GO-WERKZEUGE SHOP

Liebe Leser!

Durch den Bau der Sondermaschine (über die ich hier aus vertraglichen Gründen leider nicht berichten darf), bin ich nun schon länger als ein Jahr lang nicht mehr in der Lage, an meinen eigenen Hobbysachen zu bauen bzw. Beiträge dazu zu schreiben. Das mache ich teils mit lachendem, teils mit weinendem Auge. Aber Ihr kennt es ja, wenn die Schublade mit den begonnenen, aber unvollendeten Dingen immer voller wird – Freude und Frust sind da nahe beinander.

Umso mehr habe ich aber abends Zeit, mich hier auf dem Blog mit erfreulichen Dingen auseinanderzusetzen und von einem dieser Erlebnisse möchte ich Euch heute berichten. Der Baufortschritt der Sondermaschine benötigt nun Feingewindebohrer und ich konnte mich erinnern, dass ich schon einmal, vor längerer Zeit, beim Ebay-Händler

go-Werkzeuge

supergünstig Völkel-Gewindebohrer gekauft hatte. Die waren schon damals, bei meiner ersten Bestellung günstiger als direkt bei Völkel, und, fast alle davon habe ich (weil ziemlich unzerstörbar) heute noch, nur Feingewinde besitze ich keine. Die Firma war rasch wiedergefunden, was eigentlich gar nicht so selbstverständlich ist (viele Ebayhändler kommen und gehen ja oft recht rasch). Somit bestellte ich gestern, am Sonntag nachmittags dort, in der Hoffnung, die Teile noch vor Weihnachten daheim zu haben. Was ich aber erleben durfte, deckte sich ziemlich mit meiner Erinnerung an meine erste Bestellung.

go-Werkzeuge auf Ebay

GO-Werkzeuge

Ich bin ziemlich beeindruckt, von dem, was abgelaufen ist, und möchte Euch einfachkeitshalber auszugsweise meine Nachricht an den Händler lesen lassen (es sei angemerkt, dass das kein gesponserter Artikel ist, denn so etwas mache ich grundsätzlich nicht). Mit diesem Blogartikel möchte ich Euch aufrufen, Euer Kaufverhalten und Euer Augenmerk auf solche Firmen zu lenken.

Denn ich finde das tausendmal besser, als bei Amazon zu kaufen, wodurch der reichste Mann der Welt noch reicher werden würde. Hier die ganze Story:

Sehr geehrter Herr Vormfenne!

Sie waren mit dem Zurücküberweisen des von mir zuviel überwiesenen Betrages, dem Beantworten meiner Anfrage und dem Verschicken der Bestellung schneller als ich beim Lesen Ihrer Antwort, und das, obwohl es an diesem Tag Sonntag spätabends war – unglaublich! Gerne habe ich wieder bei Ihnen gekauft und werde das auch entsprechend weitererzählen. Auch habe ich Sie schon bisher in den gängigen Zerspanerforen positiv erwähnt. Mir ist es wichtig, dass wir Hobbyisten durch unsere Mundpropaganda erfahren, wo man gut einkaufen kann und man so bedient wird, wie bei Ihnen.

Ihre Waren sind darüber hinaus auch noch von sehr guter Qualität, was wiederum dazu führt, dass ich die damals gekauften Völkel-Gewindebohrer teilweise noch immer habe – scheinbar ein Nachteil für Sie als den Verkäufer, in Wirklichkeit aber eher eine langfristige Investition in neue Kunden.

Go-werkzeuge ist auch seit langer Zeit schon in meiner Einkaufsliste zu finden (hier)

Mafia Aussenstelle Wien-Umgebung auf Schrottplatz-Beutetour

Heute machte sich die berühmt berüchtigte Mafia-Außenstelle Wien-Umgebung auf sommerliche Beutetour. Die ehrenwerten Männer waren Josef K, hier besser bekannt als User Josef, und ein Führungsmitglied mittlerer Ebene aus einem regionalen Bastelkonzern (ein Moderator). Ziel war zunächst die Hilde Eder in Tulln, die uns pünktlich um 09:30 Uhr das Tor öffnete (sie will nicht gerne fotografiert werden, ist aber eine absolut liebenswerte Frau, wo sich jederzeit ein Tratscherl ausgeht – im Bild ganz wenig, nur der Kopf, zu sehen).

Was man dort findet, habe ich ja schon früher einmal geschrieben, auch ist der Platz der urigste, den ich kenne (Berge, zwischen denen man geschickt durchturnen muss). Beute: kleine Alustäbe, Aluflach (dickere Stücke sind dort sehr selten), Stahlronden, ein Stück schönes Kupferblech (0,7mm) und allerlei Kleinzeug (z.B. Josefs neues (Stemmeisen). Den alten Doppel-V-Kompressor mit gefühlten 10 PS, weiter hinten im Gelände, musste ich leider stehen lassen, damit daheim alles ok bleibt (Haussegen, Lärmpegel, etc.) – das Wetter war um diese für Urlauber fast nächtliche Uhrzeit noch kühl, leicht dunstig, ideal also.

Anders dann auf dem Weg nach Hollabrunn, zu einem uns bisher unbekannten Beuteziel: Die Firma Brabenetz, eher bekannt als Holzbaumeister-Betrieb für Hallenbau, Dachstühle, mein Haus hat von dort beispielsweise das Dach, die Firma ist aber auch ein Metallhändler. Die Angst, dort von der Sonne getötet zu werden, war unbegründet. Das Hallentor in die angenehm kühle Stätte der Wunder war so groß, dass mehrere Autos nebeneinander reinpassen. Man sieht bereits am Stadel vis a vis, dass die Firma mitten in der City beheimatet sein dürfte.

Der Tipp zum Brabenetz kam übrigens von einem netten Kollegen, auch einem Josef (wo finde ich die immer alle bloss?), der Josef W. von schienendampf.com, der mich schon mal daheim besuchte, um gemeinsam mit mir Lokomotivräder zu bauen.

