Meine Anfängerscreen für Mach-Schmidt

Meine Anfängerscreen für Mach-Schmidt

Heute hat mich der Rappel gepackt und ich habe ein bisschen was an der Software vereinfacht.

Zunächst möchte ich sagen, dass ich die Schmidtscreen nach wie vor hoch schätze und noch immer sehr liebe. Sachen wie Kameramessung, Position merken, Präzisionsreferenzfahrt und Warmfahrhelix sind halt für mich ständige Begleiter geworden, andere Tools wiederum brauche ich überhaupt nicht, wie die Z-Längenmessung und den automatischen Werkzeugwechsler. Auch konnte ich mich mit den diversen „Augenkrebsversionen“ (gängiger Ausdruck in den diversen Foren zu so manch kühner Designauswahl ab v.1.15) nie anfreunden und so blieb ich der v1.14c mit der Oberfläche von v1.13d treu. Also die klassische Schmidtscreen-Ansicht, wie wir Älteren, die von Anfang an dabei waren, sie alle noch kennen.

Ich kann es mir als armer Hobbyist leider nicht leisten, für eine Profi-Software wie von Royal CNC etwa Euro 850,00 zu bezahlen, obwohl sie sicher sehr gut ist. Da war der Manfred mit seinen damals, als ich sie kaufte, läppischen € 35,00, ein ganz anderes Kaliber und es gibt eigentlich nach wie vor keine wirklich gute Konkurrenz, weil ja fast alle anderen Kaufoberflächen lediglich das Original anders bemalen, ohne wirkliche Zusatzfunktionen mit Mehrwert anzubieten.

Auch die klassische Schmidtscreen war mir auf Dauer doch etwas zu überladen. Immerhin habe ich damit schon über 2000 Maschinenstunden gearbeitet und eigentlich immer diesselben Funktionen benötigt, andere wiederum nie. Auch jammern Mach3-Einsteiger, egal ob es die Screens von Schmidt, Selig, Original, oder sonst welche sind, dass Mach3 sehr überladen und daher viel zu kompliziert ist. Daran denke ich noch immer, wenn ich sehe, wie z.B. die CNC-Software WinPCNC aussah. Kaum Buttons, alles einfach gehalten und trotzdem konnte sie die notwendigsten Dinge, nämlich beispielsweise fräsen.

Somit setzte ich mich ein wenig hin und dachte nach, was alles verschwinden kann, ohne dass es mir abgehen würde, bzw., wie ich die für mich wertvollen Programmzusätze trotzdem erhalten könnte. Bisher bin ich nur über die Hauptseite drübergegangen, die anderen Seiten wie zB. für diverse Einstellungen, sind ja im laufenden Betrieb weniger wichtig. Wenn man hie und da, oder mit der Zeit in der die Erfahrung wächst,  trotzdem mehr braucht, kann man ja ganz einfach auf die vollständige Screen umschalten.

Seht selbst, wie es nun aussieht – über Eure Kommentare hier würde ich mich sehr freuen!

Originalscreen („klassische Ansicht“):

Schmidtscreen 1.14c (mit Technik von v.1.13)

Schmidtscreen 1.14c (mit Technik von v.1.13)

Meine reduzierte Version:

SchmidtAnfaengerBreit

SchmidtAnfaengerBreit

Isopropanol in der Werkstatt

Heute ein kleiner Hinweis zu Isopropanol („IPA“).

Isopropanol ist eigentlich ein Handelsname und besteht aus ungefähr 99%igem 2-Propanol, einem einwertigen Alkohol. Für mich ist Isopropanol der ideale Fettlöser, Reiniger und auch als Desinfektionsmittel verwende ich es. Alte Klebeetiketten, Rückstände von Klebstoffen, etc. gehen damit ebenfalls sehr gut zu lösen. Man kann damit auch sehr gut verstopfte Tintenstrahldrucker reinigen (die sogenannten „Reinigungspatronen“ beinhalten gerne Isopropanol, das kann man aber mit einer Injektionsnadel selbst machen, das Internet ist voll mit Anleitungen dazu). Auf meinem 3D-Drucker entferne ich erfolgreich Finger-Tapser, Fettflecken und anderen unsichtbaren Mist von meiner Heizbettplatte aus Glas. Bevor ich etwas klebe, egal ob mit Uhu, Pattex oder mit Superkleber, reinige ich die Klebeflächen vorher ebenfalls mit Isopropanol und die Ergebnisse sind beeindruckend.

Isopropanol

Isopropanol

SICHERHEITSHINWEIS:

Bitte achtet darauf, dass IPA explosiv und brandgefährdend ist, wie zB. auch Aceton, Nitroverdünnung, Waschbenzin, etc.,. Was das Einatmen betrifft, ist es wie die anderen erwähnten Mittel, daher bitte beim Arbeiten immer für gute Lüftung sorgen, oder sparsam damit umgehen :-). Vollständigkeitshalber: Orale Einnahme führt zu Vergiftungen (no na) und vom Hauptkontakt wird wie bei all diesen Mitteln auch abgeraten, obwohl es gerade auf der Haut zur Desinfektion (kutane Anwendung) vor Spritzen verwendet wird.

Dazu sage ich meine persönliche Meinung:

Wir haben heutzutage schon mehr Sicherheitshinweise als intelligente Menschen, daher bitte die Kirche im Dorf lassen und sich selbst eine Meinung bilden. Denn, wer will das schon trinken, oder sich mit Aceton, Nitroverdünnung einreiben?

 

Isopropanol

Isopropanol

Zu kaufen gibt es Isopropanol vor Ort nur sehr selten und wenn, dann sehr teuer in Apotheken (in Österreich wollen die das nicht verkaufen, sagte mir eine Apothekerin direkt ins Gesicht, denn die wollen ja an den 300ml-Fläschen verdienen), das Lacke- und Lösungsmittelsortiment von Drogerien gab es nur bis in die Achtzigerjahre, seither haben die nur mehr Parfüms und Spielzeug. Wo kauft man, also, no na, wie halt fast immer, supergünstig auf Ebay oder Amazon.  Ich zahlte zB. für sechs 1-Liter-Kunststoff-Flaschen € 18,50, zuzüglich Versand. Einige Beispiele, was auf Ebay zu gefunden werden kann, seht ihr hier, aber, wie schon geschrieben, auch auf Amazon wird man, z.B. hier fündig (geringfügig teurer).

Jetzt noch meine Meinung, warum sich der Kauf grösserer Mengen immer rentiert (abgesehen davon, dass der Grundpreis mit der Menge rapide abnimmt): Macht Euch doch damit Eure persönliche, individuelle Händedesinfektion selbst! Wie geht das:

Die üblichen Markennamen aus der Apotheke, „Sterilium“, „Dodesept“, etc., also die marktüblichen Händedesinfektionsmittel gegen Bakterien, Hefepilze und Viren, bestehen überwiegend aus Isopropanol, etwas weniger Ethanol, dann noch aus ca. 30% aqua destilata und div. minimalen rückfettenden Zusätzen zur Hautpflege. Allerdings sind diese Dinger viel zu teuer (300ml ca. 8 Euro?). Ich mache es umgekehrt, ich mische aus meinen Großgebinden 70%ige Lösungen (70% IPA und 30% destilliertes Wasser) in kleine Handtäschchen-Flaschen ab und habe somit für die ganze Familie Händedesinfektion „für lau“.

Der Anteil an destilliertem Wasser ist für die Handdesinfektion wichtig, weil die Desinfektionswirkung besser ist – bei den „99,9“%-Konzentrationen der Kaufgebinde geht das nicht so gut.

Achja: Es wäre interessant, ob eine 70/30- Lösung oder der 99%ige-Inhalt für unsere Werkstattarbeiten besser funktioniert. Ich denke, das werde ich demnächst mal ausprobieren…

Messschieber richtig kaufen (digital)

Ein Werkzeug, das wohl nirgendwo fehlen darf, ist ein guter Messschieber

Heutzutage bleiben die früher sehr gängigen, analogen Geräte massenhaft liegen, die überwiegende Mehrheit arbeitet mit einem digitalen Messchieber. Eine kleine Randgruppe kommt mit runden Zeigerinstrumenten klar, ich nicht, zumindest nicht bei Messschiebern. Meine analogen Bügelmesschrauben hingegen liebe ich. Aber ich berichte heute hier ausschließlich über digitale Messschieber.

