NotAus-Pilz zerlegen

Diesen Notaus-Pilz gibt es wohl in der ganzen Welt, auf Aliexpress hier um ganze € 3,68, Gratisversand , der ist in Deutschland selten unter € 29,00 bis 25,00 samt Porto zu bekommen.

Zur Qualität: Sehr gut, keinerlei Mängel, guter Kunststoff, Maßhaltigkeit der einzelnen Lieferungen immer identisch – sehr gut zu verwenden für unsere CNC-Fräsen, zuverlässig in der Bedienung.

NotAus-Pilz

NotAus-Pilz

Irgendwann einmal musst ich diesen zerlegen, weil für meine neue Sondermaschine das Gehäuse obsolet wurde und ich nur den roten Kopf samt Innenleben benötigte. Das Zerlegen geht ganz leicht, wenn man erst einmal weiß, wie es geht. Hier eine Bilderanleitung, ganz textfrei, für Euch.

Ansicht, wenn der hintere Deckel runtergenommen wird

2 Schrauben lösen und die beiden Schalter gehen runter

ein kaum sehbarer, winziger Clip. Den mit einem kleinen Schraubendreher ein bisschen wegdrücken und man kommt näher ans Innenleben heran

So also sieht es aus, wenn man alles zerlegt hat…

… wieder zusammenbauen. Einfach die Teile reinstecken und die große runde Kunststoffschraube anziehen, den schwarzen Deckel wieder anclipsen.

die Montage vom roten Pilz, in dieser Reihenfolge

jetzt noch die beiden schwarzen Schalter anschrauben. Die müssen richtig, wie im Bild,draufgesteckt werden.

Über Sinn und Unsinn einer Mini-Drehbank

von Jörg Eiberger

Drehteile herzustellen ist eine faszinierende Tätigkeit. Der Werkstoff kann selbst bestimmt werden und man kann Bauteile direkt nach seinen Vorstellungen und Toleranzen fertigen, ohne dabei vom Angebot des Marktes abhängig zu sein.

Wer selber gerne Drehteile fertigen möchte, steht in der Regel aber vor einer finanziellen Herausforderung. Große Drehbänke von Markenherstellern bewegen sich oftmals preislich auf einem Niveau mit einem gebrauchten Kleinwagen. Wer nur ein paar Drehteile benötigt, Drehen lediglich als Hobby betreibt oder auch nur einmal hineinschnuppern möchte, für den ist diese preisliche Größenordnung selbstverständlich viel zu hoch.

01-handradeigenbau-am-bettschlitten-von-walter

Hobbydrehbank Wabeco (Bildquelle: Walter, Bastelstube)

Abhilfe schafft in diesem Fall eine Mini-Drehbank. Bei diesen Modellen handelt es sich einfach um kleinere Ableger der wuchtigen Metallbearbeitungsgeräte. Jene Drehbänke messen für gewöhnlich unter einem Meter in der Länge sowie etwa um 50 cm in Höhe und Breite. Sie sind fast ausschließlich ohne Gestell in Ausführung als Tischdrehbank erhältlich und ihr Gewicht variiert zwischen wenigen Kilo bis etwa 50 Kg.
Die Spitzenweite einer Mini-Drehbank beträgt meist nicht mehr als 300 mm und die Motorisierung entspricht der Größe. Oftmals beträgt die Leistung des Motors grob zwischen 250 bis 750 Watt.

Nachteile

Fast alle Mini-Drehbänke werden heutzutage wegen der geringen Fertigungskosten in Fernost hergestellt. Das muss zwar nicht zwangsläufig für minderwertige Qualität stehen, in der Praxis zeigen sich aber von Zeit zu Zeit Schwächen der Modelle. Da die Fertigungstoleranzen dort wohl etwas legerer betrachtet werden, gibt es immer wieder Maschinen, welche bereits von Haus aus erhebliche Mängel aufweisen. Neben teils hohem Spiel der Führungen geht dies unter anderem so weit, dass sogar das Maschinenbett verzogen sein kann. Dass sich mit solch einer Drehbank kaum etwas Maßhaltiges fertigen lässt dürfte klar sein.
Darüber hinaus limitieren selbstverständlich auch Spitzenweite und -höhe die Möglichkeiten.

Schwarwis Paulimot

Minidrehbank Paulimot (Bildquelle: Wilfried, Bastelstube)

Haltbarkeit

Aber auch in der Ausführung des Produktes merkt man den Maschinchen teils die, na ja, sagen wir mal wirtschaftliche Herstellung an. So finden sich an vielen Mini-Drehbänken aus Fernost Handräder aus Plastik wieder, was mit der Zeit natürlich ermüdet und nachgibt. Doch als ob das nicht schon reichen würde, ist teils noch mehr Plastik an deutlich wichtigeren Stellen verbaut. Viele Hersteller konstruieren ihre Maschinen so, dass für das Wechseln der Drehgeschwindigkeit Zahnräder im Getriebe getauscht werden müssen. Dies ist zwar meiner Ansicht nach etwas umständlich aber ansonsten nicht weiter schlimm. Schlimm ist allerdings, dass jene Zahnräder nicht selten ebenfalls aus Plastik bestehen.
Für eine kurze Nutzdauer mag dies in Ordnung sein, doch wer plant, die Mini-Drehbank regelmäßig über mehrere Jahre hinweg zu betreiben trägt ein Risiko. In diesem Fall läuft man Gefahr, dass wenn man Pech hat, eines Tages die Spindeldrehzahl rapide abzusinken beginnt. Bei Öffnen der Getriebeabdeckung fallen einem dann jede Menge kleiner Plastikabrieb entgegen und die einst gezackten Räder sind nun beinahe rund.

