mitteilen zu können:

Was wird?

Unsere große CNC-Gemeinschaft hat die CNC-Rubrik des betroffenen Forums inzwischen verwaist hinter sich gelassen in Richtung einer neuen Heimat und baut deswegen an einem neuen, eigenständigen CNC-Forum. Dort wird es natürlich auch wieder viele Informationen zur „kleinen robusten Fräse“ geben. KarlG und einige andere ehemalige FPV-User arbeiten bereits Tag und Nacht daran, für uns alle, also auch für Euch Leser meines Blogs, einen neue Heimat, ein neues Forum anbieten zu können. Inzwischen gibt es schon erste Erfolge, die kleine robuste Fräse hat einen eigenen Webauftritt erhalten (http://www.alufraese.de) und das neue Forum folgt in Kürze.

2015-12-20 16_22_14-FPV-Community _ CNC-Alufräse

Die Bitte an Euch alle: „Stay tuned“,
weitere Informationen folgen hier auf meinem Blog und auf alufraese.de.

Die EU, der Kapitalismus und das Volk der Griechen

Heute politisiere ich, weil es mich drückt. Obwohl ich sonst meinen Blog weitgehend von weltanschaulichen Themen frei halte. Griechenland steht nun endgültig am Abgrund und ein Ausweg, der damals, bei Bekanntwerden der Misere von den EU-Geldgebern durch massive Geldspritzen verhindert wurde, ist jetzt nicht mehr so einfach. Es werden alle verlieren. Die EU, wir, und die einfachen kleinen Griechen.

Die griechische Regierung wurde vom Volk mit einem Auftrag gewählt, den sie nie und nimmer erfüllen kann. Soweit das Tragische daran. Bei den Wahlen wurde dort leider halt allzuviel Unhaltbares versprochen, wie das ja auch bei uns üblich ist. Jetzt wird geblufft, was das Zeug hält und wer die besseren Nerven hat.

Es ist ja auch kein Zufall, dass die EZB 114 Billionen Euro freigemacht hat, um Geldscheine zu drucken, damit europaweit keine Papiergeldknappheit  und Panik ausbricht. Es ist ja auch kein Zufall, dass die Schweiz die Eurobindung aufgegeben hat – und dann waren doch noch die US-Einflüsse wegen einem längst zu wohlhabenden und einflußreichen Rußland, der tote, alte König von Saudiarabien und die ruinöse Ölpreiswaffe der Saudis. Alles innerhalb von drei Wochen. … Dumm, wer glaubt, dass da Deutschland alleine ein Süppchen kocht.

Wenn die EU sich nicht öffnet, wäre eine Rückkehr zur Drachme zu überlegen.

Immerhin würde ein griechischer Euroausstieg die mit auch unseren EU-Milliarden geretteten deutschen und griechischen Kapitalisten samt deren Banken in der Luft zerfetzen. Sei es ihnen vergönnt, auch wenn wir Kleinen dabei auch ziemlich naß werden würden. Auf der anderen Seite würde Griechenland endlich konkurrenzfähig ins Ausland verkaufen können, ob es die (noch) am Boden liegende Industrie wäre, oder der so wichtige Fremdenverkehr. Leider würde eine Drachme auch die Schulden nicht wegzaubern und Importe nach Griechenland um 200% verteuern.

Ich denke, es ist nicht die Frage, ob Griechenland oder die EU zuerst mit dem Bescheissen angefangen hat – da war vermutlich seit Jahrzehnten Gleichstand (wie war das mit der Eurotauglichkeit damals, das waren doch nie und nimmer die Griechen alleine).