Alles, was Ihr auf den folgenden Fotos seht, ist dort käuflich zu erwerben. Zugeschnitten wird auch, man kann sogar drauf warten, eine eigene Flex mitzunehmen, ist unnötig und auch nicht erwünscht.
Die Reste-Ecke ist zwar klein, aber fein, pro Warenart steht dort ein kleiner Wühlcontainer. Leider aufgrund der Urlaubszeit waren alle eher ausnahmsweise leer, was die Dame aus dem Büro mit dem Hinweis „ansonsten das ganze Jahr über gut gefüllt“ bedauerte. Auch Josef W. schrieb mir damals Ähnliches:

„Hallo Heini,
soeben war ich in Hollabrunn bei der Fa Brabenetz und habe dort meine Messingabfälle hingebracht. ich habe gleich 30 kg Drehabfälle in verschiedenen Stärken mitgenommen. Flachmessing haben sie dort nicht, aber es liegen in den Boxen noch hunderte Kilo Rundmessing in verschiedenen Stärken.“

Es gibt dort also Messingronden, Edelstahl (dort nennen sie es Niro) in Fräsqualität (Rundlinge, Sechskant, Vierkant), die Kupferreste waren eher mau (Dachdeckers verbogene Warenreste, hie und da aber KupferROHR-Reste – zB. für die Dampfer interessant) eher beim Eingang gab es dann noch ein 5 Meter-Regal mit kleinen div. Stahlstücken, jeweils in Bastlerlustgrössen vom Feinsten: Z.B. Rundlinge von 3-50cm, Plattenreste von 3mm bis 20mm Dicke, Stangenmaterialreste, also so ähnlich wie im Vorzimmer vom Fixmetall, aber viel besser sortiert und viel mehr. Egal, alles was auf den Fotos ist, wird ja auch zugeschnitten, somit ist das ein Eldorado für echte Männer. Dann gibt es auch noch 2 bis 3 Reihen mit Baumarktartikeln wie Muttern, Schrauben etc, aber auch in Größen, wo jeder Baumarkt aussteigt. Z.B. Muttern M35, Beilagscheiben so groß wie Krakauer…

Sondersachen fand ich auch: ZB. ein Regal mit Automatenstahl-Ronden, ST52 war auch ganz gut vertreten.

Interessant ist auch, wie das Einkaufserlebnis abläuft. Man flaniert einfach überall unbegleitet durch die Hallen und was einem gefällt, kauft man. Keine Eingangskontrolle, kein Zutrittsverbot, nichts (anders also als bei Schiekmetall oder Fixmetall). Vertrauen an jeder Ecke. Der Platzwart ist kompetent, nett und schnell. Selbstverständlich gibt es auch eine Kundenwaschgelegenheit für die dann doch schmutzigen Hände.

Eine Überraschung waren dann die Preise:
Wir haben fürs Kg Baustahl € 1,99 bezahlt, fürs Kg Messingreste etwa € 1,00, für die Edelstahlreste € 0,72/kg. Bei größeren Mengen kann man Rabatte bekommen, meinte die Dame, die dann kassierte. So, jetzt lassen wir Bilder sprechen!

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt. Modellbauen mit CNC-Portalfräsen ist heutzutage „State of the Art“ und macht uns allen viel Freude. Jeder Modellbauer, der auf sich etwas hält, klappert schon längst den Markt ab, ob er etwas Geeignetes für sein Hobby, aber auch für sein manchmal etwas zu schmales Hobbybudget findet.

So halte ich es nahezu für eine Sensation, wie der findige und erfahrene Hermann Möderl wieder einmal den Markt mit einer preisgünstigen, aber auch sehr starken, völlig neuen Portalfräse aufmischt.

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

P1 – neues Portal, Antrieb über selbstfahrende Mutter

Doch der Reihe nach. Mein CNC-Freund Franz Helmut aus der Steiermark hat mich heute aufmerksam gemacht, dass sich auf der Homepage von Mixware.de (Fa. EMS-Möderl) etwas sehr Interessantes anbahnt. Hermann Möderl hat ja schon vor einiger Zeit angekündigt, eine neue P1 rauszubringen. Nun dürfte es endlich Realität werden.

Damit dürfte er den Nerv der kaufwilligen und fräsbegeisterten Modellbauer hunderprozentig treffen. Denn allzu oft werden ja im Internet schludrige Klappergestelle zu überteuerten Preisen angeboten. Ja sogar einen Hersteller aus Österreich gibt es, der sich nicht geniert, die allererste P2 (wie sie der Hermann schon lange nicht mehr in dieser veralteten Form anbietet), nachzubauen und völlig überteuert zu verkaufen. Auch stimmen dort, wie auch bei den meisten anderen Nachbauern die Details nicht. Gespart wird oft sehr versteckt. Ungenaue Billig-Kugelgewindespindeln aus Weichstahl (eben nur ungenau, und kurze Lebensdauer), krachende, rostende einfache Führungen (oft nur Kugelbüchsen oder wenn Linearschienen, dann nur Chinaware).

Umso sensationeller, was Hermann da auf den Markt bringt.

Vermutlich ist er, der hoffnungslose Idealist, wieder einmal auch noch viel zu günstig, das wäre ja bei ihm nichts Neues?

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

Portalbalken und Zahnriemenantrieb

Alleine schon das, was er für seine selbstfahrenden Antriebe verlangt, ist lediglich etwa ein Sechstel vom gängigen Marktpreis für diese Dinger. Dann auch noch Markenqualität, wohin das Auge sieht. Ob Neff-Spindeln, ob Schienen von TBI oder ähnlichen Marken, hochgenaue Zahnriemen in T3 und T5, Markenriemenräder anstatt China-Glump, massive Markenprofile mit überfrästen Flächen für die Linearführungsschienen, anstatt dieser klappernden, dünnen 45mm-Teile anderer Hersteller. Noch viel mehr an solchen Details mehr fallen mir auf, je länger ich seine „Geheimnisse“ ansehe. Geheimnisse schreibe ich deswegen unter Anführungszeichen, denn es sind ja wieder mal keine, so bereitwillig verrät uns Hermann Möderl jetzt schon die kleinsten Details, garniert mit Fotos. Vermutlich auch deswegen, weil er die Latte sowohl für die Konkurrenz als auch für die diversen Forenfräsenprojekte sehr hoch legt – nach dem Motto, „Kopieren und Nachbauen zu diesem Preis ausgeschlossen“.

Zur Konstruktion selbst könnt Ihr ja hier auf „CNC-Fräse EMS-P1“  alle Details selbst bestaunen. Einige Details möchte ich aber doch für Euch hier erwähnen:

Ein massiver, starker 90×90-Profilbalken als Fräsenportal, das gefällt mir sehr gut. Mutig, innovativ und vor allem noch nie dagewesen. Auch die beiden angetriebenen Muttern bei einer Fräse dieser Preisklasse sind eine ziemliche Sensation. Es werden dabei hochgenaue Zahnriemenantriebe verwendet, die erst durch Hermanns Vorbild schön langsam auch bei den Plagiateuren wie mich und Anderen salonfähig werden. Wohl noch immer ohne angetriebene Muttern, weil deren Herstellung die Fertigkeiten und das Können von uns Amateuren bei weitem übersteigen würden. Das ist wohl der Zahn der Zeit, der Kunde verlangt das und man ist damit „modern“. Es ist aber nicht nur modern, der Mehrwert ist einfach da.

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

Selbstfahrender Antrieb (Kugelgewindemutter und Details)

Außerdem sind selbstfahrende Muttern auch mein höchstpersönlicher Wunschtraum – ganz ehrlich! Die Mehrkosten? Die dürfte Hermann Möderl vermutlich für Euch „schlucken“, um a) seinen legendären, unbändigen Ehrgeiz wenigstens halbwegs bändigen zu können, und b) den günstigen Preis der P1 halten zu können.