Messchieber. Meine 3 alten, aber schönen Mitutoyos und Hommels

Ich besitze etwa 4-5 gute Messchieber (2mal Mitutoyo, 2-3mal Hommel) und 2-3 Supermarktgeräte (China). Warum? Weil ich ein altes Waschweib bin (das sind bei uns in Ö diejenigen mit der riesigen Handtasche voller Glump). Warum bin ich ein altes Waschweib: Weil ich meinen Messschieber nicht mit mir rumschleppen möchte, und so halte ich es auch bei meinen Sehhilfen: Überall liegen die Dinger herum, am Schreibtisch, im Auto, in der Küche, in der Werkstatt, im Wohnzimmer, ja sogar am WC, und wenn ich eine brauche, ist auch eine da.

Bei den Messschiebern ist es gottseidank etwas einfacher als bei den Brillen:

Unten in der Werkstatt habe ich je 1 Mitutoyo und 1 Hommel, hier heroben im Haus dasselbe nochmals, und den Chinakrempel habe ich zB. im Schrottplatz-Sackerl (da sind auch noch drinnen: 1 starker Magnet, ein Maßband, 1 Kugelschreiber, Papier), im Auto, bei mir in der Arbeit, oder einfach irgendwo rumkugeln. Auch für das genaue Anreissen von Markierfarbe mit den Messschieberspitzen sind mir meine Markengeräte zu schade, da muss der Chinese herhalten. Ja, wie er seht, bin ich ein bisschen messmittelsüchtig (meine Bügelmessschrauben-, Innenmessgeräte-, Haarwinkel-, Haarlineal-, Messuhren-, Puppitaster-, Messplatten-, Höhenmessgerät-, Glasmesssystem-, Parallelunterlagen- , etc., Sammlung kann ich Euch gar nicht herzeigen, ohne Neid zu wecken :-)).

Man beginnt sein Werkstattleben …

… normalerweise mit einem einzigen Messschieber, der Rest ergibt sich dann über die Jahre (ersteigern, zu schönen Anlässen schenken lassen, etc.). Interessant aber: Die Chinageräte sind schon 3. Generation, d.h., also dreimal ausgetauscht, bzw. genauso viel davon habe ich schon weggeworfen, da waren sie erst 1-2 Jahre alt, aber schon völlig weggerammelt. Mein Lieblings-Mitutoyo ist über 20 Jahre alt, der andere sicher noch älter. Beide haben eine Haptik, dass es für meine Hände eine Freude ist. Die Genauigkeit an sich, aber auch die Treffsicherheit (mein persönlicher Anstelldruck) und auch die Wiederholgenauigkeit sind ein Traum, da kommt kein Chinese mit, da gelingen auch laienhafte Messungen viel besser und sind auch angenehmer. Die Hommel wiederum ersteigerte ich auf Ebay als „ausgeschiedene Industrieprodukte“ für lau im Fünferpack, zwei davon waren schon sehr hinüber, und aus den Einzelteilen von allen Fünfen machte ich dann 2 gute Geräte, einen in Reserve als Ersatzteillager (z.B. waren da: Displaydefekt, manche Batteriedeckel fehlten, und einer war lediglich mechanisch völlig abgeludert). Letztendlich kostete mich jeder von den beiden verbleibenden Toppgeräten nur etwa 6 Euro. Alle meine Messschieber werden bei mir regelmässig mit meinem schönen Endmaßsatz von Carl-Zeiss Jena kontrolliert und eine Genauigkeit von 1-2/100mm sollten sich mit viel Erfahrung des messenen Menschen damit ausgehen. Eigentlich schaffe ich das regelmässig nur mit meinem Lieblingsmitutoyo, auch deswegen ist er ja mein Liebling! Ordentlich zersaust wie der alte Haushund, aber frisch wie eh und je:

Messchieber

Messschieber, mein Liebling, der alte Mitutoyo

Aber auch damit arbeite ich sehr gerne, der uralt-Mitutoyo in brauner Farbe, oder auch der Hommel:

Was aber meine eigentliche Botschaft an Kaufinteressierte ist:

Passt mir ja auf, keine Fakes zu kaufen!

Auf Ebay, Banggood, und ähnlichen Chinaplattformen gehen jeden Abend kistenweise gefälschte Mitutoyos um ca. € 23,00 bis 33,00 weg (nachzulesen und zu gucken, z.B. hier ein Ebay-Beispiel, hier, und hier Berichte dazu in Foren), die kein 10 Euro wert sind. Ganz freche Händler verkaufen auch Mitugoyo anstatt Mitutoyo, sozusagen für die ganz Dummen unter uns, die nicht einmal genau lesen können. Die Seriennummern der vermeintlichen Fakes kann man übrigens zu Mitutoyo D oder A schicken und bekommt sogar recht oft eine Antwort, ob echt oder gefaked. Auch Private versteigern inzwischen diese Nachbauten, weil das eine lukrative Einnahmequelle ist, andere wiederum wissen gar nicht, dass sie einen Fake verkaufen. Die Fälschungen sind spontan nicht leicht erkennbar, sogar die Plastikbox, der Karton, und die Zertifikatsurkunde samt Prüfprotokoll werden inzwischen gefälscht. Doch mit ein bisschen Hingucken wird einem rasch geholfen, z.B. hier:

Mitutoyo 500 196 20 Fake

Digital caliper comparaison – Mitutoyo Brand name VS Cheap Brand

BOLTR: $33 Mitutoyo Calipers, too good to be true?

Gefälscht werden überwiegend Messschieber von Mitutoyo, nicht aber von anderen Marken. Warum das so ist, weiß ich auch nicht.

Es muss nicht immer Mitutoyo sein, wie gesagt, gibt es auch noch andere, gleich gute Marken, die werden gar nicht bis sehr selten gefälscht – ich selbst habe weder jemals einen gesehen, noch davon gehört oder gelesen. Gute Marken sind z.B.  Tesa, Mahr („MahrCal“), Format, Hommel Hercules.

Aber auch bei alternativen, billigeren Herstellern oder bei seriösen Händlern mit deren Eigenmarken (Brandings), wie zB. Holex von Hoffmann, Vogel Germany, Helios Preisser, Steinle, Promat, Atorn, Peter Slotta Messmitteltechnik, usw., ist man sehr gut aufgehoben, wenn auch nie sicher, welcher Hersteller derzeit, momentan aktuell, hinter diesen Brandings steht (die wechseln halt leider).

Ich selbst bin übrigens ein eingeschworener Starret-Fan, seit ich das da gesehen habe – Starret Factory Tour:

Die echten Mitutoyos, Tesas, MahrCals

… bekommt man günstigstenfalls bereits knapp unter dreistelligen Eurobeträgen, also um etwa € 82,00 bis 99,90 neu und originalverpackt, und ich denke, das ist kein Geld, wenn man berücksichtigt, was die Standfräse, die Drehmaschine, oder das Zubehör bisher gekostet haben. Oder, für Einsteiger: … noch kosten werden. Sofern man auf besondere Schutzklassen (z.B. übertriebener Nässeschutz ist im Heimgebrauch oft vernachlässigbar). Aber auch billiger geht es, weil „fast neu“, (auf Ebay und Kleinanzeigen mit etwas Risiko) um etwa 25-50% billiger, wenn man Zeit zum Warten auf Ebay hat und einen Privatmann findet, der gerade  seinen Eigenen verkauft. Da gingen wirklich gute echte Mitutoyos schon um € 39,00 weg. Bei Holex ist man oft schon billiger dabei (z.B. wenn man jemanden mit guten Rabattkonditionen bei Hoffmann kennt, geht’s ab € 35,00 los, große Unternehmen haben dort Rabatte, von denen ich nur träumen kann).

Zu den Genauigkeitsunterschieden von Marken- zu NoName gibt nicht nur gute Videos, sondern die Anbieter selbst liefern gute Bilder. Hier zB. ein Vergleich eines Original-Mitutoyos mit einer Chinafälschung, sofort erkennbar am eingedrückten Batteriedeckel – oben die Fälschung, unten das Original. Auch sind oft die anders angeordneten kleinen bunten Tasten bzw. auch die Nachkommastellen und die Position der „mm“-Anzeige ein Indiz:

Messchieber

Messchieber. Hier der Fake aus China

Messchieber

Messschieber. Hier das Original

Wobei wir da gleich beim nächsten Thema wären, nämlich „was sind genaue Messungen“

Eine absolut genaue Messung mit unserer Hobbywerkstatt-Messumgebung gibt es auf der ganzen Welt nicht. Alleine schon der normale Temperaturunterschied des Auskühlens des Werkstückes auf der Drehbank verändert die Größe um mehrere hundertstel Millimeter. Da gibt es dann immer wieder Typen in den Foren, die wollen auf <= 1/100mm produzieren. Nur soweit dazu gesagt: Ja, es geht, aber das ist sicher eine andere Geschichte und ist nicht so einfach.