Die Frage ist letztendlich eine Einzige: Was können alle Miteinander jetzt tun, um die hungernden, frierenden und deprimierten einfachen Menschen zu retten, ihnen auf Augenhöhe zu zeigen, dass es weitergeht. Doch was die Krawatten-Heinis auf beiden Seiten wie z.B. Jeroen Dijsselbloem und der deutsche Rolliminister so von sich geben, ist mehr als bedauerlich. Sie sollen dem europäischen, aber auch dem deutschen Volk, endlich eingestehen, dass nicht die Griechen das EU-Geld verzockt haben, sondern die Kapitalisten – sowohl die Eigenen, als auch die Griechischen. Das wäre ehrlich, jetzt einen Schuldenbock zu suchen, ist echt mies. Auch Syriza und Varoufakis können nicht von heute auf morgen die Heizungen aufdrehen und den Leuten Lebensmittel geben. Da müsste schon die EU her, aber die will ja nicht.

Auf ein tolles 2015

Liebe Blogleser!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, manche Ideen konnten nicht umgesetzt werden, bei Euch nicht und bei mir nicht. Grübel und Zweifel setzen uns Erwachsenen halt manchmal sehr zu und allzu schnell flüchten wir uns in Ausreden oder banalere Dinge des Alltags, anstatt die Dinge einfach anzupacken. Unbefangen davon sind hingegen die Kinder und die Jungen. Die schaffen einfach so drauflos und freuen sich, wenn es gelingt – wenn nicht, sind sie trotzdem glücklich.

Das soll unser Motto für 2015 sein!
Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr, viel Glück, gutes Gelingen und einen raschen Rutsch hinüber ins neue Jahr.

IMG_20141231_135533 TowerbridgeBild: Lego-Towerbridge, am Weihnachtstag
von meinem 8-jährigen Sohn alleine zusammengebaut.

Keine Mails mehr möglich

Liebe Leser!

Heute wende ich mich in eigener Sache an Euch. Ich habe mich mehr und mehr weiterentwickelt und inzwischen geht es mir so, wie vielen Anderen auch, schon vor mir.

Es hat mir bisher immer viel Spaß gemacht, auf Eure Anfragen via Email zu antworten, so manche Mailfreundschaft hat sich dadurch entwickelt, nette persönliche Kontakte und sogar Freunde habe ich dadurch in meiner nächsten Wohngegend gewonnen. Das hätte ich ohne meinen Blog und dem Forum Bastelstube nie erreicht und darauf bin ich heute noch stolz.

ABER:
Mein Blog wird inzwischen täglich! von über 2000 Lesern besucht, davon sind 500 Leser täglich überhaupt das Erstemal auf meiner Seite (völlig neu bedeutet, dass sie in den letzten 4 Wochen nicht hier waren). Ihr könnt Euch vorstellen, dass die Zahl der Mails und Anfragen an mich inzwischen ins Unermessliche steigt und ich das alleine nicht mehr schaffe. Meine Sekretärin motzt auch schon und sie ist eigentlich nicht dafür da, meine Diktate für den Blog zu tippen. Daher ist es nun Zeit, Abschied vom Mailschreiben zu nehmen.

Neben den vielen netten Anfragen gibt es fast noch einmal soviele „Blutsauger“, die eigentlich nur zu faul sind, um meine Beiträge zu lesen. Der Grund, warum ich überhaupt einen Blog gegründet hatte, war ja, denen zu helfen, die genauso Wissen suchen, wie ich damals, als ich anfing. Somit sind Mails ja nur für einen Einzigen hilfreich und für alle Anderen kontraproduktiv.  Es gibt auch Leser, die fordern ziemlich konkret, was ich alles für sie tun solle. Ich finde das ziemlich hart. Das geht soweit, das man von mir z.B. gratis Bauteile angefertigt haben möchte, oder wenn schon gegen Geld, dann höchstens gegen Selbstkostenersatz. Meine Werkstatt steht inzwischen wegen Zeitmangel schon mehrheitlich still und meine Familie spürt diesen Leistungsdruck auch bereits.