Natürlich ist es nicht so einfach, eine Fräse mit Zahnriemenantrieb und selbstfahrenden Kugelmuttern zu bauen. Auch das legt die Latte für die nachbauwilligen Hobbyisten wieder einmal höher, aber vor allem für die werte Konkurrenz wirds schwierig werden, diesen neuen Standard zu erreichen und ich glaube, die hat nun technisch gesehen wahrlich das Nachsehen. Die haben einfach nichts, was sie dagegenhalten können, für so gut halte ich das ausgeklügelte Konzept von P1, P2 und P3. Drei Fräsen, drei Größen, drei Preise, also für jeden etwas, wobei mir die Leute, die eine P3 wirklich brauchen, erst über den Weg laufen müssen. Ist ja schon die P2 DER „Nobelhobel“, der einen Mehrwert als Spaßmacher hat („als Mann gönnt man sich ja sonst nichts“).

Und – bitte glaubt nicht, dass für Euch die P1 nicht reichen würde. Ich selbst würde mir von den drei Fräsen auch die P1 kaufen. Warum? Die deckt in den ersten 10 Jahren eines Fräserlebens jeden erdenklichen Wunsch bis hin zu Fräsen von Stahl ab – wetten? Sie hat Dynamik wie „Sau“ und die Stabilität ist derart überdimensioniert, dass dem Fräser in 15– Aluflach fad wird. Wetten?

Klar werden auch Modellbauer einsehen müssen, dass sie um diesen Preis nie und nimmer eine gute Fräse selbst bauen werden können, auch eine (viel einfachere) und weniger gute Anbieter kommt da nie und nimmer mit.

Die Hobbybestimmung. Oder, wozu brauche ich eine Fräse?

Ja gut, manche bauen eine Fräse „um des Selbstbauens Willens“. Ein Modellbauer wird sich den Selbstbau wohl aber gut überlegen müssen, denn der rechnet sich einfach nicht. Die meisten möchten ja nicht monatelang oder sogar ein Jahr lang vorm CAD-PC sitzen, weitere 3 Monate Fräsen bauen, um dann eine buckelige, und auch doch etwas verplante „Krücke“ daheim zu haben. Denn Modellbauer bauen ja die Fräse nicht (so wie ich es damals tat) des Bauens Willen, sondern sie brauchen die Fräse für ihr eigenes Hobby, und zwar rasch, zuverlassig, sowie in guter Qualität.

Alleine schon vom Preis her
wird jeder Selbstbau
um Einiges teurer kommen

Deswegen glaube ich, dass die P1 sehr schnell DER Hit werden wird und EMS die Produktion noch mehr hochfahren wird müssen: Deswegen, weil Herr Möderl mit der neuen P1 die Auftragsbücher im heurigen Weihnachtsgeschäft recht rasch füllen wird.

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

Zahnriemensteuerung

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

neue ZX-Platte

Weitere Details

Was man im ersten Moment anzweifeln könnte, ist, dass die Wange nur einen einzigen Wagen hat. Doch das wird wohl problemlos sein, wenn man sieht, wie groß und schwer diese Wagen dimensioniert ist. Echt Hermann: Schlauer Fuchs halt, ein Praktiker und Theoretiker zugleich.

Für mich als eher biederen, wenig innovativen Fräser sind Zahnriemen so ein modernes „Teufelszeug“, wie es zu Peter Rosseggers Zeiten diese schwarzen Dampfrösser waren. Uff. Späne, Schmutz, spielbehaftet, all das würde mich zweifeln lassen und ich würde das nie und nimmer selbst, und vor allem richtig, so, dass es auch funktioniert, konstruieren wollen. Aber der Hermann weiß schon, was er tut. Es wird sicher funktionieren und ich glaube, der Käufer erhält damit ein echtes Sorglospaket zum einfachen Drauflosfräsen.

Mein Resumee

Der Preis ist heiß und das Teil ist fürs Arbeiten erfunden. Und, auch schön ist sie, ich finde sie wird mit dem neuen Portalbalken echt sexy.

Meinem CNC-Freund aber, dem Franz Helmut aus der Steiermark, wünsche ich, dass er nicht nur echt sexy damit arbeitet, sondern auch viel Spaß damit hat!

Details zur Fräse findet Ihr auf:

cnc-fraese-ems-p1-a

EMS-Möderl

Fa. EMCO Holz u. Hobby

In Österreich sind Firmen, die Werkzeug und Maschinen für unser Werkstatthobby im Sortiment haben, sehr selten.

Umso interessanter sind die wenigen heimischen Firmen, die gegen die harte deutsche Konkurrenz bestehen können. Fürs Kaufen „daheim“ spricht ja, dass man bei Problemen einen guten Ansprechpartner hat und auch nach dem Kauf noch gerne gesehen wird. Support und persönliches Gespräch sind leider selten geworden. In den nächsten Monaten werde ich über positive Ausnahmen berichten und diese Firmen auch in die Einkaufsliste (Register ganz oben) aufnehmen.

Für heute habe ich eine Firma, die ich persönlich sehr schätze, eingeladen, sich auf meinem Blog selbst vorzustellen. Niemand kann das besser als der Juniorchef der Emco Holz u. Hobby, Niklas Büll:

Begonnen hat – für uns – alles als WEMA Ges.m.b.H.,  die ursprünglich als Serviceunternehmen für die von Büll & Strunz (Mutterfirma), verkauften DECKEL Werkzeugfräsmaschinen fungierte. Im Lauf der Zeit wurde die WEMA Ges.m.b.H. dann auch Stützpunkthändler der „kleinen“ EMCO Maschinen (konventionelle Drehmaschinen und Fräsmaschinen etc.) in Wien, Niederösterreich und Burgenland. Im Zuge des Insolvenzverfahrens 1996-1997 der Firma Emco (Hallein) musste sich selbige von einzelnen Geschäftsbereichen (Härteprüfer, kleine Metallbearbeitungsmaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, Drehbankfuttern) trennen. WEMA hat sich dadurch die Vertriebsrechte für die kleinen Metallbearbeitungsmaschinen sowie die Holzbearbeitungsmaschinen sowie den weltweiten Ersatzteilvertrieb dafür  gesichert. Nachdem die Maschinen, je nach Typ schon länger oder erst seit kürzerer Zeit, nicht mehr gefertigt werden und man annehmen muss, dass der Ersatzteilverkauf sich mit der Zeit immer mehr verringern wird, sind wir auf die Firma Aircraft und deren Produktsortiment gekommen und vertreiben nun auch die Maschinen und Zubehöre der Marken Optimum, Metallkraft, Aircraft, Holzkraft, Holzstar, Unikraft, Schweißkraft und Cleankraft.