Werkstoffbearbeitung

Doch von einzelnen Material- und Fertigungsschwächen abgesehen bieten Mini-Drehbänke noch eine weitere elementare Schwäche. Die Motorleistung ist meist viel zu gering um härtere Werkstoffe wie Edelstahl zu schneiden. Doch auch schon bei herkömmlichem Baustahl kann meist nur minimal Span abgenommen werden. Ansonsten fangen bei vielen Maschinen an die Meißel zu springen und es entstehen unschöne Rattermarken. Somit ist also nur ein sehr gemächlicher Materialabtrag möglich, wodurch die Fertigung teils sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Sowohl die geringe Motorleistung als auch das geringe Gewicht der Maschinen lassen oft einfach keine andere Wahl.

Wabeco, Schnellwechselhalter und Vierbackenfutter

Präzision mit Kleindrehmaschinen (Bildquelle: Walter, Bastelstube)

Präzision

Wie bereits erwähnt, wiegen Mini-Drehbänke selten wesentlich mehr als 50 Kilo. In Kombination mit teils großem Spiel der Führungen kann dies besonders bei härteren Werkstoffen schnell auf Kosten der Präzision und der Haltbarkeit gehen. Dieser Nachteil ist aber teil einfach bauartbedingt.

Vorteile

Natürlich sind nicht alle Mini-Drehbänke von Grund auf schlecht und zu nichts zu gebrachen. Je nach Hersteller finden sich auch durchaus brauchbare Modelle.

Größe

Die Größe ist auch einer der bedeutendsten Vorteile einer Mini-Drehbank. Zwar limitiert diese den Umfang der zu bearbeitenden Werkstücke, die kompakten Maschinen lassen sich jedoch auch alleine ohne größeren Aufwand bewegen. So passen sie in jede Hobbywerkstatt und sollte der Platz doch einmal für etwas anderes benötigt werden, kann die Drehbank im Handumdrehen anderswo verstaut werden.
Davon abgesehen eignen sich solche Modelle, entsprechende Präzision vorausgesetzt, auch bestens für das Drehen kleinerer Werkstücke. Wer beispielsweise fast ausschließlich kleine Zapfen, Schrauben oder Ähnliches benötigt, ist mit einer Mini-Drehbank in der Regel besser beraten als mit einem großen Gerät.

Preis

Parallel zur Größe gestaltet sich auch der Preis deutlich geringer als bei einer „richtigen“ Drehbank. So sind die kleinen Maschinchen schon ab etwa 400 Euro zu erstehen. Das ist zwar immer noch eine stattliche Summe, doch weitaus weniger als ein vierstelliger Betrag. Somit sind Mini-Drehbänke diesbezüglich sehr attraktiv, vor allem für Neulinge und Leute, die nur selten kompakte Drehteile benötigen.

Einstieg ins Drehen

Aufgrund des geringen Preises und der ebenso geringen Größe bieten Mini-Drehbänke eine perfekte Gelegenheit für Interessierte in die Welt des Drehens einzutauchen. Die handlichen Geräte sind bestens dafür geeignet erste Erfahrungen zu sammeln und sich mit dieser Form der Metallbearbeitung vertraut zu machen.
Des Weiteren können sie leicht umgebaut und modifiziert werden, sozusagen der Traum eines jeden passionierten Bastlers.

Fazit Mini-Drehbank

Auch wenn der Großteil der Maschinen aus Asien kommt, so sind nicht alle schlecht. Vor dem Kauf sollte man gegebenenfalls Erkundigungen über das auserkorene Modell einholen und sich mit der Materie auseinandersetzten. Einige Modelle habe ich für euch auf meiner Seite drehbank.co verglichen, hier kommt ihr direkt zum Beitrag.

Neben dem eigentlichen Gerät hängt es auch sehr stark vom geplanten Verwendungszweck ab, ob die Anschaffung einer Mini-Drehbank eine lohnenswerte ist. Wer gedenkt hauptsächlich weichere Werkstoffe wie Messing oder Aluminium zu bearbeiten, der ist mit einer qualitativen Maschine sicher bestens beraten. Wer hingegen vorhat überwiegend Drehteile aus Stahl oder gar Edelstahl zu fertigen, der sollte sich dies zweimal überlegen.

Wenn man sich darüber im Klaren ist, was man fertigen möchte und eine vernünftige Mini-Drehbank in Aussicht hat, der ist mit einer solchen gut aufgehoben.

Gleiches gilt für Anfänger und Gelegenheitsdreher. Mit einer hochwertigen Mini-Drehbank kann man jede Menge Spaß haben sowie wertvolle Eindrücke und Lektionen sammeln, ohne gleich mehrere Tausend Euro investieren zu müssen.

Rear Toolpost Holder – Abstechen leicht gemacht

Rear Toolpost Holder – Ein zweiter Halter fürs Überkopfabstechen. Einfach, nie mehr umspannen müssen. Für kleine Maschinen mit besseren Ergebnissen.

Ich müsste 100 Sachen gleichzeitig beginnen, um die wichtigsten, oder schon begonnenen, aber nur halbfertigen Projekte endlich abzuschliessen. Vor einigen Taqen erst fand ich in unserer Bastelstube (Registrierung geht ganz einfach, hier mit meinem Link als Mod) durch Zufall den Bericht über den hinteren Abstechhalter vom Rudi (User „Katerleo“) und war derart angetan, dass ich sogleich Hilde Eders alte Schrottreste in die MB4 spannte.