Ich habe für mich selbst nun lange gesucht, wohin ich mich entwickeln will und es dürfte immer mehr in den Echtdampf-Lokomotivenbau gehen. Das geht aber nur, wenn ich den Kopf frei habe, und nicht endgültig, für immer und ewig, als Berater, Mediator und Beichtvater für fräsenbauwillige Blogleser enden will. Für alte Stammleser, gute Freunde, und auch echt gute Angebote behalte ich mir vor, Euch weiterhin zu antworten.

Ansonsten gilt ab sofort:

  1. Die im Impressum angeführte Mailadresse ist zwar aus rechtlichen Gründen notwendig, Mails dorthin werden aber von mir nicht mehr beantwortet.
  2. Beiträge im Blog wird es natürlich weiterhin geben, allerdings seltener und dafür noch liebevoller.
  3. Wer mich erreichen will und Fragen hat, kann das in der Bastelstube tun. Wer sich dort noch registrieren muss, kann das mit diesem meinen Referenzlink hier erledigen, damit ich weiß, dass Ihr von hier kommt.

Vielen Dank, Heini

Versand(un-)logik von conrad.at

Als „Meinung zum Tag“ kann man diesen Beitrag getrost veröffentlichen – wiewohl wir inzwischen Ärgeres gewohnt sind und uns so eine lapidare Meldung nicht mehr einfach vom Hocker reisst. Ich will es aber trotzdem versuchen. Für den Umbau meiner Drehmaschine auf Frequenzumrichter benötige ich allerlei Material, und zwar nicht irgendwelches, sondern genau das Richtige. Da Wien ja bekanntlich shoppingmässig auf dem Niveau von Bagdad liegt, blieb mangels Lagervorrats von Conrad Stadlau und Vösendorf wieder nur mehr der Versandhandel übrig. Also hatte ich einen grünen und einen roten Taster, der grüne mit Einschaltschutz, bei Conrad.at bestellt, das Porto war mit € 5,95 sogar günstig.

Nicht besonders schlau fand ich den Umstand, dass Conrad beschloß, mir zunächst den lieferbaren roten Taster zu schicken und den grünen Taster später nachzuliefern. Da es nicht auf meine Kosten geschah, war das aber weiter nicht schlimm. Jedoch noch weniger schlau fand ich, wie sorglos die Ressourcen weiterhin verschwendet werden.

Achtung Zynismus:

Wie man am Fotos sehen kann, passt der riesige Schalter ja fast nicht mehr in die kleine Schachtel!

IMG_1498 (Medium)

 

Schludrige Firmen – traurig,traurig

Wer mich kennt, weiß ja, daß ich oft über mangelnde Einkaufsmöglichkeiten in Wien und Umgebung erzähle. Da gibts Großhändler, die vor Arroganz strotzen und uns „Kleine“ gnadenhalber zu Apothekerpreisen bedienen, dann noch die Detailhändler, deren Warensortiment entweder Baumarktniveu hat, oder wieder zu utopischen Preisen verkaufen. Weite und kostenintensive An- und Abreise verstehen sich natürlich von selbst. Somit erwähne ich gerne und oft, dass mir die deutschen Powerseller auf Ebay lieber sind und ich durchwegs positive Erfahrungen mache. Qualiät wie beschrieben, prompte Lieferung un traumhaft günstig, der Paketdienst kostet zwar, ist aber billiger als meine Fahrtkosten und oft sinnlos investierte Zeit. In dieser Woche ist mir dazu ein besonders negatives Beispiel eines Wiener Händlers widerfahren, davon möchte ich Euch berichten:

Wie ich schon in meinem damaligen Blogbeitrag berichtet hatte, bin ich auf Grund einer Anregung eines Freundes am 7. Jänner 2013 nach Wien 21 gepilgert, um mir das im Onlineshop als „lagernd“ aufscheinende Buch „Drehen und Fräsen im Modellbau“ von T. Wallroth zu kaufen. Schon damals war ich leicht frustriert und ohne Buch heimgekehrt. Diese Woche wurde ich vom erwähnten Modellbaugeschäft „Hobbyfactory“ angerufen und mir mitgeteilt, mein bestelltes Buch sei da! Ich konnte nicht anders und fragte, ob das jetzt ein Scherz sei oder ob wir gemeinsam traurig sein sollten: Die Bestellung dauerte vom 7. Jänner – 16. April 2013, also fast dreieinhalb Monate – dazu erübrigt sich eigentlich jeglicher Kommentar? Detail am Rande: Amazon lieferte mir das gewünschte Buch damals innerhalb von 2 Tagen, aber aus Deutschland!

Leute, haltet die Augen auf, was und wo Ihr einkauft. Dazu soll Euch auch meine neue Einkaufsliste (oben im Blog) dienen – Anregungen und gute Einkaufsadressen von Euch sind wie immer willkommen.

DOMAIN übersiedelt

Hoffentlich von Euch unbemerkt, habe ich die letzten zwei Tage damit verbracht, meine italienische Domain zu einem anderen Domain-Registrar zu übersiedeln. Gerade bei IT-Domains ist die Preisspanne sehr hoch. Mein Webspace-Provider könnte mir das auf Selbstkostenbasis nicht unter € 125,00 jährlich anbieten. Nun bin ich in Südtirol fündig geworden (achja, die gehören ja nicht mehr zu Österreich) und dank EU-Mitgliedschaft war alles sehr angenehm – die Domain kostet mich ohne NameServer (die liegen beim Webspaceprovider) monatlich ca. € 1,00. Ursprünglich wollte ich eine deutsche Domain, doch die deutsche DENIC kann sich mit ihren restriktiven Bedingungen (Wohnsitz in Deutschland) diese sonst wo reinschieben. Die EU gilt halt doch nicht überall. Was hat sich geändert: Hoffentlich nichts. Die Artikel und die Fotos sollten unverändert perfekt erscheinen. Sämtliche Links habe ich automatisiert mit einem Tool direkt in der SQL-Datenbank ausgetauscht (etwa 300 Links …). Für meine Mailadressen war die Übersiedlung schon schwieriger. Etwa 30 Stück in Outlook 2010 umzukonfigurieren, naja, Outlook ist nach wie vor ein schreckliches Programm. Ich werde mir wohl oder übel bald etwas suchen, das für unsere europäischen Verhältnisse von der Bedieung her „normal“ ist.

Gruß, Heini

Messestand Fa. Hoefler Elektronik – Eine Nachricht an meine beiden Gesprächspartner von heute Samstag – Wunderwelt Modellbau in Sankt Pölten

Wunderwelt Modellbau

Liebe Gesprächspartner (Ihr beide, die mit dem Mach3-Thema) von heute beim Stand von Fa. Hoefler:

Ich musste Euch leider rasch versetzen und flüchten. Sohnemann ist noch nicht ganz gesund geworden und ich habe daher den Messebesuch abrupt abgebrochen.Wenn Ihr mit mir Kontakt halten wollt, wisst Ihr ja aus dem Impressum meines Blogs, wo Ihr mich findet. Morgen bietet sich übrigens nochmals eine Gelegenheit, weil ich nochmals hingehen werde. Gleichzeitig soll dieser Text eine Nachricht an alle meine Blogleser sein:

Die Wunderwelt Modellbau ist kein Vergleich mit der Wiener Modellbaumesse. Sie ist

einfach besser
einfach günstiger
es ist einfach mehr los
sie ist einfach professioneller
sie ist einfach familienfreundlicher
sie ist einfach interessanter

Einige Beispiele:

Parken gibts direkt am Messegelände gratis, die Garderobe ist mehr als die Hälfte billiger als in Wien. Es gibt viele „lebende“ Ausstellungen, Showbasteln und besonders viele Möglichkeiten für Kontaktpflege. Man findet bessere und mehr Modelle, egal ob Flugzeuge, Boote oder Kraftfahrzeuge. Ich empfehle Euch, schaut Euch die Wunderwelt-Messe morgen Sonntag noch schnell an, es ist der letzte Messetag. Mir hat es so gut gefallen, dass ich morgen wieder komme. Ich werde gleich um 09:00h dort sein, da ist noch mehr Zeit zum Reden. Also, vielleicht sehen wir uns?