Wir bieten unseren Kunden heute also:

  • Ersatzteile für alte Emco Maschinen
  • Metallbearbeitungsmaschinen & Zubehör
  • Holzbearbeitungsmaschinen & Zubehör
  • Kompressoren & Zubehör
  • Schweißtechnik & Zubehör (Hier sind wir aber überhaupt nicht erfahren)
  • Lager & Hebetechnik
  • Sowie seit neuestem auch Reinigungssysteme (Nass-/ trockensauger,…)
  • Und last, but not least kann man natürlich über EMCO Holz + Hobby auch auf die von unserer Mutterfirma Büll & Strunz Ges.m.b.H: vertriebenen Zerspanungsprodukte und Messmittel zugreifen.

Die Firmendaten sind wie schon erwähnt, auch in der Einkaufsliste zu finden.

Ein innovatives Fest- und Loslagerset (Fa. Kamp & Kötter)

Meine Blogbeiträge erfordern neben meiner im Lauf der Jahre angesammelten Erfahrungen vor allem Zeit für Recherchearbeit und die Bereitschaft, dazuzulernen. Dabei stosse ich immer wieder auf besonders interessante Lösungen. In meinen letzten Blogbeiträgen ging es ja um den Bau von Fest- und Loslagerschalen, die – für mich – zufriedenstellend funktionieren. Ja, aber leider nach dem Henne-Ei-Prinzip, denn ohne Drehmaschine und Fräse kann man so etwas nicht selbst herstellen. Wie heisst da der alte Witz:

„Seit ich meine Werkzeugmaschinen habe, kann ich damit Dinge herstellen,
die ich ohne meine Werkzeugmaschinen nie brauchen würde“.

Hat man also schon eine Fräsmaschine, braucht man keine Lagerschalen mehr. Ihr aber steht vor der oft schwierigen Wahl, billig, günstig, oder teuer zuzukaufen. Billige Chinawaren zahlen sich in vielen Bereichen aus, aber mit „Nieten“, nie einlangenden Paketen und der mangelnden Reklamationsmöglichkeit muss man aber immer rechnen. Daher meine Empfehlung: Dinge, die echte Schnäppchen sind, aber keine Präzision erfordern, bekommt man so recht schnell und fast immer preiswert. Präzisionsteile aber kauft man so, dass sie präzise, verwendbar und günstig sind. Günstig heisst ja, nicht das billigste, aber das Beste zum besten Preis zu bekommen. Also bei einer Firma, die Einen nach dem Kauf auch noch kennt.

Mir ist es also wichtig, nicht nur über meine Baufortschritte zu informieren, sondern auch beim Selbstbau, vor allem aber bei der Beschaffung behilflich zu sein. Ich komme also schon zum Kern und damit zum Ergebnis meiner jüngsten Recherchen – ich habe am Wochenende eine neuartige Fest- und Loslagereinheit entdeckt, die, wie es zu Recht auch auf der Webseite des  Anbieters steht, „innovativ, präzise, konstruiert“ und darüberhinaus auch noch günstig ist – der Anbieter ist die Firma „Kamp & Kötter, Präzision, Innovation und Kundenorientierung.

Seht Euch die Bilder selbst an (auf der Webseite findet Ihr noch mehr davon):

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Ich habe in der Einkaufsliste auf diese Seite verlinkt, wei der Blogbeitrag ja mit der Zeit nach unten rutscht und schwer zu finden ist. Besonders hinweisen möchte ich Euch auf die auf der Homepage vorhandenen Rubrik „CNC-Wissen“ hinweisen. Dort gibt es seltene Anleitungen, beispielsweise für die Berechnung von Kugelgewindespindeln und Auslegung von Linearführungsschienen. Dazu müsst  Ihr wie im folgenden Bild das Menü runterklappen, dort stehen dann die gesuchten Beiträge.

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Beschaffung Schrägkugellager 7001

In der Bastelstube hat ein Kollege mitgeteilt, dass er in den BK12-Festlagerschalen seines Einkaufes Rillenkugellager 6001 vorfand. Das hat mich zu einem kurzen Beitrag über Beschaffung dieser Dinger bewegt, der auch für Euch, liebe Leser, wichtig sein könnte.

Rillenkugellager (RiKu) 6001 und Schrägkugellager sind von den Abmessungen her gleich groß (12*28*8mm). Allerdings sind die Rillenkugellager suboptimal. Sie haben zwar fürs einfache Bewegen der Achsen auch ausreichende axiale Belastbarkeit, also, wenn man nur und vorsichtig fräst, aber beim ersten Aufprall zB. gegen eine Spannpratze oder gar gegen den Endanschlag sind die Rillenkugellager zerstört und Du hast ab sofort merkliches Spiel.

Bei mir waren (im Jahr 2011) in den BK12-Schalen noch 7001er drinnen. Die habe ich aber durch zu festes Vorspannen zu oft gequält und daher hatte ich im Jahr 2014 nachgekauft. 7001er sind in Europa sehr unüblich und wenn überhaupt, dann nur von Markenherstellern wie SKF mit Stückpreisen über € 85,00 erhältlich. In den USA und in China sind die Massenware. Ich habe mir die damals in China bestellt, nachdem ich über aliexpress einige Händler mit Fachfragen lange gequält hatte (Vorteil: Man sieht schnell, wer eher nur Haushaltsartikel, Spielzeug und quasi nebenbei Kugellager verkauft, und wer ein Profi ist). Letztendlich hatte das Fräulein „Summer“ sowohl die beste fachliche Ahnung, als auch den besten Preis. das Shipping ist nämlich teurer als es die Lager sind, und da ist auf unterschiedliche Frächter mit unterschiedlichen Preisen zu achten).

Ich hatte damals nicht nur die „normalen“ in P5-Qualität gekauft, sondern auf dringendes Anraten von „Summer“ auch bessere P4, somit Beides, weil ich neugierig war. Der Unterschied ist wirklich merkbar, die P4 sind echt topp und auch sehr günstig in China. Man braucht ja für eine dreiachsige Fräse 6 Kugellager (zwei pro Festlager) und ich hatte damals für 2 Sätze á 6 Stück, einmal in P4- und einmal in P5-Qualität, insgesamt USD 71,43 bezahlt, damals € 55,00, heute inzwischen schon (Dank der ach so tollen Austeritätspolitik der fragwürdigen Merkel) € 69,00. Doch sieh selbst:

7001 Mein Schrägkugellagerkauf

Wer das Frl. Summer selbst kontaktieren will:

durant@jstbearing.com, Skype:summerhan0729
Tel: +86-531-88167719
Fax: +86-531-69951182
Mobile: +8613954102308
Jinan (CHINA) Shengtuo Mechanical and Electrical Equipment Co., Ltd

Manfred Schmidt veröffentlicht Mach3-Screen v1.15a

Good News!