Resümee

Kurz gesagt, Fakes sind in allen Diszipinen sehr ungenau, sie haben eine Batterielebensdauer von etwa 1-2 Monaten (bei Markengeräten sind das dann 2-3 Jahre), , das Gefühl, eine rauhe, wenig geschliffene, ruppige Gurke zu haben, ist immer da und ein richtiger Spaßverderber.

Auf der anderen Seite kann man sogar günstig, wenn man es „auf ein Leben lang“ hochrechnet, mit einer echten Lady arbeiten, wo das Messergebnis wirklich schon der Realität sehr nahe kommt.

Ihr habt die Wahl. Billige 15 Euro fürn Chinesen ums Eck, dafür mit täglich garantierem Ärger, oder einmal günstige 90 Euro ausgeben, und ein Leben lang Freude haben.

Hier einige Links für Euch, zum Stöbern und zum Gusto holen:

ORIGINALE:

Mahr MarCal 16 ER 150 mm, z.B.  um € 98,54 auf Amazon
TESA 150 mm VALUELINE, z.B. um € 99,15 auf Amazon
Mitutoyo 500-184-30 z.B. um € 109,90 bei prüfmittel24 (im Ebayshop)
Mitutoyo 500-196-30 z.B. um € 82,60 bei paymail (im Ebayshop) – fast ausverkauft

FÄLSCHUNGEN:

  • z.B. XUZENGJIU auf Ebay um die (meistens) € 30,00
  • hier ein besonders dreister Anbieter: Fälschung um € 157,00 auf Aliexpress von Shenzen Bost Instruments
  • wenn auch Fälschung, der hier ist wenigstens billig, Ihr erhaltet einen Fake um € 27,42 auf Banggood.

 

€ 199,00, Sitontech Glasmesssystem derzeit mit 32% Rabatt!

Das von mir damals gekaufte Messanzeige-System, bestehend aus Digitalanzeige und 3 Glasmessstäben zu je maximal 1000mm gibt es momentan und kurzfristig mit Rabatt um sagenhafte € 199,00 inkl. Versand. Die Einfuhrumsatzsteuer samt Zoll müsst Ihr noch dazurechnen, der Gesamtpreis mit allen Abgaben kommt dann auf € 242,00 und binnen einer guten Woche liegt die Kiste vor Eurer Haustür. So schnell sind oft nicht einmal die heimischen Händler.

Ein Nachsatz zum Zoll: Naja, zumindest in Ö gilt das Gesagte, in D munkelt man hie und da, dass Eure Zollbehörden gelegentlich überbürokratisch sind und man hinfahren muss.

Meinen Artikel vom 28. Juli 2016 findet Ihr hier, das aktuelle Rabatt-Angebot findet Ihr hier (aufs Bild klicken):

 

Genauigkeit der Frässpindeln, Gedanken, Hobby

Lieber Leser!

Eine zugegeben ansprechende Diskussion im CNCWERK-Forum hat mich veranlasst, ein Statement abzugeben. Ich bin sicher, dass es Euch als Einsteiger irgendwann genauso geht wie den vielen Anderen, und das kann bis zur Verzweiflung gehen. Damit Ihr Euch nicht vorschnell entmutigen lasst, hier (m)ein Beitrag, den ich hiemit auch hier bringen möchte:

Die Entwicklung der Chinafrässpindeln geht seitens der Chinesen in den letzten Jahren ohnehin in eine scheinbar kundenorientierte Tendenz. Ausgehend von UK, wo der Wunsch nach präzisem Rundlauf mehr ausgeprägt war als bei uns, ist es fast schon auch in Deutschland Mode, Chinafrässpindeln mit vernachlässigbarem Rundlauf anzubieten.

Hingegen macht sich inzwischen aber eine andere, unangenehmere Seuche breit:
Die Qualität der Spindeln leidet extrem. Ich bekomme immer mehr Berichte von Bloglesern, deren Spindeln heiß oder gar unbrauchbar werden, Lagerdefekte werden mehr, auch scheint es mir, als dass die Haptik leidet. Dünner, weniger Material, einfacher, kostengünstiger. Der Kunde will keine € 300,00 mehr alleine für die Frässpindel bezahlen, dann noch die Kosten für den FU, schrecklich. Dem Kunden war das also egal, Hauptsache nur € 130,00 für eine 2,2 Watt-Spindel und der Rundlauf muss auf jeden Fall passen.

Was ich sonst noch immer predige, verhallt leider auch gerne allzu rasch:

Das ER-System ist gar nicht für präzisen Rundlauf gedacht und selbst mit sauteuren Präzisionsspannzangen von Farion oder gar Rego-Fix (die hatte ich mal auf sehr präzisen Frässpindeln als Blogsponsoring testen dürfen), gelingt es jedem von uns alle paar Einspannungen mal, dass man den Rundlauf versaut. Einfacher, und vor allem viel billiger ist es da, mehrmals einzuspannen, zu verdrehen, zu messen, bis es passt. Oder, diesen Adapter hier in meinem Blog, nachzubauen. Wie Alex unlängst „schrub“ oder eher „video-sierte“, ist es ja nicht nur der Rundlauf, sondern vor allem das Eiern, was dann, viel schlimmer, zu nicht lotrechten Schnittkanten führt.

Wenn man die hohen Investitionskosten des heute üblichen Hobbyistenverhaltens betrachtet, komme ich immer mehr zu der Meinung, dass die Meisten von uns einen Knall haben. Das ist ähnlich wie in der Welt der 3D-Drucker-Freaks. Wir lösen mit unseren Maschinen laufend Probleme, die wir ohne unsere Maschinen gar nicht hätten. Hand aufs Herz: Die wenigsten von uns produzieren mit ihren CNC-Fräsen Dinge, die dem tatsächlichen Hobby dienen. Die meisten von uns adaptieren lieber ihre Fräsen, oder ergeilen sich lieber an Servomotoren, Rundlaufoptimierungen, Stepperservos, automatischen Werkzeugwechslern, vierten Achsen und so Zeugs, aber dann ist auch schon wieder Sense. Sinn des Ganzen: Das Hobby ist das Optimieren, anstatt Lokomotiven, Flugzeuge, Schiffe, oder Puppenhäuser zu bauen.

Dagegen kann man aber auch gar nichts einwenden, wenn das Absicht ist und der Betroffene das als gut empfindet. Leider wird das aber irrtümlich aber sehr oft und rasch als Leitlinie für Einsteiger definiert und das ist falsch. Vergleichbar finde ich das mit der heute üblichen Verpartnerung oder in D der Homoehe. Das wird in den Medien so oft wiederholt und in die Gehirne einzementiert, dass meine kleinen Kinder tatsächlich den Eindruck haben müssen, dass das der Mainstream ist und alles Andere nicht normal ist. Bitte, ja, der Vergleich hinkt ein bisschen, aber wir sollten doch auch darauf achten, die Maschinen fürs Hobby zu verwenden und nicht ALS Hobby. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn sich jemand eine EMS Cobra vom Hermann oder eine GP10050 vom Hans Auracher (immerhin aus Stahl) kauft, natürlich mit Markenrundlauffrässpindel, und dann fräst so ein Typ 5 Jahre lang nur Schwibbögen und Bastelholz damit.

Meine Meinung:

Fräst mit den Chinaspindeln so, wie sie aus der Schachtel kommen und gut ist´s. Ihr könnt damit alt und glücklich werden. Die geringen Mehrkosten an Fräserverschleiss sind nicht teurer, wie Eure Ausgaben für Fassbier. Meine Frässpindel hat seit 6 Jahren um die 2000 Stunden überlebt, davon zweimal 2 Stunden ohne Wasserkühlung, das war ihr egal und sie geht noch immer wie am ersten Tag. Bei einem Rundlauffehler meiner Chinaspindel von ca. 5/100mm mache ich schönere Werkstücke wie so manche Weltverbesserer, die ihre Alufräsen polieren, um sie gleich danach mit Klarlack zu schützen und nach der Fertigstellung nie mehr einschalten. Der Dreck darf und muss spritzen dürfen, auch sind mir Werkstatträume, die adrett und nett sind, immer suspekt, weil nicht genutzt (Werkstatteinrichtung als eigenes Hobby …).