Der gekaufte schwarze Halter für mein Iscar-2,2mm Schwert liegt schon lange unbenutzt hier herum, unbenutzt deswegen, weil er zu groß für meinen (RC-Machines-) RCWXN-Schnellwechselhalter war und ich ihn daher nicht verwenden konnte – eigentlich schade darum, ich hätte ihn schon oft benötigt. Ich hatte also die Wahl, diesen anzupassen, oder gleich einen vernünftigen Halter fürs beliebte Überkopf-Abstechen herzustellen. Zweiteres war mir lieber und der Spaßfaktor an diesem Wochenende war hundert Prozent. Schade, dass ich bald wieder Arbeiten gehen muss, die Werkstatt taugt mir einfach mehr Biggrins

Zur Herstellung ein paar Eckdaten:

Mit dem 50mm Messerkopf (mit SEHT-Platten für Stahl) habe ich das wesentliche, schöne Innere aus dem Alteisen von Hilde Eder (Schrottplatz Tulln) rausgeholt und danach habe ich noch die Oberfläche mangels eines Flycutters (der steht noch auf der ToDo-Liste) mit dem Ausdrehkopf schön gemacht. Ich war ganz erstaunt, dass mir beide Stahlblöcke, sowohl der obere, als auch der untere, horizontale Block auf 1/100mm genau gelungen sind, egal, wo ich messe. Der untere Block war übrigens aus irgendeinem mistigen Material – kaum rostend, dafür aber rasch selbsthärtend (der Zentrierbohrer genügte dazu bereits) – das ist halt der Nachteil, wenn man nicht genau weiß, was einem der Schrotti anbietet.

Dabei habe ich mich nicht einmal sonderlich angestrengt – meine MB4 ist für meine Verhältisse erstaunlich genau – ich bin da wirklich verliebt in meine Chinesin.

Zwei Sachen gibt es, die mir die Arbeit wesentlich angenehmer gestalteten:

  1. Das Siton-Glasmesssystem – damit ist das Koordinatenbohren eine wahre Freude
  2. Der Antriebsmotor für die sehr schwere Z-Achse – dafür bin ich Hans (User „Johanns“) unendlich dankbar. Das Arbeiten damit ist ein wirklicher Spaßfaktor und man braucht das für jeden Werkzeugwechsel – die elektrische Kurblerei der Z-Achse konnte ich damit sehr geniessen.

Hier ein paar Bilder – der Rear Toolpost Holder gefällt mir, obwohl ich ihn noch nicht probiert habe. Abstechen werde ich nämlich erst in den nächsten Tagen, denn jetzt kommt Halloween und die Kinder freuen sich schon drauf – ich mich auch, aber mehr auf die damit verbundenen Heurigenbesuche in der Gegend 🙂

Rear Toolpost Holder 07

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder

Messerkopf 01

Rear Toolpost Holder

Messerkopf 02

Rear Toolpost Holder

Messerkopf 03

Rear Toolpost Holder

rausgehobelter Quader 01

Rear Toolpost Holder

Rausgehobelter Quader 02

Rear Toolpost Holder

rausgehobelter Quader 03

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 01

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 02

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 03

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 04

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 05

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 06

Rear Toolpost Holder 07

 

Profi-drehbank.de

Besitzer von Drehmaschinen, auch Drehbänke genannt, werden ja immer mehr, und so habe auch ich mir schon vor einiger Zeit eine Hobbydrehbank angeschafft. Es ist anfangs eine harte Zeit, die vielen Fachbegriffe zu lernen und die Maschine richtig zu bedienen. Reitstock, Hauptspindel, Spindelstock, Leitspindel, Bettschlitten, Planschlitten, Kreuzschlitten, … und was weiß ich noch was alles?

Nach einiger Zeit ist es allerdings genauso wie bei unseren CNC-Fräsern – plötzlich erscheint das alles sonnenklar, so, als hätte es nie etwas anderes gegeben – um Euch aber die schlaflosen Nächte, die Ihr ja noch vom Fräsenbauen her kennt, zu versüßen, möchte ich Euch heute eine gute Webseite vorstellen, bei der es ums Drehen, insbesondere für Einsteiger, geht – die Webseite nennt sich

profi-drehbank.de:

Hobby Drehbank

Neben den vielen Begriffen ums Drehen und den Einzelteilen der Drehmaschine findet Ihr dort Sicherheitshinweise, Literaturempfehlungen, Videos, Anleitungen, Tabellen und allerlei andere gute Sachen, die Euch als Einsteiger sehr helfen werden. Notwendiges Zubehör wird ebenso erläutert, ohne dieses geht auch beim Drehen so gut wie nichts. Bearbeitungstechniken, richtiges Messen, die geeigneten Messwerkzeuge dazu, und vieles Anderes findet Ihr dort. Die Inhalte werden laufend mehr.

Jan Bukowski ist einer von uns, ein Werkstattfreund. Sein Webauftritt ist eine tolle Seite, die inhaltlich und auch optisch gut gemacht ist – das gefällt mir!