 

v115a_schmidtscreen

Die neue Version hat eine optisch professionell gestaltete Oberfläche und durch Verwendung zahlreicher Artsoft-Originalgrafiken sehr viel schneller als die Vorgängerin v1.14. Das Farbenmeer ist gewichen und es zählt der Erfolg. Übersichtlicher, strukturierter und angenehmer als die vorangegangenen 3D-Ansichten. So finde ich es zumindest. Die neu hinzugekommenen Gimmicks sind wieder zahlreich – sensationell finde ich aber, dass Manfred eine neue Funktion für den automatischen Werkzeugwechsel eingebaut hat. Das ist ein Meilenstein, der eigentlich eine eigene Versionsnummer verdient hätte. Hier die Änderungen:

  • Neuer Aufbau mit möglichst wenig Bitmaps und dafür Standrad-Buttons.
  • Für einen ausfahrbaren 3D-Taster einen Ausgang für die Auf/Ab-Bewegung.
  • Möglichkeit für 3D-Taster Kompensation mit XY-Versatz
  • Seite „Manuell“ ist entfallen, da alle Funktionen auch auf „Ausrichten“ und „Kantentaster“ zu finden sind.
  • Für automatischen Kantentaster Korrektur für automatische XY-Fahrt.
  • G0 Begrenzungsmöglichkeit, sodass man z.B. Automatikfahrten erst mit einer definierten G0-Geschwindigkeit testen kann.
  • MPG-Bildschirm speziell für das neue „PoPendant-ESS“.
  • Durchmesser für die A-Achse um Nachkomma erweitert (bis zu 0,001 auf Diagnose-Seite).
  • Automatischer Werkzeugwechsler für bis zu 16 Werkzeuge. Sowohl für Becher- als auch für Gabelmagazin geeignet, mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten, mit Eingangsabfrage und/oder Zeitvorgaben zwischen den Bewegungen.
  • Extra-Button, um einen versetzt montierten 3D-Taster in Z-Richtung zu kalibrieren (XY-Versatz bei der festen Messposition).
  • Deinstallation über die Windows-Systemsteuerung. Dateien für die Konfiguration „Schmidt-Fraesen.xml) und Werkzeug- bzw. Werkstücktabelle (tools3.dat und fixtures.dat) werden nicht gelöscht und bei einer Neuinstallation auch nicht überschrieben, womit alle Einstellungen stets erhalten bleiben. Trotzdem sollte von den Dateien immer eine Sicherungskopie angelegt werden.

 

Walter eröffnet seinen CASUKI-Webshop – ein neues Tool

Heute möchte ich Euch von Walter berichten. Walter ist ja der Admin unseres Forums „Bastelstube“ und hat dort für uns schon viele geniale Ideen vorgestellt. Hauptberuflich ist Walter Kameramann bei einem großen TV-Sender und sein Hobby betreibt er nebenbei in seiner kleinen, aber feinen Metall-Werkstatt in Wien. In der Filmszene ist Walter über die Jahre hin zum Ausstatter für Filmhardware und Kamera-Adaptionen bekannter und bekannter geworden. Manche Spezialanfertigungen wie zB. seinen Slider gibt es anderswo gar nicht zu kaufen, oder erfüllen nicht den gewollten Zweck. So nebenbei hat Walter irgendwann einmal das Camera Survival Kit „CaSuKi“ erfunden. Dieses kleine Tool wurde immer mehr zum Renner und ich denke, nicht nur in der Filmszene, sondern auch so mancher Bastler unter uns hat es längst auf seinem Schlüsselbund, als unentbehrlicher und vor allem schön anzusehender Helfer, hängen.

Walter hat nun den nächsten Schritt nach vorne gemacht und seinen Webshop eröffnet, den möchte ich Euch heute zeigen. Dort könnt Ihr auch das Camera Survival Kit kaufen.
2015-06-20 15_02_51-Foto und Filmadaptionen Shop _ Der Onlineshop Foto und Film Zubehör

 

Unpacking ESS Smoothstepper, „Special Edition“ Machschmidt.com

Nach Tiefs gibt es Hochs – und die gleich ordentlich :-).

Weil ich meine Zeit nicht nur mit testen von unreifer Elektronik verbringen kann, sondern auch auf der Fräse wieder arbeiten möchte, habe ich nun seit heute einen orignalen ESS-Smoothstepper aus den USA. Vernünftigerweise wollte ich den aber nicht „irgendwo“ kaufen, auch nicht nur die rohe Platine, also unverbaut, ohne Kabel, Netzteil und Anderem. Somit kaufte ich ihn in einer wertvollen, in ein Gehäuse verbauten Version, und, wie Ihr ja bereits lesen konntet – für mich auch schon bisher bewährt, bei Manfred Schmidt – und da gleich in seinem neuen ONLINE-Shop MACHSCHMIDT.COM.

Heute kam das Paket nach nur 2 Tagen Postweg über 900km bei mir an. Also war der Artikel a) lagernd und b) habe ich bei einem sehr prompt arbeitenden Händler gekauft . Ihr könnt Euch vorstellen, wie neugierig ich war. Nicht, um zu sehen, wie ein Smoothstepper aussieht – denn die gibt es im Internet ohnehin hie und da zu sehen. Neugierig war ich, was Manfred Schmidt da gebaut hatte, wie er es „in the Box“ verbaut hatte, mit welchen Anschlüssen, und was alles im Paket war. Hier das Unpacking für Euch – stay tuned, heute gibts nur die beigelegten Gummibärli, am kommenden Wochenende gibts dann für Euch erste Tests.

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Christophe Carpentier – usbresource

Liebe LeserInnen!

Heute habe ich gute Nachricht bekommen: Mein Combi USB + Ethernet controller von usbresource hat Frankreich in Richtung Österreich verlassen (also eine prompte Sache und dazu auch noch ein nettes Gimmick: Ich bekam ein Foto des Briefes an mich)

Kuvert

Der Herr Carpentier, Erfinder dieses genialen Teiles, ist übrigens ein sehr netter Herr – ich wurde von ihm via Mail mit vielen Informationen versorgt, die ich Euch heute nicht vorenthalten möchte. Die Mailsprache Englisch klappt hervorragend und Christophe Carpentier kann auch ein wenig Deutsch lesen. Nun zu den neuesten Infos:

  • Die Software für diese günstige Controllerkarte ist Opensource und Christophe Carpentier lädt uns alle ein, sie nach eigenen Wünschen zu gestalten oder zu verbessern
  • Weiters ersucht er, ihm Fehler zu melden, er wird sich bemühen, alles zu korrigieren, soweit es ihm gelingt i will help all person that need information or have request to correct a problem„) – na das ist doch mal ein guter Service
  • Beruflicher Werdegang: Christophe Carpentier hat nach einiger beruflicher Erfahrung in „metal working“ damit begonnen, CNC-Controller zu entwickeln, zunächst ARM32 ( A Keil  ARM7-STM32 experiment board), die sich aber auf den dafür eingesetzten Plasma-Cuttern nicht durchsetzen konnte – somit begann der Weg für die heutigen Controllerboards.
  • Derzeit arbeitet Herr Carpentier an einer neuen Platine, die frühestens in etwa 2 Wochen erscheinen wird. Sie bietet mehr input/output ans on board FPGA, auch ein Foto der neuen Platine habe ich bereits erhalten – nur soweit, sie ist „rot“ und der Preis wird wieder unter € 100,00 gehalten.
  • Platine
  • In der CNC-Ecke gab es im Dezember 2014 Kritik an der Karte. Ich habe Christophe Carpentier dazu befragt und er hat mir geantwortet: „Yes , many bugs are corrected now since January 2015the card you receive have hardware support for: „EStop and limit switch (i mean the card it self respond to the signals , when pin configured. Mach3 also receive the signal a moment later, but the card has already stopped),Soft limit and soft zone are also supported by hardware – this is new and all made on customer request (From France , and UK )“. Diese neuen Informationen decken sich auch mit dem Changelog auf der Homepage des Herstellers.

Nun sind nach Deutschland und Österreich ja schon einige Karten verkauft worden und neben diesem Blog gibt es auch schon in der CNC-Ecke und im CNC-Forum des RC-Networks neue Diskussionen zu dieser Karte. Meine eigene Karte sollte auch morgen oder übermorgen da sein und ich bin schon ziemlich gespannt. Berufliche Verpflichtungen und auch die Modellbaumesse Sankt Pölten kommen noch ein klein wenig dazwischen, aber gleich danach werde ich hier ausführlich meine ersten Erfahrungen berichten. Vor allem interessiert mich, ob die ja sehr günstige Karte meine künftige Unabhängigkeit vom bisherigen Parallelport gewähren kann – denn dafür habe ich sie ja gekauft – ich möchte am Fräsen-PC nicht nur Fräsen, sondern diesen auch anderweitig nutzen können. Wenn ich dieses Ziel damit erreiche, war es die € 50,00 allemal wert.

Doch das wird hier die nächste Story …

Breaking News – Pokeys als CNC-Steuerung – Manfred Schmid eröffnet Webshop

Machschmidt-Shop 2Manfred Schmidt hat soeben via Mail mitgeteilt, daß er seinen neuen Online-Shop eröffnet hat. Weiters schreibt der:

„Ich bin von „Pokeys“ so begeistert, das ich mich entschlossen habe diese Hardware mit deutschen Support zu vertreiben. Auch Software wird es zu Pokeys in deutsch geben, erste Schritte sind bereits gemacht. Dazu stehe ich in Kontakt mit „PoLabs“ und da wird noch einiges kommen.:-) Die ersten wichtigsten Sachen in der Pokeys-Software sind bereits übersetzt, weitere folgen“.

Gerade im Hinblick auf meinen letzten Artikel über die verschiedenen Smootstepper-Derivate reiht sich das Thema Pokey hier wunderbar dazu ein. Vielleicht kannst du ja das ein oder andere Teil gebrauchen, gerade wenn von LPT auf USB oder Ethernet umgerüstet werden soll.

Hier geht es zum neuee Shop: MACHSCHMIDT-SHOP

 

Powtran 9130 ersetzt 9100

Die Sammelaktion für den vektorgeregelten Powtran 9100 Frequenzumrichter ist bisher grossartig gelaufen. Dadurch, dass jeder von Euch, der sich dafür interessiert, selbst bestellen kann, war meine Rolle lediglich die des Helfer und Initiators. Das hat für alle Beteiligten, also für Euch, für meine chinesische Freundin und auch für mich, den bürokratischen Aufwand drastisch minimiert. Deswegen konnte bereits eine große Zahl (ca 35 Stück) neue Besitzer finden und es war kein einziges Gerät fehlerhaft. Auch die Auslieferung von China bis zu Eurer Haustür dauerte durchwegs nur 3-7 Tage. Von Euch erhielt ich 100% positive Rückmeldungen und keine einzige negative Meldung. Das freut mich sehr und motiviert mich, weiterzumachen. Schließlich mache ich das, ohne etwas dafür zu  bekommen, auch keinen Spesenersatz. Meine Motivation ist eine Andere: Es ist für mich schön zu sehen, dass Ihr als meine Blogleser Freude damit habt. 🙂

Inzwischen gibt es ein wichtiges Update, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Der Powtran 9100 ist am Domestic-Markt (also am chinesischen, heimischen Markt) weiterhin erhältlich. Die Neuerung für alle hier, die an meiner Gemeinschaftsaktion mitmachen, ist aber Folgende: Für Euch wird ab sofort nur mehr das neueste Nachfolgermodell, der 9130 ausgeliefert. Das Gerät würde um USD 3,00 teurer sein, ich konnte aber erreichen, dass für Euch der alte Preis weiterhin gilt (hoffentlich für länger 🙂 ).

Wodurch unterscheiden sich die beiden Versionen:

Die größere Änderung liegt schon länger zurück und fand beim Versionswechsel (vom weißen) Powtran 8100 auf den grauen Powtran 9100 statt. Das Update von 9100 auf 9130 hingegen ist ein kleineres Update, die meisten Funktionen blieben gleich. Einige Softwareverbesserungen fanden statt (zB. die „drop off tracking function“, aber auch bei der Displayanzeige gibt es eine angenehme Verbesserung. Beim 8130 kam ein weiteres, zweites Display dazu (wie es schon die Besitzer des alten 8100 kannten). Hier sieht man den „kleinen“ Unterschied schön (die Veröffentlichung der Bilder wurde mir erlaubt!):

Powtran 9100 Powtran 9130

 

 

Meine liebe Freundin Linque

Hallo liebe Teilnehmer an der Frequenzumrichter-Aktion!

Ich habe erfreuliche Nachrichten für Euch! Der Mitarbeiter von Powtran International, mit dem ich schon seit längerer Zeit nicht nur für Euch Frequenzumnrichter vermittle, sondern uns auch eine spannende Brieffreundschaft verbindet, ist gar kein Mann. SIE ist eine junge, intelliegente und auch sehr hübsche Frau! Das hat sie mir gestern Nacht verraten und auch Fotos mitgeschickt. Sie ist das nette Fräulein hier auf dem ersten Bild mit einem Kunden, fotografiert auf einer Messe in Honkgong.