Das mal so einfach zum Nachdenken, und jetzt dürft Ihr mich dafür prügeln.
Grüsse, Euer Heini

Mafia Aussenstelle Wien-Umgebung auf Schrottplatz-Beutetour

Heute machte sich die berühmt berüchtigte Mafia-Außenstelle Wien-Umgebung auf sommerliche Beutetour. Die ehrenwerten Männer waren Josef K, hier besser bekannt als User Josef, und ein Führungsmitglied mittlerer Ebene aus einem regionalen Bastelkonzern (ein Moderator). Ziel war zunächst die Hilde Eder in Tulln, die uns pünktlich um 09:30 Uhr das Tor öffnete (sie will nicht gerne fotografiert werden, ist aber eine absolut liebenswerte Frau, wo sich jederzeit ein Tratscherl ausgeht – im Bild ganz wenig, nur der Kopf, zu sehen).

Was man dort findet, habe ich ja schon früher einmal geschrieben, auch ist der Platz der urigste, den ich kenne (Berge, zwischen denen man geschickt durchturnen muss). Beute: kleine Alustäbe, Aluflach (dickere Stücke sind dort sehr selten), Stahlronden, ein Stück schönes Kupferblech (0,7mm) und allerlei Kleinzeug (z.B. Josefs neues (Stemmeisen). Den alten Doppel-V-Kompressor mit gefühlten 10 PS, weiter hinten im Gelände, musste ich leider stehen lassen, damit daheim alles ok bleibt (Haussegen, Lärmpegel, etc.) – das Wetter war um diese für Urlauber fast nächtliche Uhrzeit noch kühl, leicht dunstig, ideal also.

Anders dann auf dem Weg nach Hollabrunn, zu einem uns bisher unbekannten Beuteziel: Die Firma Brabenetz, eher bekannt als Holzbaumeister-Betrieb für Hallenbau, Dachstühle, mein Haus hat von dort beispielsweise das Dach, die Firma ist aber auch ein Metallhändler. Die Angst, dort von der Sonne getötet zu werden, war unbegründet. Das Hallentor in die angenehm kühle Stätte der Wunder war so groß, dass mehrere Autos nebeneinander reinpassen. Man sieht bereits am Stadel vis a vis, dass die Firma mitten in der City beheimatet sein dürfte.

Der Tipp zum Brabenetz kam übrigens von einem netten Kollegen, auch einem Josef (wo finde ich die immer alle bloss?), der Josef W. von schienendampf.com, der mich schon mal daheim besuchte, um gemeinsam mit mir Lokomotivräder zu bauen.

Alles, was Ihr auf den folgenden Fotos seht, ist dort käuflich zu erwerben. Zugeschnitten wird auch, man kann sogar drauf warten, eine eigene Flex mitzunehmen, ist unnötig und auch nicht erwünscht.
Die Reste-Ecke ist zwar klein, aber fein, pro Warenart steht dort ein kleiner Wühlcontainer. Leider aufgrund der Urlaubszeit waren alle eher ausnahmsweise leer, was die Dame aus dem Büro mit dem Hinweis „ansonsten das ganze Jahr über gut gefüllt“ bedauerte. Auch Josef W. schrieb mir damals Ähnliches:

„Hallo Heini,
soeben war ich in Hollabrunn bei der Fa Brabenetz und habe dort meine Messingabfälle hingebracht. ich habe gleich 30 kg Drehabfälle in verschiedenen Stärken mitgenommen. Flachmessing haben sie dort nicht, aber es liegen in den Boxen noch hunderte Kilo Rundmessing in verschiedenen Stärken.“

Es gibt dort also Messingronden, Edelstahl (dort nennen sie es Niro) in Fräsqualität (Rundlinge, Sechskant, Vierkant), die Kupferreste waren eher mau (Dachdeckers verbogene Warenreste, hie und da aber KupferROHR-Reste – zB. für die Dampfer interessant) eher beim Eingang gab es dann noch ein 5 Meter-Regal mit kleinen div. Stahlstücken, jeweils in Bastlerlustgrössen vom Feinsten: Z.B. Rundlinge von 3-50cm, Plattenreste von 3mm bis 20mm Dicke, Stangenmaterialreste, also so ähnlich wie im Vorzimmer vom Fixmetall, aber viel besser sortiert und viel mehr. Egal, alles was auf den Fotos ist, wird ja auch zugeschnitten, somit ist das ein Eldorado für echte Männer. Dann gibt es auch noch 2 bis 3 Reihen mit Baumarktartikeln wie Muttern, Schrauben etc, aber auch in Größen, wo jeder Baumarkt aussteigt. Z.B. Muttern M35, Beilagscheiben so groß wie Krakauer…

Sondersachen fand ich auch: ZB. ein Regal mit Automatenstahl-Ronden, ST52 war auch ganz gut vertreten.

Interessant ist auch, wie das Einkaufserlebnis abläuft. Man flaniert einfach überall unbegleitet durch die Hallen und was einem gefällt, kauft man. Keine Eingangskontrolle, kein Zutrittsverbot, nichts (anders also als bei Schiekmetall oder Fixmetall). Vertrauen an jeder Ecke. Der Platzwart ist kompetent, nett und schnell. Selbstverständlich gibt es auch eine Kundenwaschgelegenheit für die dann doch schmutzigen Hände.

Eine Überraschung waren dann die Preise:
Wir haben fürs Kg Baustahl € 1,99 bezahlt, fürs Kg Messingreste etwa € 1,00, für die Edelstahlreste € 0,72/kg. Bei größeren Mengen kann man Rabatte bekommen, meinte die Dame, die dann kassierte. So, jetzt lassen wir Bilder sprechen!

NotAus-Pilz zerlegen

Diesen Notaus-Pilz gibt es wohl in der ganzen Welt, auf Aliexpress hier um ganze € 3,68, Gratisversand , der ist in Deutschland selten unter € 29,00 bis 25,00 samt Porto zu bekommen.

Zur Qualität: Sehr gut, keinerlei Mängel, guter Kunststoff, Maßhaltigkeit der einzelnen Lieferungen immer identisch – sehr gut zu verwenden für unsere CNC-Fräsen, zuverlässig in der Bedienung.

NotAus-Pilz

NotAus-Pilz

Irgendwann einmal musst ich diesen zerlegen, weil für meine neue Sondermaschine das Gehäuse obsolet wurde und ich nur den roten Kopf samt Innenleben benötigte. Das Zerlegen geht ganz leicht, wenn man erst einmal weiß, wie es geht. Hier eine Bilderanleitung, ganz textfrei, für Euch.

Ansicht, wenn der hintere Deckel runtergenommen wird

2 Schrauben lösen und die beiden Schalter gehen runter

ein kaum sehbarer, winziger Clip. Den mit einem kleinen Schraubendreher ein bisschen wegdrücken und man kommt näher ans Innenleben heran

So also sieht es aus, wenn man alles zerlegt hat…

… wieder zusammenbauen. Einfach die Teile reinstecken und die große runde Kunststoffschraube anziehen, den schwarzen Deckel wieder anclipsen.

die Montage vom roten Pilz, in dieser Reihenfolge

jetzt noch die beiden schwarzen Schalter anschrauben. Die müssen richtig, wie im Bild,draufgesteckt werden.

Modellbaumesse Wels 2017

Besuch auf der Modellbaumesse Wels 2017

Mein Bastelstubenkollege „Josef“ (für mich „der Klemi“), hat eine kleine, aber feine Fahrgemeinschaft organisiert hat und so sind wir zu viert mit ihm und seinem tollen Auto am Samstag nach Wels gereist. Darüber möchte ich Euch kurz berichten.

Die Messe selbst ist größer als die in Wien oder Sankt Pölten, sie sind aber alle drei -leider- sehr ähnlich. Lediglich die diversen Vereine dürften eher mehr aus dem Westen kommen, ob es jetzt die Bagger- und Lasterfahrer waren, oder die Flugmodellbauer, eher weniger konnte ich aus dem Wiener Raum finden. Ansonsten wie immer, es gab viele Kleinkrämer-Läden, fertig-Flugzeug-Zeugs, aber darüber hinaus nicht viel Neues. Es waren leider wieder einmal keinerlei Werkzeugmaschinen-Aussteller dort, keine aus Österreich, aber natürlich schon gar keine bekannteren á la Paulimot, Wabeco, RC-Machines, ArcEuroTrade oder ähnliche interessante Shops.