Tuning des Planschlittens und des Oberschlittens

Letzte Woche habe ich mich wieder mal über den Planschlitten meiner Bernardo geärgert. Wie vom ersten Tag an war es ein einziges Ruckeln, schleifen, sowie immer leichtes Blockieren  und mein Haarlineal hat Grausiges zu Tage gebracht. Das Schaben der Chinesen mit der Flex hat einige Zehntel Millimeter an Buckelpiste ausgemacht, die „Tragfläche“ war gar keine und bestand aus lediglich 4 Tragpunkten, nämlich die 4 Außenecken, max. jeweils 3x3mm groß. Der Oberschlitten wiederum war zwar auch recht rauh, aber eher noch annehmbar plan. Aber gut beweglich war auch er nicht, die Lauffläche sah aus, wie die einer Feile mit symmetrischen, halbrunden Kerben. Auf den vielen Youtubes war ich den englischen Lathes immer recht neidig, wie leicht dort, z.B. Bei einer MyFord der Planschlitten kurbeln ging.

Da ich mich an die erfolgreichen Flachschabeversuche meines Bastelfreundes Franz aus Absdorf (siehe hier in der CNC-Ecke, Anmeldung ist zum Lesen erforderlich) erinnerte, mir das aber Andererseits nicht antun wollte, nahm ich einfach meinen Original-Hofer Supermarkt-Diamantschleifklotz (der Große mit den vier bunten Seiten, rot, gelb, lila, grün) und 6 Stunden meiner Zeit. Danach bin ich weitere 30 Minuten lang mit meinem Läppstein, den ich noch vom Düsennadelschleifen meiner Fein-Airbrushpistole hatte, drübergegangen, dadurch stellte sich rasch eine glänzende glatte Oberfläche ein, wie ich sie von guten Schraubstöcken her kannte. Weil es so gut lief, machte ich bei der Einstellleiste nochmals dasselbe Prozedere. Die Parallelität bzw. tragenden Flächen konnte ich dort zwar nicht so gut wie beim Schwalbenschwanz prüfen, aber mit den vorhandenen Messmitteln (tuschiert habe ich mit dem Edding-Marker :-)) schaute es ok aus.

Ergebnis:

  1. Das Haarlineal zeigt seither immer unter 1/100mm, die Tragfläche beträgt nun etwa 80% und ich kurble den Planschlitten jetzt lässig mit zwei Fingern – und zwar über die ganze Länge. Die Schwalbenschwanzführung ist dabei exakt eingestellt, ohne jegliches seitliches Spiel. Vorher hatte ich übrigens auf dem ganzen Verfahrweg mindestens 3 Positionen, wo es beim Kurbeln unangenehm hakte, jetzt geht es vom Anfang durch bis zum Ende ohne merklichen Widerstand – der Schlitten „schwebt“ förmlich am eingeölten Bett des Schwalbenschwanzes. Die Einstellschrauben kann ich fortan auch richtig einstellen, die ideale Position ist nun rasch und einfach erkennbar. Vorher war das mühsam und schwammig, das Einstellen der einzelnen Schrauben veränderte früher immer auch die schon eingestellten anderen Schrauben, es war damals also immer eher ein „Annähern“ an halbwegs vernünftige Werte – entweder hatte es vorne gezwickt, oder hinten, oder der Planschlitten hatte seitliches Spiel . Damit ist es nun vorbei!Noch mehr wollte ich nicht erreichen, das es ohnehin schon gut geht und die restlichen Chinaspuren der Flex betrachte ich als „Öltaschen“ – das scheint sogar wirklich so zu sein, sie verteilen das Öl recht gleichmässig auf die planen Führungsflächen.Auch der Oberschlitten hat jetzt eine viel bessere Bewegung, mein damaliger Kugellagerumbau bringt erst jetzt so richtig viel…
  2. Mit diesem Erfolg, trotz bescheidenem Mitteleinsatz, habe ich gar nicht gerechnet, vielleicht hatte ich einfach auch nur Glück.

So, jetzt bin ich wieder faul, nur nix überstürzen!

Ich hoffe, Euch, liebe Leser, ggeht’s enauso,
Gruß, Heini

EDIT 12.01.2015:
Auf Grund eines Wunsches eines Lesers zeige ich hier ein Beispielfoto meines Diamantschleifblocks: – dieser ist in einer schwarzen Kunststoffbox. Wenn man ihn rausnimmt, hat er bunte Seiten, jede Seite hat eine andere Feinheit. Diesen Block gibt es derzeit im LIDL-Onlineshop um ganze € 5,99

 

diamantschaerfer_schleifblock

 

 

Bremswiderstand – wie berechnet man die richtigen Werte

Angeregt durch eine Anfrage in einem Nachbarforum hatte ich eine Antwort verfasst, die viel länger wurde, als ursprünglich von mir geplant. Da das Thema von allgemeinem Interesse sein könnte, stelle ich es auch hier in meinen Blog.

Die Frage eines Lesers:
Gibt es in deinem Link auch einen Widerstand für den 2,2 KW FU (Hyanyang) der original bei der Chinaspindel dabei ist ?Ich blick da nicht durch!

Bremswiderstand 150W  100 Ohm

Also für den Hyunyang weiß ich jetzt die genauen Daten nicht. Daher ergänze ich die Threadanfrage mit ein paar grundsätzlichen Infos, denn der gewünschte oder notwendige Bremswiderstand lässt sich auch errechnen. Allerdings ist das nicht pauschal zu sagen. Es hängt halt schon sehr von den gewünschten Effekten und den vorhandenen Massen ab. Eine Maschine mit hoher kinetischer Energie wird eine andere Bremse brauchen, als zB. eine ähnliche Maschine mit gleich starkem Motor, aber weniger bewegter Masse – es braucht ja lediglich ein größeres, schwereres Backenfutter montiert sein, schon ist die kinetische Energie anders. Falls diese (wie meistens) nicht bekannt ist, wird angenähert:

weiterlesen

Meine roten und grünen Taster – wo kann man die kaufen

Mich erreichen gelegentlich Anfragen, wo man denn diese Taster, kaufen könne, die ich auf meiner Drehmaschine eingebaut habe. Gemeint sind die beiden Taster, die ich hier in diesem Artikel beschrieben habe. Es sind die beiden runden Taster, wobei der Grüne einen Berührungschutz (silberner Ring außen) hat, und der Rote keinen hat (haben darf), damit man ihn problemlos sofort betätigen kann.