Linque auf der Messe

Linque hat mir auch noch mitgeteilt, dass unsere FU im industriellen Einsatz etwa 5 Jahre halten, manche sogar 8 Jahre. Sie meint da aber den chinesischen Industrieeinsatz, also läuft der mehrere Jahre lang mit 7 Tagen in der Woche. Bei unseren zeitlichen Ansprüchen werden da eher kurz vor unserem Pflegeheimantrag die Kondensatoren austrocknen 🙂

Von etwa 14 FUs ist nun jeder zufrieden und meine Formuaraktion ist wieder abgeebbt. Niemand von Euch hatte bisher Probleme gemeldet, die Lieferung dauerte durchschnittlich 7 Tage und die Kosten betrugen samt DHL, Einfuhrsteuer und Zoll durchschnittlich € 147,00 – sie variierten allerdings etwa € 12,00 auf und ab, je nachdem, welches Zollamt aktiv war. Mehrheitlich wurde kein Zoll vorgeschrieben, sondern nur Einfuhrsteuer, daher diese € 12,00). Hier noch ein Foto für Euch vom restlichen Verkaufsteam.

Powtran auf der Messe

Alcom International – ein Konzern mit persönlicher Beziehung

Liebe Leser!

Ich habe nun schon von mehreren meiner dankbaren Blogleser gute Links für Aluminiumprofile erhalten (siehe „Einkaufsliste“). Hinter allen steht ALCOM International, ein sehr großer weltweiter Konzern. Wie gesagt, es waren schon einige meiner Blogleser sowohl preislich als auch von der Qualität sehr zufrieden. Auch haben wir bis jetzt keinen billigeren Anbieter gefunden. Interessant ist, dass da ein Konzern dahintersteht, der mir zufällig historisch sehr nahe stand, ohne das beeinflussen zu können. Die Firma bietet sich übrigens weltweit in verschiedenen „Aufmachungen“ an:

Z.B.
Alcom.at aus Perg, Österreich, aber auch als
SMT-Montagetechnik, aber auch als
Alcom Reutlingen (der Hauptstandort)

ALCOM ist der Nachfolger von Alcan Canada. Dieser Konzern war in den Fünfzigern des 20. Jahrhunderts an der kanadischen Westküste (Kitimat B.C. bei Vancouver) der weltweit grösste Aluminiumproduzent, irgendwann einmal beschlossen meine Eltern, nach dem WW II aus Österreich auszuwandern und mein Vater arbeitete daraufhin zunächst als Holzfäller in den Rocky Mountains, danach aber bei Alcan Kanada 10 Jahre lang an Drehmaschinen, Aluminiummühlen, und in Werkstätten. Leider hatte ich mir damals keine günstigen Aluprofile ins „Handgepäck“ gezaubert. Allerdings hätten das die Flugzeuge in den 1960ern ohnehin nicht gerne gesehen 🙂 und auch wusste ich als Einjähriger noch nicht, dass ich einmal eine Fräse bauen würde. Die Konzerngeschichte steht hier, aber erst ab 1960: Geschichte von Alcom.

Das war Kanada in den Fünfzigern (falls ich noch ein Foto vom Werk und von meinem Elternhaus finde, reiche ich es nach):

Alcan früher

Das Kitmat Museum hat über Alcan einen guten Bericht hier

Inzwischen heisst der Standort in Kitimat Rio Tinto ALCAN und schaut so aus:

RIO TINTO ALCAN - EN - Kitimat aluminium smelter

Liebe Grüße,
Heini

Halbzeug vom Wiener Schrottplatz

Dieser Text ist ein Bericht über meine neuesten Erfahrungen für billiges Halbzeug im Raume Wiens. Es wäre toll, wenn daraus durch Eure Kommentare zu diesem Beitrag eine Erfahrungs- und Ideenbörse werden könnte. Im Umland Wien wohnen ja einige Forenmitglieder, aber vielleicht ist das Thema auch für andere Gegenden interessant. Eigentlich stammt der Text aus einem meiner letzten PNs an ein Forenmitglied der Bastelstube, aber ich dachte, womöglich interessiert das Euch auch, bzw. habt Ihr wiederum ähnliche Tipps, die Ihr hier anhängen könnt. (normalerweise sind ja Schrottplatztipps Geheimsache )

Also los:

Der Schrotthändler meiner Wahl ist der Eisen-Schmid in Floridsdorf (Strebersdorf). Dort könnt Ihr nach Herzenslust zwischen den allzeitig anwesenden Ausländern aller Länder stöbern. Die Messing-, Rotguss-, etc. Sachen sind meistens ein wenig versteckt, aber zu finden. Falls es noch nicht aus sein sollte, hat er zB. derzeit eine kleine Schütte mit Rundmaterial aus Rotguss und aus Messing, ca. 5cm dick und ca. 40cm lang (siehe Foto). Er verlangt dafür ca. 3,00-4,00 Euro/kg (irgendwo dazwischen halt, genau habe ich es mir nicht gemerkt). Zum Vergleich: Beim Petzold zahlte ich für 0,45kg € 9,90 (also € 22,00 fürs kg; da beginnt man rasch zu überlegen, ob das neueste Werkstück unbedingt aus Messing sein muss?). Zuletzt hatte ich Rundmaterial mit 20cm Länge und ca. 15mm dick gefunden, jeweils ein Loch an den Enden quer durch, ein anderes Mal kam gerade der Sohn eines verstorbenen Bastlers rein, der Ähnliches, aber aus Rotguss zum Ankauf vorbeibrachte. Es war aber nur 1 Minute im Besitz von Eisen-Schmid, seither gehört es mir. Der Zweitbetrieb vom Schmid ist in Mistelbach, dort steht seine Mutter am Platz und mich findet Ihr dort auch immer mal wieder (dort habe ich ja längere Zeit gewohnt). Im Gegensatz zum Wiener Platz gibt es in Mistelbach sehr viel an neuen Baustahlprofilen (Rundmaterial, Eckmaterial, Flachmaterial) alles B-Ware (Maßungenauigkeiten) zum guten Preis. Die örtlichen Baustahl-Künstler tummeln sich dort häufig, weil günstig. In Floridsdorf gibt es auch sehr viel an dünnen Aluplattenresten 2mm, etwa 20-30cm mal bis zu 120cm. Es ist anscheinend irgendeine Spenglerei in der Nähe … Die Teile sind zwar nicht sehr hart (Spengler wollen das ja schneiden und biegen können) aber halbwegs fräsbar (mit Autowischwasch gehts).

IMG_1771 (Medium)

Am Platz stehen der Hr. Schmid selber (ca. 50 Jahre, eher klein, meistens im Haus drinnen und ander Kassa) und ein jüngerer Verkäufer (ca. 30 Jahre, sehr nett). Der Verkäufer hat selbst eine Drehe, nutzt sie aber nicht. Er weiss aber, was wir wollen, wenn man ihn drauf anredet und hie und da hat zeigt er auch seine Schätze, wenn er grad welche für uns hat.