Allerdings, und das war für mich das persönliche Highlight, gab es wenigstens eine zusätzliche und riesige Halle mit schönen und vor allem großen Lokomotiven. Beim Betrachten der Fotos könnte man meinen, sie wären aus Karlsruhe, lediglich die dort immer vorhandenen Christbäume fehlen bei uns. Allen voran sind mir die Modelle der Fa. Wimmer ins Auge gestochen, die waren von echter Präzision (siehe Fotos). Die zu bauen würde mich schon sehr reizen – allerdings ein Lebenswerk, bis die fertig wäre, und auch mein Können würde dazu nicht reichen.

Zwei Highlights schlechthin ergaben sich dann noch zufällig:

Erstens fuhr eine superseltene Dampflok „Steinbrück“ an mir vorbei (Spur 5), das Foto mailte ich natürlich umgehend an unseren Benjamin, weil der auch eine baut – und, zweitens, wie wäre es anders zu erwarten, traf ich unseren Bastelstuben – Josef Schmidl (User „dampfmodell“), ein nettes Plauscherl mit ihm war inklusive, es hat mich sehr gefreut. Doch nun lasse ich ein paar Fotos sprechen:

 

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

Modellbaumesse Wels 2017

 

Röhm Bohrfutter, Trennen von MK3-B16

RÖHM BOHRFUTTER
Vor einigen Tagen konnte ich nicht anders und ersteigerte supergünstig ein Röhm-Bohrfutter Supra 1-13mm.

RÖHM BOHRFUTTER

Mein Röhm Schnellspannbohrfutter Supra

Leider hatte es einen Morsekonus 3 eingesteckt und auf der anderen Seite, also auf dem Teil, der im Bohrfutter steckt, einen B16-Konus. Meine Fräse habe ich aber, was das Kaufen von Zubehör betrifft, so ausgerichtet, dass mir nur MK2 und MK4 ins Haus kommen – drei Standards sind mir einfach zuviel. Einen MK3->MK4 Adapter wollte ich auch nicht verwenden, weil ich da dem Rundlauf nicht traue. Somit blieb nur, den MK3 so auszubauen, daß ich den Rundlauf nicht allzu beleidige und einen MK4 einzusetzen. Daraufhin klapperte ich unsere Bastelstube und allerlei andere Webseiten nach brauchbaren Lösungen ab. Natürlich gab unsere gute Bastelstube zu dem Thema viel her, was mir die Sache sehr erleichterte und hier möchte ich Euch über meine Methode von heute nachmittag berichten.

Schnell schieden aus:

  1. Die übliche eingeschraube Gewindestange, mit einem Fallgewicht, bis der B16-Konus nachgibt – es nutzte einfach nichts, das Teil blieb stur und fest
  2. das Aushebeln mittels zweier Gabelschlüssel – detto, ging einfach nicht
  3. das seitliche Klopfen – haha, das lachte mich aus
  4. das Fräsen, bis das Bohrfutter endlich einsieht, dass seitliche Schläge nicht sinnvoll sind (weil ich ja keinen MK3-Adapter habe, konnte ich das nicht machen)

Somit blieb die professionelle Lösung, mittels Keilen und hydraulischer Presse die beiden Teile zu trennen. Beides hatte ich nicht. Die Keile konnte ich aber auf der MB4 aus einem Rohling ST37 (kaltgezogen) vom hier bereits mehrfach gelobten CNC-Robert und Martin Schmid, 1150 Wien, (locomotion auf ebay) vor längerer Zeit gekauft, herstellen. Den Keilwinkel habe ich übrigens mit nur 7° definiert, damit ich das Drücken dann noch manuell schaffe. Anstatt einer Presse musste mein Schraubstock, Marke Zgonc/China, herhalten, der seit 10 Jahren „sooo schlecht“ gar nicht ist. Besonders wichtig war, dass ich die Keile auf allen Seiten fett eingeölt hatte, damit sie a) nicht verreiben und b) auch nachher noch neu aussehen.

Die Sache ging gut, der Druck auf das zu trennende Teil war, im nachhinein betrachtet „irrsinnig hoch“ (=neue, emotionale Maßangabe) und ich glaube, auf andere Art und Weise wäre ich gescheitert. Ein „Knack“ bei etwa 80% der mir möglichen Krafteinwirkung am Schraubstock befreite ruckartig MK3 und Bohrfutter. Hier noch ein paar Bilder:

RÖHM BOHRFUTTER

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (02)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (02)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (03)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (03)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (04)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (04)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (05)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (05)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (06)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (06)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (07)

Austreiberkeile für MK3-B16 und Bohrfutter (07)

 

ADA´s (Ada die Echte) neuer Shop ist online

Linearführungen, Kugelgewindespindeln, CNC-Zubehör

Adatu Topper auf aliexpress.de

Unsere Ada (die Echte) hat mich angemailt, dass ihr neuer Shop nun online ist. Hier der Link, für alle, die dort kaufen möchten. Für jene, die es damals nicht mitbekommen haben: Bei den Leuten von Noulei, wo Ada früher gearbeitet hat, nennen sich auch jetzt noch die Verkäufer Ada und Simon, allerdings wird vielfach, auch von mir, angezweifelt, dass die echt sind. Dort heissen einfach gesagt alle so, solange die Kasse klingelt.

Damals hatte ich auch mehrere glaubhafte Informationen, dass die beiden ehemaligen Mitarbeiter Ada und Simon ziemlich ausgebeutet wurden und Noulei darauf hin rasch verlassen mussten. Wo Simon abgeblieben ist, weiß ich nicht, die Ada jedenfalls war schlau und hat daraufhin ihre eigenen Geschäfte mit uns (natürlich auch mit mir) gemacht – nun sogar hat sie ihren eigenen Aliexpress-Shop aufgemacht. Das Service ist wie von ihr gewohnt, sehr gut, sie kennt uns auch noch nach dem Kauf, Kulanz ist ihr ein Begriff und sollte etwas im Paket fehlen oder mangelhaft sein, so hat sie das bisher immer unbürokratisch nachgeliefert. Auch ihre Beratung und die Antworten auf meine Mails sind immer äusserst rasch und sehr kompetent. All das ist bitte in China NICHT selbstverständlich und ich denke, auch in D und A nicht. Jedenfalls kommen Adas Pakete immer in einer, maximal zwei Wochen, auf Führungen und Spindeln aus Deutschland warte ich drei bis vier Wochen. No na, einige deutsche Händler haben die Dinger gar nicht lagernd und kaufen die Sachen ja erst nach meiner Bestellung ein, und zwar auch in China – das können wir selbst genauso gut und das Shipping, also Spedition und Einfuhrabgaben funktionieren völlig unbürokratisch.


Kugelgewindespindeln gibt es dort von der wirklich guten taiwanesischen Markenware TBI-Motion bis hin zu der Eigenmarke, die ich selbst sehr gerne verwende. Linearschienen von Hiwin und auch die Eigenmarke, die inzwischen sogar von den Maßen her identisch mit den Sachen von Hiwin sein sollte (bisher ist mir nichts Gegenteiliges aufgefallen). Hier einige Bilder:

 

An Zubehör gibt es beispielsweise die Halterungen für Schrittmotore und auch Kugelmuttergehäuse, die ich selbst nicht günstiger herstellen könnte, sogar die Materialkosten samt Werkzeugabnützung sind hier bei uns teurer als diese Dinger, und das sogar inkl. Versandkosten nach D und A.

Die Preise sind jedenfalls auch besser als bei Noulei und den üblichen anderen Aliexpress-Sellern, es lohnt sich, beim Kauf auf mich zu verweisen (“ … i am a friend from Henry, Austria, Henriette-CNC“), Ada ist darüber informiert.

Bitte beachtet:
Die paar Angebote im Webshop sind, was Längen und Stückzahlen betrifft, nur Beispiele. Wer dort via Mail anfragt und definiert, was er konkret braucht, bekommt genau die richtigen Längen und Maße. Also, bitte Länge, Anzahl der Wagen, Größe, Typ, usw. wie auch schon bisher angeben (siehe auch meinen alten Artikel hier http://www.mandl.it/kugelgewindespindeln-und-linearfuehrungsschienen-von-noulei-china/findet Ihr detaillierte Musterlisten, wie ihr bestellen könnt), dann bekommt Ihr umgehend ein unverbindliches Angebot per Mail, das könnt ihr, auch noch korrigieren.