 

Fertig - Motorhaube offen 01 (Small)

Die Schalter könnt Ihr bei Conrad kaufen oder in China. In China sind es Schalter von Schneider-Telemechanique, Conrad hat „Baco“-Schalter.

Conrad:

Artikelnummer 705559 BACO Drucktaster flach tastend 600 V 10 A L21AA02A Frontring verchromt Grün, 1 Stück € 10,95 zuzüglich Versandkosten
Artikelnummer 705728 BACO Drucktaster hoch 600 V 10 A L21AB01A Frontring verchromt Rot, 1 Stück € 11,95 zuzüglich Versandkosten

Conrad hatte  das damals nur auf Bestellung, bei mir dauerte es etwa 8 Tage bis zur Lieferung. Das Porto kommt zu den obigen Preisen noch hinzu.

Xin’s Store:
In China bekomm Ihr die Taster über Ebay (die Lieferzeit dauert ca. 3-4 Wochen). Xin´s Store hat die Versandkosten bereits inkludiert, Einfuhrumsatzsteuer und Zoll ist in Österreich keiner fällig (Warenwert unter € 20,00). Fürs Einkaufen benötigt man aber Paypal.

1 NO XB2-BA31 Momentary Green Flush Pushbutton, 1 Stück € 2,62 inklusive Versandkosten
1 NC BL4322 Momentary Red O Sign Projecting Pushbutton, 1 Stück € 2,84 inklusive Versandkosten

Eigenbau-Flansch für Vierbackenfutter

Achtung:
Dieser Beitrag verweist inhaltlich mehrfach auch auf interessante Bauberichte in der Bastelstube.
Dort musst Du Dich aber wegen hohem Spam- und Botaufkommen gratis registrieren – bitte verwende dazu den Link über mein persönliches Profil, damit Dich der Administrator erkennt und Dich als vertrauenswürdig einstuft (bitte dort alle Felder ausfüllen, sonst gibt es keine Freischaltung):

Heinis Registrierungslink für die Bastelstube

Es ist ja nun schon eine Weile her, als ich damals aus der Schnäppchenecke von Paulimot mit € 95,00 sehr günstig an ein 160er-Vierbackenfutter einzelverstellbar gekommen bin. Die Sommerpause hätte samt Urlaubstagen für die Montage bzw. die Herstellung eines Adapterflansches herhalten sollen, doch ist halt im Sommer alles Andere wichtiger gewesen.

Für meine Drehmaschine gibt es keinen Flansch für Vierbackenfutter zu kaufen, zumindest nicht für 160er-Futter, sondern nur für 125er. Somit war Selbermachen angesagt. Leider ist es auch nicht möglich, mit dem 125er-Dreibackenfutter das notwendige Halbzeug zu spannen, weil dieses einen Durchmesser von 160mm hat und damit zu groß ist. Einige Szenarien wären möglich gewesen, ich habe mich damals für die Variante entschieden, die ich heute vorstellen möchte. Mein Dank gebührt dabei besonders Werner (mech1), der mich als Profi in langen Emails ausführlich beraten hat. Somit ist das letztendlich positiv ausgegangen und mein Stückerl ist heute um 02:00h morgens fertig geworden. Nun wisst Ihr auch, warum ich mir Sorgen um die ‚„Sauberkeit der Werkstatt“ machte. Viele viele Späne und Schmiere müssen heute noch beseitigt werden.

Hier vorerst mal das Ergebnis, mit einer großen „wenn und aber“-Anmerkung:

Ich möchte ausdrücklich dazu sagen, dass ich Anfänger auf der Drehmaschine bin und außer ein paar Röhrchen und Merkwürdigkeiten in Baustahl (St37), Alu und Messing, sowie üben, üben, und üben kaum reale Erfahrung habe. Manches, was ich hier schreibe, mag falsch sein, Manches war sicher auch ein wenig Glück. Mein Bericht soll vorwiegend für andere Anfänger sein, denen bloß der Mut fehlt, so etwas anzugehen. Mir ist schon klar, dass die Profis unter Euch mit dem Beitrag nicht viel anfangen können.

IMG_2289 (Medium)

weiterlesen

Meine ersten selbstgeschliffenen HSS-Meißel

Schon länger geisterte in meinem Kopf herum, HSS-Drehmeissel aus Drehlingen selbst rausschleifen zu wollen. Rudi (katerleo) machte mir beim Foren-Heurigen das Thema noch ordentlich schmackhaft und Werner (mech1) meinte: „Du hast dir doch das Bohrerschleifen selbst gelernt, da gelingt Dir sicher auch das Drehmeißelschleifen“.

Inzwischen haben sich einige Drehlinge bei mir angesammelt, vom Zgonc, von Ebay und vom Schrottplatz. Heute Abend, nachdem die Kinder schlafen gegangen waren, war ein wenig Zeit, und hier sind meine ersten Ergebnisse, ein HSS-Drehstahl (10x10mm) und ein HSS-Innendrehstahl (8x8mm) – alles nach Anleitung von Allemool, und hier für den Innendrehmeissel aus dem Forum. (ANMERKUNG: Um die Beiträge lesen zu können, ist eine gratis Registrierung notwendig. Bitte verwende dafür diesen Link.