Ein tolles Erlebnis dort ist auch die umgangreiche Beton-Box (ca. 7 Meter x 5 Meter x 3 Meter Höhe) an Kabeln aller Art. Dort findest Du Berge an nagelneuen Cat5-, Cat6-Kabeln (mit sehr grossen Längen) von Großbauten, die, wenn übriggeblieben, einfach entsorgt wurden. Auch 3adrige und 5adrige Mantelleitungen YM und YYM gibt es dort neu zum Schrottpreis. Ich habe mir damit zB. eine 400V-Verlängerung mit 10m gebaut. Preis vom Kabel ca. 2 Euro, dazu 2 400V-Stecker/Buchse vom Hornbach um je € 2,45. Eine andere Betonbox ist meistens voll mit Elektromotoren aller Grössen und Zustände, oft sind noch die defekten Pumpen angeflanscht. Die Frage ist, ob da möglicherweise ganz gute Stücke zu finden wären, das ist halt die „Katze im Sack“.

Einen weiteren Schrotthändler gibt es noch in Tulln, mit der Besitzerin Hilde Eder hatte ich schon zweimal (beruflich) urnett am Telefon geplaudert, hatte aber noch keine Zeit, dorthin zu fahren. Sie meinte aber, dass meine Bedürfnisse eher selten am Platz seien. Die Frau Eder hat keine eigene Homepage, die Betriebszeiten kann ich Euch aber verraten (Mo-Fr bis 17h, Samstag 9-12h). Eine gute Schrottquelle für Alu-Ronden bzw. Alurundmaterial würde ich übigens noch suchen – wer da Tipps hat, bitte, gerne, her damit!

Alle drei Schrottplätze könnt Ihr übrigens via Googlemaps ganz gut 3-dimensional auskundschaften (leider reicht das Zoom nicht, um das gute Material zu finden). Schaut immer auf die Betriebszeiten, in Tulln kommt beispielsweise hinzu, dass Fr. Eder bei Gewittergefahr sofort dichtmacht.

Mein Einkauf bei der Firma Sindhuber


Sindhuber Maschinen
www.sindhuber.at

Liebe Leser!

Vor dem Kauf meiner Bernardo-Drehe hatte ich lange überlegt, ob nicht eine Optimum die bessere Wahl sei, weil man da von gutem Service und von guter Kundenbetreuung liest und „ohnhin alle Chinamaschinen Schrott seien“, wie es die negativen Meinungen immer wieder schreiben.

Jedenfalls habe ich meine Bernardo 550 Profi WQ doch noch gekauft, weil ich nach einem längeren Telefonat mit dem Chef der Firma Sindhuber ein sehr gutes Gefühl hatte, eine seriöse Firma gefunden zu haben. Nachträglich zeigte sich, dass diese Entscheidung richtig war und die Qualität stimmt. Die Drehmaschine hat keinerlei scharfen Kanten, die man nachbearbeiten müsste, die China-Schmiere hielt sich in Grenzen, es blättert auch kein Lack ab und die Maschine ist vor allem fehlerfrei. Was mich besonders freut: Das beigelegte Messprotokoll stimmt im grossen und ganzen, also habe ich eine genaue Maschine erhalten!  Alles Andere kann man ja noch eher verschmerzen. Auch die Ausführung von Bernardo ist üppiger, als bei so mancher Maschine von der Konkurrenz. So bekommt man zB. serienmässig einen automatischen Planvorschub, die Aufnahme in der Spindelbohrung hat MK4, die Spindelbohrung hat 26mm anstatt 21mm ohne Aufpreis, eine mitlaufende Spitze wurde beigelegt, einige Gimmicks wie zB. eine Schnellhebelklemmung für den Reitstock und eine Gewindeuhr sind ebenfalls ohne Aufpreis dabei. Der Motor bei der 400V-Drehstrommotor-Version macht einen sehr guten Eindruck und läuft auch noch mit 110Hz völlig problemlos, ruhig und leise, sogar bei 120Hz hatte ich keine verdächtigen Beobachtungen machen können. Die Farbgebung von Bernardo ist auch sehr gefällig – was bei mir ins Auge passt, macht eben mehr Spaß!

Wechselräder - Auslieferungszustand (Small)

Jedoch hatte ich nach einigen Tagen des Herumfummelns, Zerlegens, Vermessens und Reinigens eine Panne. Die Mitnehmerhülse mit Nut des Hauptwechselrades brach in der Mitte entzwei. Es kann schon mal vorkommen, daß man nicht weiß, ob ein Teil von Haus aus defekt war, oder ob man es irrtümlich selbst zerstört hat. Genauso teilte ich das meiner Firma, wo ich die Maschine gekauft hatte, mit. Die Antwort und das gratis Paket wenige Tage später war sehr erfreulich:

Sehr geehrter Herr Heinrich Mandl.

Es tut uns Leid für diese Unannehmlichkeiten!
Der Ersatzteil ist lagernd, diesen erhalten sie in den nächsten Tagen.
Falls Sie noch Fragen oder Wünsche haben stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß
Sindhuber

Ich möchte Euch noch abschliessend empfehlen, beim Ankauf einer Drehmaschine daran zu denken, dass man eine Firma auch nach dem Kauf braucht. Aber auch auf den Preis sollte man natürlich schauen und gerade da ist die Firma Sindhuber sowohl bei den Maschinen selbst, als auch bei allen Teilen, die es von Bernardo gibt, um Einiges billiger als Bernardo selbst – bei mir waren das mehr als € 200,00 an Ersparnis. Somit lege ich Euch diese Firma wirklich gerne für Eure künftigen Einkäufe ans Herz (ich möchte dazu anmerken, daß ich an dieser Empfehlung nichts verdiene und das aus Überzeugung schreibe).

 

Martin, cnc-kleinserien.at

Ein Lehr- und Informationsbesuch

Im Rahmen meiner Erkundungen bin ich zwar soweit, die Fräse bauen zu können, merke aber bereits, dass die Freizeit immer mehr mit KnowHow-Beschaffung und autodidaktischem Weiterbilden in Sachen „CAM“ und „CNC“ draufgeht. Bei CAD-Programmen (Sketchup, TurboCad, Rhino) bin ich gottseidank schon einigermaßen sattelfest.Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Martin (kennengelernt auf der Modellbaumesse – wir haben sofort auf einer Frequenz gesendet und empfangen, er ist ur nett und hilfsbereit) gemeint hat, ich kann ihn zu Hause besuchen und er zeigt mir alles. Deswegen folgte ein Hausbesuch meinerseits bei Martin, der neben seinem Beruf einen kleinen Shop betreibt (http://www.verkaufs-shop.at, Lehr- und Informationsbesuch vom 7. November

Im Rahmen meiner Erkundungen bin ich zwar soweit, die Fräse bauen zu können, merke aber bereits, dass die Freizeit immer mehr mit KnowHow-Beschaffung und autodidaktischem Weiterbilden in Sachen „CAM“ und „CNC“ draufgeht. Bei CAD-Programmen (Sketchup, TurboCad, Rhino) bin ich gottseidank soweit sattelfest.

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