Empirisches Vorgehen

Heute habe ich in meinen 2 philosophischen Minuten nach dem Frühstück überlegt, wo ich mich hobbymässig grundsätzlich einordnen möchte und habe mich dabei als etwas eigenartig erkannt:

Ich meide, seit ich werken kann, Tabellen, Regeln, Formelbücher, vermeide Drehmomentschlüssel und sonstiges Zeugs. Trotzdem gelingt es mir beispielsweise, Zahnriemen ohne Seed-Messgerät zu spannen, Kurbelwellen und Kolben bei PKWs ohne Anleitungen zu tauschen, indem ich meine Sinne wie hören, sehen, riechen (ja, auch das!), fühlen, manchmal sogar schmecken, einsetze. Mein Fluglehrer hatte mich immer gemaßregelt, weil ich minutenlang nicht aus dem Fenster schaute, fasziniert vom Gefühl im Hintern, den Instrumenten und dem gleichmässigen Brummen des Lycomings.

Grundsätzlich habe ich daher auch zum Fräsen einen anderen Zugang, als alles in Tabellen zu suchen. Ich „fühle“ das Material halt irgendwie. Manchmal kostet das halt noch ein wenig Rohmaterial in einem Reststück, bis ich mit den Einstellungen wie Vorschub, Drehzahl, Zustellung und Fräserwahl zufrieden bin. Andere werden mich dafür belächeln, aber als Pragmatiker habe ich oft schon Ergebnisse, wo andere noch recherchieren. Ich gebe aber zu, dass es für mich fast lebenswichtig ist, viel zu lesen, zu Schauen und zu beobachten. Ich liebe Praxisseiten wie die „Grundlagen der Metallverarbeitung“ in der Zerspanungsbude oder in der Bastelstube, zernage mich an den Details so mancher Userfotos und kenne fast jedes Youtube auswendig.

Das Handbuch für die gute Ehefrau

Wie haben denn unsere Vorgänger funktioniert??? Manchmal habe ich das so meine Zweifel am Respekt vor der letzten Generation
(© Housekeeping Monthly, 1955)

Das Handbuch für die gute Ehefrau-thumb

In einer Familie zählen nur die Bedürfnisse von einem einzigen, und das ist der Ehemann – jedenfalls wenn es nach der britischen Zeitschrift “Housekeeping Monthly“ geht, die in ihrer Ausgabe vom 13. Mai 1955 zusammenfasst, wie eine gute Ehefrau sich ihrem Mann gegenüber zu betragen hat und damit gleichzeitig ein düster-skurriles Sittenbild von Partnerschaft in den 50er Jahren zeichnet:

Verwöhne IHN!

Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.

Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen.

Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.

Das traute Heim

Ehefrau 1

Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

Räumen Sie Schulbücher, Spielsachen, Papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.

Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre „kleinen Schätze“ und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.

Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.

Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.

Opfere dich auf – ER ist der Chef!

Ehefrau 2

Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen – und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.

Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.

Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.

Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.

Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.

Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.

Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist.

Wehrpflicht

Ich sags gleich, obwohl ich meistens konservativ und manchmal sozialdemokratisch funktioniere, habe ich heute gegen die Wehrpflicht und für ein freiwilliges Sozialjahr gestimmt. Was mich miese stimmt, ist, dass die Österreicher bis 30 Jahren meiner Meinung waren und die UHUs (unter Hundert, also über 50 Jahre) für die Wehrpflicht. Denen täte ich vergönnen, dass sie nochmals 6 Monate in diese österreichischen Kasernen gesteckt werden.Das ist irgendwie negativ-geil, dass alle jene hingerannt sind, die nicht mehr betroffen sind. Wenn Eltern von Kindern hingehen, ok, aber die Uhus hätten meiner Meinung kein Stimmrecht haben dürfen.