Ich war zumindest sehr erstaunt, um wieviel schöner und glatter die Schnittkanten mit diesen beiden Meißeln wurden und auch, wie schön und scheinbar mühelos der Span mit HSS abgenommen wird. Jedenfalls gefiel mir das alles besser, als mit meinen Wendeplatten – und – es machte mir einen riesen Spaß!

Hier die Fotos meiner „Erstlinge“:

IMG_2120 (Medium)

weiterlesen

Wechselstahlhalter RCWXN von RC-Machines (Teil 2)

Der bereits erfolgreiche Umbau meiner Drehmaschine auf einen Schnellwechselhalter hatte einen kleinen Schönheitsfehler. Mangels einer Standfräse hatte ich die erforderliche Zwischenplatte provisorisch aus Alu gefertigt. Die funktioniert zwar nach wie vor tadellos, nach einiger Zeit allerdings wurde sie recht unansehnlich:

08-das alte Aluteil (Medium)(durch das Verdrehen des Schnellwechselhalters bildeten sich kreisförmige Riefen)

weiterlesen

Späneschutz und Leitspindel ausbauen

Meine Drehmaschine hat einige tolle Gimmicks, die ich nicht missen möchte. Doch der sonst so tolle Späneschutz auf der Leitspindel (eine Blechfeder) bewirkt, dass ich meinen Bettschlitten nicht zur Gänze Richtung Spindelgehäuse fahren kann. Normalerweise stört das nicht, weil ja ohnehin ein Backenfutter auf die Spindelachse geschraubt ist, aber bei meinem Vorhaben, einen Futterflansch für das neue Vierbackenfutter zu drehen, werde ich das Halbzeug direkt an der Spindelachse befestigen und überdrehen. Um, wie schon gesagt, mit dem Drehmeissel bis dorthin zu kommen, musste der Späneschutz raus. Den auszubauen, ist keine Hexerei, obwohl man die Leitspindel demontieren muss. Um zu zeigen, wie das bei einer Bernardo 550WQ aufgebaut ist, habe ich ein paar Fotos davon gemacht.

1. Aufspreizen des Späneschutzes (schwarze Feder):  01 Feder mit Gabelschlüssel spreitzen (Medium)

weiterlesen

Ich habe mir ein Vierbackenfutter gekauft

Seit einigen Wochen bin ich schon ganz narrisch auf ein Vierbackenfutter mit einzeln verstellbaren Backen. Durch Zufall klickte ich vor einigen Tagen auf die Schnäppchenaktion bei Paulimot – da gab es gerade alle gängigen Grössen und die Preise sind wirklich gut. In der Bastelstube schrieb ich dann dazu am 11.07.2013 einen Hinweis auf dieses Schnäppchen. Mit der Konsequenz, dass nicht nur ich, sondern auch andere Bastelkollegen daraufhin die Bestände an den 160mm-Futtern leerräumten:

Schnäppchenaktion Vier-Backenfutter

Das Teil kam wenig später per DPD wohlbehalten an und macht vorderhand einmal einen guten Eindruck. Meine Bernardo hat derzeit noch ein 125-Dreibackenfutter Din 6350 drauf, auf der Spindelachse ist ein Flansch mit einer Bajonettscheibe ähnlich DIN 55027 befestigt (jedoch ist der Innenflansch im Gegensatz zur annähernd baugleichen Optimum 240×500 nicht konisch, sondern zylindrisch).

IMG_1789 (Medium)

weiterlesen

Das Beilagscheiben-Helferlein

Grüß Euch liebe Leser!

Ich habe heute einen freien Abend zum Drehen-Üben verwendet, und Dank Walters (Admin der Bastelstube) Anregung ist auch das Beilagscheibenspannhelferlein dabei rausgekommen.

IMG_1702 (Medium)

Walter schreibt dazu in der Bastelstube:

„Wir alle stehen ja immer wieder auf Grund unsers Hobbys vor neuen Problemstellungen. Beim Drehen ist ja nicht nur die Bearbeitung von Werkstücken von Bedeutung, genau so wichtig hierbei ist das korrekte Spannen von diesen. Ziemlich fummelig ist das Spannen von Beilagscheiben, man kann sich zwar unter Zuhilfenahme eines Bohrers in der Größe der Innenbohrung behelfen, aber

weiterlesen

Wechselstahlhalter RCWXN von RC-Machines (Teil 1)

Eine Grossbestellung von RC-Machines Luxemburg ist nun nach 2 Wochen und einer Urgenz endlich bei mir eingelangt. „Groß“ war das Paket deswegen, weil ich portosparend eine Gemeinschaftsbestellung organisiert hatte – man lässt sich schließlich nicht täglich Alteisen aus Luxemburg schicken? Mein Paketinhalt bestand im Wesentlichen aus Krimskrams: Gewindelehre, Drehmeissel-Schleiflehre, einige Drehmeissel samt Wendeplatten, einen 60°-HSS-Nutenfräser, aber auch den lange ersehnten Wechselstahlhalter für meine Drehstähle.