Geliefert wird auch wie bisher schon auf Wunsch gegen minimalen Aufpreis in der Holzkiste. Krumme Spindeln kommen nämlich meistens davon, dass Pakete international gerne vom Zoll geöffnet und wieder (allerdings schlecht) verpackt werden. Bei Kartonagen kann das zu eher zu Fehlern und Verlusten führen, bei Holz haben die Kerle vom Zoll aber mehr zu denken und auch die Spindeln liegen in dieser massiven Holzkiste viel sicherer drinnen.

Abteilung für Marsrobotertechnik und Raumfahrt eröffnet

Heute hat eine weitere Abteilung vom Werk Henriette NÖ-Nordost eröffnet. Der schöne Endmaßkasten ist 86-teilig, von Carl Zeiss Jena, Genauigkeitsgrad 0, und liegt schon einige Zeit hier, er wollte aber noch auf das Sinuslineal von Helios warten. Die Lamellen-Polblöcke sind mir unbeabsichtigt zugelaufen und da ich ja am Jugendamt arbeite, habe ich ein großes Herz für Findelkinder Zwinker

Doch Bilder sagen mehr, als Worte:

Endmaßkasten 86-teilig Carl Zeiss Jena, Güteklasse 0 – gut erhalten (01)

Endmaßkasten 86-teilig Carl Zeiss Jena, Güteklasse 0 – gut erhalten (02)

Endmaßkasten 86-teilig Carl Zeiss Jena, Güteklasse 0 – gut erhalten (04)

Endmaßkasten 86-teilig Carl Zeiss Jena, Güteklasse 0 – gut erhalten (03)

 

 

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter Ø innen 22mm auf Ebay

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter auf Ebay für qualitätsbewusste Schnäppchenjäger

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter

Markenware „Dornseil“, 20 Stück

 

Heute habe ich für alle Fräsen- und Drehmaschinenbesitzer einen Geheimtipp. Da gibt es den privaten Verkäufer „apator67“ auf Ebay, der schon vielmals und anscheinend auch künftig damit in Erscheinung tritt, dass er „20 St. HSS Kreissägeblätter Ø innen 22mm„, gebraucht, aber in sehr guter Qualität, gut und scharf, um günstige € 6,00 versteigert.

EDIT 21.03.2017: Derzeit sind die Sägeblätter unter TOMEK34 zu finden!

Ich schaue dem Spiel schon seit mehreren Monaten zu, und entweder gehen die Dinger um € 6,00 weg, oder es gab gar keine Gebote. Lediglich unser Bastelstuben-Bericht hat kurzfristig die Nachfrage steigen lassen 🙂 Irgendwann, ich vermute, leider sehr bald, wird der gute Mann aber nicht mehr da sein, weil er seine Qualitätsartikel inzwischen nur mehr sehr selten verkaufen kann. Daher empfehle ich allen Interessierten unter Euch, bald zuzuschlagen, um so günstig an Markenware zu kommen. Wahrscheinlich lässt sogar mich das ein zweites Mal zuschlagen – sozusagen „Sägeblätter auf Reserve bis zur Pflegeheimeinweisung“ – obwohl ich schon an die 50 Sägeblätter daheim habe :-).

Übrigens, schon einmal hatte ich auf diesen Ebayverkäufer hingewiesen, und zwar in unserer Bastelstube (eine Registrierung als Mitglied ist über meinen Referer hier möglich), in diesem Bericht hier. Der Erfolg unter meinen Bastelkollegen damals war ziemlich begeisternd für mich. Hier einige Rezensionen der Forenkollegen:

„Ich denke das die Blätter aus der Fertigung sind
und bis zu einem gewissen Durchmesser nachgeschliffen werden“

Die Sägeblätter sind alle frisch geschliffen“

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter

Die Lieferung – komplett, samt Zugabe in Gold

„Es lag sogar noch ein Blatt mehr bei, ein goldenes mit einer
scheinbar verunglückten tieferen Schleif-Scharte bei einem Zahn.
Aber alles in allem o.k!
Und danke für deinen Tipp!“

„Meine Blätter sind auch gekommen. Machen recht ordentlichen
Eindruck, kann nicht meckern. Fühlen sich alle scharf an“

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter

Detailansicht 01

„Ja der Tip war nicht schlecht.
Meine Blätter sind auch angekommen und richtig scharf „

„Der Verkäufer ist sehr hilfsbereit und
hat sie mir sogar sehr günstig hier in die Toskana geschickt!“

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter

Detailansicht 02

„Die Blätter sind scharf, sicher schon oft nachgeschliffen.
Neu hatten sie ja 80 mm Durchmesser, aber für meine Zwecke
absolut ausreichend and wesentlich besser als die Chinesischen“

Markenware: 20 Stück HSS Kreissägeblätter

Detailansicht 03

F/A zur Festlagerung: „Ich verstehe die Festlagerung nicht“

Liebe Leser!

Eine Anfrage, die immer wieder kommt und augenscheinlich bei Einsteigern zu Verwirrung führt, ist jene, wie ein Festlager funktioniert, bzw. was dahinter steckt. Das möchte ich wiedereinmal hier im Blog zum Anlass nehmen, um es zu erklären – vermutlich schon oft, ich weiß es gar nicht mehr, wie oft, sei es per Mail, in Foren, oder auch hier im Blog. Ein Tipp: Es ist noch nie verboten, aber dafür sehr ratsam gewesen, sich bei den Profis einzulesen,

zB. hier: Mixware.de oder hier: Alte, ehemalige Seiten von Hermann Möderls „EMS-Möderl CNC-Shop)

Besonders im Hinblick auf meinen AufschreiIn eigener Sache“ vom 04. Jänner 2017 ist es mir auch ein spezielles Anliegen, Euch allen zu zeigen, wie umfangreich meine Antworten auf Anfragemails sind. Wobei mein Antwortmail hier noch eines von der kleineren Sorte ist :-).

Also los:

Michi aus der Schweiz hat folgende Frage an mich: „Ich kenne mich bei der Festlagerung nicht aus“.
Ich gebe hier meine heutige Antwort per Mail wieder (Dauer: Etwa zweieinhalb Stunden).

———————————-

Hallo Michi!

>„Ich glaube das werde ich dann auch machen, aber jetzt muss ich erst noch meinen neuen Fräsenraum fertig ausbauen, bevor ich mit dem Fräsenbau anfagen kann….

Es hat einige Zeit gedauert, denn bei mir stapeln sich die Arbeiten und momentan habe ich auch noch ein größeres Projekt mit viel Arbeit (CAD-Zeichnen und Einzelteilfertigung von Teilen) am Hals. Da Du mir aber geschrieben hattest, daß Du ohnehin noch nicht in Eile bist, habe ich mir bis heute Zeit gelassen und komme nun endlich dazu, zu antworten. Ich hoffe, dass ich Dein damaliges Problem noch genau im Kopf habe, und die Antwort passend wird.

Also wenn ich das recht verstanden habe, dann kommt jeweils links und rechts der Mutter eine Tellerfeder?

Das ist falsch. Tellerfedern kommen nur auf eine Seite der Mutter, und zwar zwischen der Mutter und dem Kugellager. Zur Anzahl der Tellerfedern: Ich entscheide mich meistens für 2 Stück, manche nehmen aber drei. Tellerfedern werden so )) angeordnet, aber nie so () oder so )(. Wobei dann auch noch zwischen X- und O-Anordnung zu unterscheiden ist, siehe weiter unten. Die Sechskantmutter ziehst Du so fest an, dass die Tellerfedern noch „Arbeit“ haben dürfen, damit meine ich Spiel in beiden Richtungen. Also mache sie bitte nicht vollständig „platt“ (siehe auch weiter unten unter „Ergänzungen)“!