Leider musste ich in feststellen, dass die Zeit des Präsenzdienstes noch genauso menschenverachtend und sinnbefreit ist, wie sie zu meiner Zeit vor mehr als 30 Jahren war. Klar wäre mir lieber, wenn man diesen verkommenen Haufen RAL-Grün auf moderne Füsse stellen könnte, auf Füsse, auf die wir und unsere Jungen stolz sein könnten. Aber unsere dämlichen Politiker, ob rot oder schwarz, schaffen es ja nicht einmal, sich selbst zu bedienen, ohne dabei erwischt zu werden. Somit werde ich für ein Profiheer stimmen.

EU-Wehrpflicht (Small)

Forentrolle und Dampfplauderer

Die Profis

Was für einen Metaller-Profi selbstverständlich ist, ist bei uns Amateuren aufputschend und begeisternd. Auch am Montag bei Martin war das ein Thema. Er meinte sinngemäß „Vergiss die ganzen Foren“, da sind viele Trolle und Dampfplauderer“. Er schaute aber schon ein wenig, als ich ihn fragte, woher er denn sein Wissen habe. Naja, „das sei sein Beruf“ und er bekam eine anständige Ausbildung. Ich bin in meinem Beruf auch perfekt. Aber bei CNC bin ich Autodidakt, das Internet ist 80% meiner Wissensquelle, der Rest kommt aus Büchern. Wie schwierig muss es für Autodidakten früher gewesen sein, rasch und einfach an aktuelle Informationen oder Wissen ranzukommen. Alleine schon die Material- und Werkzeugbeschaffung muss ein Horror gewesen sein?

Die Forentrolle

Ich gehöre sicher nicht zur Hundertstelmillimeter-Fraktion und in diversen CNC-Foren, allen voran in Peters CNC-Ecke, wird immens viel aufschnitten und geprotzt. Dort geht Tonnage vielfach vor Hirn. Doch kaum eine unserer Selbstbaufräsen kommt auf mehr als 1/10mm, da reden die von Passungen usw., das geht nicht einmal mit den üblichen Tischfräsen, geschweige denn mit einer Portalfräse, davon bin ich überzeugt. Ist im Modellbau auch völlig fehl am Platz und wer dafür eine Portalfräse bauen würde, wäre ohnehin schlecht beraten. Und ganz ehrlich: Die ganzen 200kg Aluminiummonster, mit Kastenportalen etc. sind für unsere Zwecke voll für die Katz. Da stehen Aufwand und Kosten in keiner Relation mit der sehr geringfügigen Verbesserung der Genauigkeit. Wenn schon, dann Stahl, zB. Aurachers GP10050, aber mit Linearführungen. Schaut Euch einmal diese selbstverliebten, verlogenen Szenegötter genauer an: Keiner traut sich, den CNC-Gott Selig zu kritisieren, obwohl gerade seine auch im Buch bekannte Portalmaschine nach der gängigen Forendiktion der CNC-Ecke unter „Totalschrott“ fallen müsste. Leichtbauweise, offene, nicht gestützte Stahlführungen, unnötiger Zahnriemenantrieb an der Z-Achse, schlechte unstabile Konstruktion, Summierung der Fehler der einzelnen Achsen auf ein Vielfaches. Und trotz dieser genialen Besserwisser macht Herr Selig Sachen, die werden diese Typen nie zusammenbringen – und trotz deren theoretischen Könnens schaffen sie es nicht einmal, eine eigene Fräse zu bauen. Wenn sie jemand danach konkret fragt, sind sie plötzlich für mehrere Tage offline und die Antwort bleibt aus …