Leider ist ja bei den üblichen Drehen mit der Größe 240x550mm das System AA zu klein und das System A ein wenig zu groß, auch muss man meistens einige Modifikationen vornehmen, damit das Teil auch passt. Am besten hätte mir ja ein Piston-Type gefallen, der war mir aber für einen Erstversuch dann doch zu teuer. Insbesondere, weil der RCWXN fast geschenkt ist und auch einschlägig gute Forenberichte dazu existieren (zB. vom Jollyroger aus der Zerspanungsbude oder vom Admin Walter der Bastelstube, der den baugleichen von DEUSS verwendet). Falls meine „Dreherkarriere“ weiter voranschreitet und ich mir meine Hobbies nicht doch noch anders ausrichte, kann ich mir dann immer noch einen echten Multifix oder einen guten Nachbau kaufen, somit verschwende ich jetzt nicht unnötig Anfängergeld. Der Preis: „Derzeit“ (eher Daueraktion) € 59,00 für den Grundhalter samt 4 Einsätzen. Pro weiterem Einsatz zusätzlich € 19,00, ich habe mir noch 2 und weitere 2 mit 24mm dazugekauft, somit besitze ich derzeit 8 Einsätze (jaja, am Foto sinds nur Sieben, einer ist grad im Grundhalter drinnen).

IMG_1672 (Small)

Weiterlesen

TEIL 2: Kugellagerung für den Oberschlitten

Fortsetzung von Teil 1

Zur Übersicht, wie die fertigen Teile nun in der richtigen Reihenfolge zusammengeschraubt werden, dient dieses Bild:

11 Set neu 02 (Medium)

Zur Vorspannung der beiden Kugellager: Auf der Seite des Oberschlittens drückt die breite Seite der Spindel auf das innere Kugellager, auf der dem Anwender zugewandten Seite drückt eine Beilagscheibe, gespannt von der Kurbel, auf das äussere Kugellager.

weiterlesen

TEIL 1: Kugellagerung für den Oberschlitten

Hallo liebe Leser!

Seit ich meine Drehmaschine habe, bin ich mit dem Oberschlitten unzufrieden. Die kleine Kurbel ist sehr schwergängig und es reibt an allen Ecken. Besonders unangenehm ist, dass sie darüberhinaus noch ungleichmässig immer an der selben Stelle pro Umdrehung eckt, was auf eine verbogene Spindel schliessen lässt. Unser Forenkollege „nemo1978“, zu dem ich schon einen netten persönlichen Kontakt hatte (servus Franz, falls Du hier mitliest) hat diesen Umbau möglicherweise auch schon hinter sich, leider habe ich aber keine Informationen darüber. Im Internet hatte ich dazu bereits einige wenige und ungenaue Anregungen gefunden. Als einziger gefiel mir aber der Beitrag in unserer Bastelstube, und zwar der von Minitech hier (ACHTUNG: Registrierung erforderlich). Auch er berichtete damals:

„Der Oberschlitten der Quantum D 210×400 ist eine relativ einfache Konstruktion:
– keine Kugellager für die Spindel mit der Folge, daß das Handrand am Oberschlitten schleift und dieser vergleichsweise schwergängig ist“

Wenn es bei meinem Oberschlitten lediglich nur „vergleichsweise schwergängig“ gewesen wäre, wäre ich glücklich gewesen, bei mir ging ja die Kurbel fast nicht mehr zu drehen (warum das so ist, hatte ich bald entdeckt):

Ich habe nun vorerst einmal alles zerlegt und es schaut in der Tat ernüchternd aus. Die Spindel auf der einen Seite und auf der anderen Seite vom Lagerblock das Kurbelrad sind ohne Kugellager verspannt, im weitesten Sinne könnte man sogar von einem Gleitlager sprechen. Man hat hier allerdings nur die Wahl: a) die Spannmutter nur locker anziehen, dafür viel axiales Spiel in Kauf nehmen, oder b) die Spannmutter streng anziehen, dafür kann man kaum mehr kurbeln.

03 Set alt mit Pfeil

weiterlesen

Mein Einkauf bei der Firma Sindhuber


Sindhuber Maschinen
www.sindhuber.at

Liebe Leser!

Vor dem Kauf meiner Bernardo-Drehe hatte ich lange überlegt, ob nicht eine Optimum die bessere Wahl sei, weil man da von gutem Service und von guter Kundenbetreuung liest und „ohnhin alle Chinamaschinen Schrott seien“, wie es die negativen Meinungen immer wieder schreiben.

Jedenfalls habe ich meine Bernardo 550 Profi WQ doch noch gekauft, weil ich nach einem längeren Telefonat mit dem Chef der Firma Sindhuber ein sehr gutes Gefühl hatte, eine seriöse Firma gefunden zu haben. Nachträglich zeigte sich, dass diese Entscheidung richtig war und die Qualität stimmt. Die Drehmaschine hat keinerlei scharfen Kanten, die man nachbearbeiten müsste, die China-Schmiere hielt sich in Grenzen, es blättert auch kein Lack ab und die Maschine ist vor allem fehlerfrei. Was mich besonders freut: Das beigelegte Messprotokoll stimmt im grossen und ganzen, also habe ich eine genaue Maschine erhalten!  Alles Andere kann man ja noch eher verschmerzen. Auch die Ausführung von Bernardo ist üppiger, als bei so mancher Maschine von der Konkurrenz. So bekommt man zB. serienmässig einen automatischen Planvorschub, die Aufnahme in der Spindelbohrung hat MK4, die Spindelbohrung hat 26mm anstatt 21mm ohne Aufpreis, eine mitlaufende Spitze wurde beigelegt, einige Gimmicks wie zB. eine Schnellhebelklemmung für den Reitstock und eine Gewindeuhr sind ebenfalls ohne Aufpreis dabei. Der Motor bei der 400V-Drehstrommotor-Version macht einen sehr guten Eindruck und läuft auch noch mit 110Hz völlig problemlos, ruhig und leise, sogar bei 120Hz hatte ich keine verdächtigen Beobachtungen machen können. Die Farbgebung von Bernardo ist auch sehr gefällig – was bei mir ins Auge passt, macht eben mehr Spaß!

Wechselräder - Auslieferungszustand (Small)

Jedoch hatte ich nach einigen Tagen des Herumfummelns, Zerlegens, Vermessens und Reinigens eine Panne. Die Mitnehmerhülse mit Nut des Hauptwechselrades brach in der Mitte entzwei. Es kann schon mal vorkommen, daß man nicht weiß, ob ein Teil von Haus aus defekt war, oder ob man es irrtümlich selbst zerstört hat. Genauso teilte ich das meiner Firma, wo ich die Maschine gekauft hatte, mit. Die Antwort und das gratis Paket wenige Tage später war sehr erfreulich:

Sehr geehrter Herr Heinrich Mandl.

Es tut uns Leid für diese Unannehmlichkeiten!
Der Ersatzteil ist lagernd, diesen erhalten sie in den nächsten Tagen.
Falls Sie noch Fragen oder Wünsche haben stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß
Sindhuber

Ich möchte Euch noch abschliessend empfehlen, beim Ankauf einer Drehmaschine daran zu denken, dass man eine Firma auch nach dem Kauf braucht. Aber auch auf den Preis sollte man natürlich schauen und gerade da ist die Firma Sindhuber sowohl bei den Maschinen selbst, als auch bei allen Teilen, die es von Bernardo gibt, um Einiges billiger als Bernardo selbst – bei mir waren das mehr als € 200,00 an Ersparnis. Somit lege ich Euch diese Firma wirklich gerne für Eure künftigen Einkäufe ans Herz (ich möchte dazu anmerken, daß ich an dieser Empfehlung nichts verdiene und das aus Überzeugung schreibe).

 

Umbau einer Bernardo Profi 550WQ auf Frequenzumrichter – Teil 1

Meine Mitte Februar gelieferte Drehmaschine wurde vorerst in aller Ruhe gemütlich aufgestellt, zerlegt und gereinigt. Weil ich aber das ganze Gefummel mit dem Zerlegen nicht in Kürze nochmals machen wollte, hatte ich mich entschlossen, den Umbau auf einen Frequenzumrichter vorzuziehen. Vorweg ein Bild des erfolgreichen Umbaues:

Fertig 01 (Small)

(bevor mich jemand extra fragt: Rundherum ums Poti ist ein Abziehbild vom Conrad.at)

Ich hatte mir vorsorglich eine 400V-Version mit Drehstrommotor gekauft und den Frequenzumrichter hatte ich ebenfalls schon vor einigen Wochen auf Ebay ersteigert (um € 59,00, einen Telemechanique Altivar 18 von Schneider). Natürlich war auch wieder entsprechendes Studium, wie vorzugehen ist, angesagt – das Internet ist ja voll von Meinungen, leider widersprechen sich alle spätestens dann, wenn es ums richtige Anschliessen geht. Fragen, wie „die richtige Einbindung von NotAus“, „zerstört ein Schalter oder ein Schütz den FU“, usw. lassen einen ja bald am Vorhaben zweifeln.

weiterlesen

Buch: Drehen und Fräsen im Modellbau

Heute ist mit dem Paketdienst das Buch von Dipl.Ing. Tilman Wallroth gekommen. „Das“ Standardwerk für Anfänger an der Drehmaschine. Ausführlich wird auf verständliche Art, reich bebildert, erklärt, was Sache beim Drehen ist, und zwar für Leute, die das noch nie gemacht haben. Dazu noch einige generelle Themen wie Werkstattgestaltung, Tabellenwerke, Werkstoffe,  Formeln. Ich traue diesem Buch mit seinen über 500 Fotos und Abbildungen auf mehr als 500 Seiten durchaus zu, auch mich zu einem funktionierenden Mitglied der Zerspanergemeinde zu machen. Bücher von Jürgen Eichardt gibt es auch, doch die zahlreichen negativen Kritiken in den Modellbauforen und auf Amazon liessen mich davon abkommen.

weiterlesen

Bernhard kommt zur Welt – ein aufregender Tag, trotz Kranksein

Bernhard 01

 

 

 

 

 

Heute ist ein Packerl gekommen, das mir sehr viel Freude gemacht hat. Ein 12-Tonner mit hydraulischer Hebebühne blockierte kurz unsere Bundesstraße vor der Haustür, dann kamen noch ein Hubwagen, und eine sehr nette, internationale Cockpitcrew (1-Mann). Es ist eigentlich unglaublich, das schwere Drumm´ von ca. 150kg um € 15,00 nach Hause zu bekommen. Meine Sachen mit einem Gewicht von meistens 300g versende ich meistens unversichert nach Deutschland um € 10,00 – soweit zur Preisgestaltung. Da ich krank im Bett gelegen bin, war ich froh, dass meine Frau, der LKW-Fahrer und die Bernardo ohne mich in die Garage gefunden haben. Gestern hatten wir noch 50cm Neuschnee, ich hatte die Einfahrten von 3 Häusern ausgeschaufelt („gefühlte“ 30 Kubikmeter Neuschnee?) und hatte mir dabei prompt das Kreuz verrissen samt einer ordendlichen Verkühlung. Mich zu bewegen,  war vor Schmerzen nahezu unmöglich, daher konnte ich nur mit Schwiegervaters Hilfe einen ersten Blick in die Schachtel werfen.

weiterlesen