Ohne das jetzt zu zeichnen, kann ich das auch schematisch via Text wie folgt ausdrücken, wobei in diesem Beispiel ganz rechts die Kugelgewindespindel sein soll. Ich nenne das hier, weil ich mich noch mehrfach weiter unten darauf beziehen werde, mal  „Versinnbildlichung“:

DÜNNE MUTTER  |  DICKE MUTTER  |  2 oder 3 TELLERFEDERN „))“ |  2. KUGELLAGER  |  FESTLAGERSCHALE  |  1. KUGELLAGER  |  ENDE DER WENDEL   | WENDEL DER KGS (das bedeutet „Kugelgewindespindel“)

Wie montierst Du das alles (von rechts nach links):

  1. Du steckst das 1. Schrägkugellager auf das Ende der KGS, und zwar schiebe es derart gut drauf, dass es ganz an das Ende der Wendelung ansteht (bitte beachte, dass Schrägkugellager 2 verschiedene Seiten haben und die Einbaurichtung nicht egal ist, siehe weiter unten).
  2. Die Festlagerschale hat ein Loch fürs 2. Kugellager, aber mit einer Verjüngung auf einer Seite, und zwar soll diese Verjüngung zur äußeren, der Motor-Anschlussplatte zugewandten Seite zeigen. Bei meiner weiter oben fettgeschriebenen „Versinnbildlichung“ zeigt die Verjüngung daher nach rechts. Diese Verjüngung dient dafür, dass das 2. Kugellager nicht durchfallen kann und in der Festlagerschale drinnen bleibt. Du steckst in diese Festlagerschale das 2. Kugellager rein, und zwar so weit, dass es ganz drinnen ist und ansteht (auf dem „Verjüngungsring“ anliegt).
  3. Dann steckst Du die Festlagerschale (gemeinsam mit diesem 2. Kugellager schon drinnen) auf die Kugelgewindespindel, und zwar so, dass die Verjüngung zum bereits aufgesteckten 1. Kugellager, also zur Wendel Deiner KGS zeigt, in meiner „Versinnbildlichung“ zeigt das also ebenfalls nach rechts.
  4. Danach stecke 2 Tellerfedern drauf, und zwar so, dass die Tellerfedern mit deren inneren Ring auf dem inneren Ring des Kugellagers aufliegen und der äußere Ring der Tellerfeder an der Sechskantmutter aufliegt.
  5. Schraube nun die erste (normal dicke) Sechskantmutter auf dieses Konstrukt und ziehe sie, wie ich weiter unten unter „Ergänzungen“ detailliert erkläre, vorsichtig an. Durch das Zuschrauben wird  die Sechskantmutter auf die Tellerfeder Druck ausüben (sie „anspannen“) und das bewirkt weiterhin, dass die Tellerfeder den inneren Ring des Kugellagers Richtung Wendelung der KGS drückt. Durch diesen Vorgang ist die Festlagerschale zwischen den beiden Kugellagern fest eingespannt wie in einen Schraubstock und kann axial weder in die eine, noch in die andere Richtung ausweichen. Der KGS geht es genauso. Auf der einen Seite liegt sie mit dem Ende der Wendel am 1. Kugellager an, auf der anderen Seite wird die KGS über die Sechskantmutter gegen das 2. Kugellager gedrückt. Dadurch, dass die Sechskantmutter Druck Richtung der beiden Kugellager ausübt, werden automatisch die beiden Innenringe der zwei Kugellager gegen die Verjüngung gedrückt (Fachbegriff „ gegeneinander gestellt“) und so das Spiel zwischen Kugeln und „Kugellagerringen“ eliminiert. Das nennt man „Vorspannung“. Ohne Verjüngung wäre der Effekt nicht vorhanden (siehe mein Youtube dazu hier).
  6. Jetzt schraube noch die 2., dünne Sechskantmuttern auf die 1. Sechskantmutter als Kontermutter drauf. Wenn Du die äußere, dünnere Mutter gegen die bereits fertig und genau eingestellte Mutter spannst, sitzen beide bombenfest und werden sich später einmal beim Fräsen nicht mehr von selbst lösen können. Achte aber bitte darauf, dass Du dabei nicht irrtümlich die schon genau eingestellte Mutter und damit den Druck auf die Tellerfedern nachträglich wieder veränderst.

Dazu ein Hinweis:

Bei mir ist das Feingewinde der KGS immer gerade lang genug, um eine Mutter mit normaler Dicke und eine dünne Mutter als Kontermutter draufzubekommen. Nicht nur bei mir, sondern bei allen KGS mit China Standard-Endenbearbeitungsmaßen ist das so.

———————————————————————>

Fertig ist die ganze Angelegenheit! Ab Punkt 7 ist nur mehr Kosmetik zu machen und das hat mit der Montage des Festlagers auf die KGS nichts mehr zu tun. Das bis Punkt 6 erzeugte Konstrukt ist schon jetzt eine fertig eingestellte „vorgespannte“ Kombination KGS und Festlager. Zugegebenermaßen noch nicht so von großem Wert, weil ja die Montage an die Fräse auch noch folgen muss. Das liest Du ab Punkt 7 hier:

  1. Dieses Konstrukt kannst Du schon auf die Anschlussplatte schrauben. Aber bitte noch nicht endfest anziehen, denn dieses Konstrukt wird sich ja später erst dadurch genau ausrichten, indem Du mit dem Portal (zunächst vorsichtig und mit lockerem Kugelmutterngehäuse) hin- und herfährst. Damit sich alles von selbst ausrichten kann, ist es sehr wichtig, dass die 4 Löcher, die in der Festlagerschale sind, grösser als der Durchmesser der Befestigungsschrauben sind. Ich würde da schon „1mm grösser“ empfehlen. Wenn Du Deine Fräse ungenau oder maschinenlos per Handarbeit baust, dann nimm bitte mehr als 1mm Toleranzgröße, oder halt so viel als möglich.
  2. Der letzte Punkt ist dann, die Stepperhalterung zu montieren. Das große Loch in der Stepperhalterung auf der Seite der Motoranschlussplatte muss grösser sein als das 2. Kugellager, über das es gestülpt wird, auch hier wieder, 1mm oder mehr. Warum?  Das Steppergehäuse trägt ja den Stepper und dessen Motorwelle muss axial genau über der KGS sein. Damit das so sein kann, muss das Steppergehäuse seitlich variabel sein. Wäre das Loch für das Kugellager grade noch groß genug fürs Darüberstecken, könntest Du seitlich nichts ausrichten.

SO, UND JETZT GEBE ICH ES ZU:
ICH HABE WEGEN DES BESSEREN VERSTÄNDNISSES IM SCHRITT „7“ GELOGEN!

Deswegen, um Dir zu versinnbildlichen, dass das Konstrukt eigentlich schon fertig ist und die Stepper und deren Halterungen bei der genauen Ausrichtung in keiner Weise eine Rolle spielen. Der Haken daran ist aber folgender:

Wenn Du das so machst und die Festlagerschalen/KGS-Kombination schon im Punkt 7 an die Anschlussplatte schraubst, dann bleiben Dir keine Befestigungslöcher mehr für die Stepperhalterung, denn die werden ebenfalls mit diesen Löchern mitgeschraubt. Daher korrigiere ich genauigkeitshalber den Schritt 7 wie folgt:

„ … Das fertige Konstrukt ist nun gemeinsam mit der Stepperhalterung auf die Anschlussplatte zu schrauben. Noch nicht endfest anziehen … usw.

Wichtige Ergänzungen:

  • Schrägkugellager haben auf einer Seite einen dünneren und auf der anderen Seite einen dickeren Außenring. Beim Verspannen dieser Schrägkugellager ist, wenn man wie bei der „Henriette 2“ vorgeht, immer jene Seite die Äußere, die die breiteren Lager-Außenringe hat. Warum schreibe ich „wenn man wie bei der Henriette 2 vorgeht“?: Ganz einfach, weil ich hier die Methode der O-Anordnung verwende (im Gegensatz zur X-Anordnung, die hier auch, aber wesentlich aufwändiger umsetzbar gewesen wäre). Von einer O-Anordnung spricht man dann, wenn die beiden Innenringe von 2 Schrägkugellagern gegeneinander angestellt sind, also so wie ich es oben erklärt habe.
  • Die Frage, welche und ob man 1, 2 oder 3 Tellerfedern verwenden soll, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Das hängt davon ab, ob man zu den Tellerfedern Datenblätter hat, und ob man weiß, wieviel Kraft die ausüben sollen. Ich sage: Daumen mal Pi genügt! Sind die Tellerfedern zu stark eingestellt, hört man, später im Echtbetrieb, bald die Kugellager klackern, und das besonders erst dann, wenn sie warmgefahren sind. Dann ist es aber schon zu spät, denn dann sind die Kugellager meistens auch schon Schrott. Stellt man die Kraft der Tellerfedern zu locker ein, dann hat die KGS axiales Spiel und das Fräserergebnis ist schlecht. Wichtig ist auch immer, dass die Tellerfedern nicht bis zum Anschlag angeknallt sind. Warum? Bei Erwärmung oder Abkühlung müssen sie in beiden Richtungen nachgeben dürfen. Erfahrungsgemäß ist eine Tellerfeder zu wenig, 2 sind ganz gut, 3 wären besser (das ist eine schlicht unwissenschaftliche Schlussfolgerung, funktioniert aber blendend). 3 Stück passen aber fast nicht mehr auf das Konstrukt, weil das Feingewinde der chinesischen Standard-Endenbearbeitung zu kurz ist. Du könntest Dir damit behelfen, dass Du nicht nur eine, sondern beide gegenseitig gekonterten Sechskantmuttern in der dünnen Ausführung nimmst. Davon, nur eine Mutter zu nehmen und diese mit Schraubensicherungslack zu sichern, rate ich Anfängern ab. Manche verwenden auch selbstsichernde Muttern, damit habe ich aber keine Langzeiterfahrung. Bei Kurzzeittests haben sie bei mir aber funktioniert. Für ganz schlecht halte ich die Methode, die die Chinesen verwenden: Eine Maden- (Wurm-) Schraube radial durch die Sechskantmutter zu jagen, die auf das Feingewinde der KGS drückt. A) hält das ohnehin nicht sehr lange und rutscht bald durch, und B) ist Dein Feingewinde bald keines mehr.
  • Wie stellt man Festlager richtig ein:

    So, wie ich es schon oft im Blog beschrieben habe, mit 2 Fingern und Gefühl. Dazu nimm das Konstrukt aus Punkt „5“, also bitte noch ohne Anschlussplatte und ohne Stepperhalterung. Vorzugsweise spanne die KGS leicht in den Schraubstock, damit Du Deine zwei Hände frei hast. Wenn Du also nach mehrfachem Herumprobieren die KGS mit 2 Fingern gerade noch, aber ohne enorme Kraft, drehen kannst, dann ist es richtig. Wichtig: Arbeite Dich vorsichtig von „zu locker“ hin zu „ideal“. Bitte möglichst nie in den Bereich „hart“, „fest“, „streng“ oder gar „sehr streng“ anziehen, dann sind die Kugelager nämlich schon beleidigt. Lieber anfangs zu locker und erst nach einigen Stunden praktischer Fräserfahrung nachstellen, ist meine Meinung. Denn fast alle Einsteiger, auch ich damals, machen den Fehler, dass sie die Kugellager über die Sechskantmuttern zu  stark vorspannen, und zwar so, dass plötzlich bei warmgefahrener Fräse das gehasste Klackern da ist. Du kannst in diesem Moment dann stolz sagen: „Ja, es sind meine 2 Schrägkugellager, die gerade für immer über den Jordan gegangen sind“.
    Als Anfänger hört man das unüberhörbar weiß aber vorerst nicht, was es ist. Damals tippte ich auf ein kaputtes Lager im Schrittmotor – gottseidank war es das nicht, sondern das nicht, sondern das chinesische Billigschrägkugellager.

So, ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen!
Ich wünsche Dir viel Spaß beim Grübeln und bei weiteren Fragen melde Dich einfach

Liebe Grüße, Heini

Digitaler Winkelmesser – (aus der Berichtsserie „Chinagadgets“)

Digitaler Winkelmesser. China lässt wieder einmal grüßen.

Genaue Winkel werden wohl nur über die Sinusmethode mit Messuhren möglich sein, doch für die Allerwelts-Werkstücke, wo es nicht so genau auf den richtigen Winkel ankommt (z.B. die schräge Fläche bei meinem Flycutter), ist mein neuer chinesischer Winkelmesser genau das Richtige.

Gekauft habe ich den auf Aliexpress um € 15,43. Inzwischen ist er um 5 Euro teurer geworden, und er wird wohl auch wieder billiger. Das ist halt so in China, man sollte die Preisschwankungen genau beobachten, bevor man kauft. Oder man sucht ein bisschen herum, dann findet man immer einen, der noch billiger ist. Egal wo, es kann auch Banggood, Gearbest oder gar Ebay sein. Meiner stammt von hier.

Alle diese Winkelmesser gibt es unter der Chinamarke „SHAHE“, das ist in China schon fast so etwas wie eine Nobelmarke. Die noch biligeren NoName-Geräte haben vorne 4 Tasten. Ich habe mich sicherheitshalber für den SHAHE entschieden, weil ich darüber im Internet schon hie und da Gutes lesen konnte. Tatsächlich, er ist gut. Auch die Verpackung ist so angenehm von der Qualität, dass sie gleich auch als Aufbewahrungsbox für längere Zeit verwendet werden kann. Ein Minischraubendreher für den Batteriewechsel ist auch dabei. Batterie ist keine dabei (wohl, weil das Brandgefahr im Flugzeug bedeuten würde?), aber, da vernünftigerweise die überall erhältliche 9V-Flachbatterien eingesetzt werden, werden die wohl nicht so rasch leer sein, wie diese inzwischen üblichen, aber leidigen Knopfzellen. Auf der Unterseite sind 2 schwache Magneten integriert, damit der Winkelmesser exakt befestigt werden kann. Das halte ich eher für einen Nachteil, denn bei Stahlspänen haben Magnete nichts verloren. Mal schauen, was die Praxis bringen wird, denn die beiden Magnete sind ohnehin sehr sehr schwach.

Digitaler Winkelmesser

Digitaler Winkelmesser

Digitaler Winkelmesser, genaue Anzeige

Digitaler Winkelmesser, unpacking

Digitaler Winkelmesser, Verpackung außen

Digitaler Winkelmesser, stabiles Gehäuse

Digitaler Winkelmesser, zwei Magnete

 

IN EIGENER SACHE

Seit nun fast genau 6 Jahren beantworte ich als Zusatzservice zu meiner Homepage gratis Mailanfragen meiner Leser. In diesen Jahren ist mein Blog gewachsen, es gibt hier inzwischen sehr viele Besucher. Im Dezember 2016 waren das beispielsweise 31.080 Personen, sogenannte „unique visits“ (das sind Leser, die in diesem Monat lediglich einmalig gezählt wurden). Ich freue mich über diese Anerkennung meiner Arbeit.

Da ich nicht nur einen Brotberuf, eine Familie mit Frau und 4 noch kleinen Kindern habe, sondern auch gelegentlich selbst noch meine Werkstatt nutzen möchte, hatte ich bisher Spender bevorzugt und deren Fragen per Mail rascher beantwortet. Seit längerer Zeit kommen nur mehr Fragen, aber keine Spenden.

Nicht nur das, die Fragen dieser Leser sind überwiegend frecher, direkter, fordernder, und ein einziges Mail hat dann oft gleich auch mehrseitige Fragen an mich. So gut vorbereitete Mails sind für mich nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten und mitunter so formuliert, dass ich viele Stunden damit verbringen muss, um zu bebildern, um gut und einfach formulierend zu erklären, was gefragt wurde. Auch geht das einher mit mehreren Hin- und Her-Mails über einige Wochen, weil das Verstehen wollen oder können vom „Gegenüber“ nicht immer so ausgeprägt ist.

Inzwischen sitze ich an meinen täglichen Abenden und Nächten, wenn die Familie längst schläft, nur mehr beim Beantworten der Mailanfragen. In den gerade vergangenen Weihnachtsurlaubstagen habe ich beispielsweise an die hundert A4-Seiten bebilderten Text gemailt. Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr das verstehen könnt, was ich Euch sagen will, und ich möchte Euch mit diesen Formulierungen auch nicht verletzen. Doch, jene Mailschreiber, die sich nicht einmal dafür bedanken und meine Information dauerhaft und kostenlos abgreifen wollen, werden mehr – die sind, wenn sie bekommen haben, was sie wollen, auch schnell einfach mal weg. Eigentlich hatte ich ja den Blog deswegen erfunden, um meinen Lesern die Möglichkeit zu geben, dort zu lesen, anstatt mich Dinge zu fragen, die im Blog ohnehin stehen.

Bevor ich mich also noch mehr ausgenützt fühle und mehr und mehr dem Zusammenbruch zusteuere, mache ich das, was ich auch gut kann: Ich ziehe die Reißleine und drücke den Notfalls-Button.

Das bedeutet für Euch, geschätzte Leser, ich beantworte ab sofort Mailanfragen gar nicht mehr.

Oder, nur mehr selten, beispielsweise dann halt, wenn ich jemanden persönlich schon länger kenne und schätze, oder mich ein Thema interessiert, oder wenn die gleichzeitige Betragshöhe meines Paypalbuttons angemessen erscheint. Meine Mailadresse lasse ich für Notfälle trotzdem im Impressum stehen. Um sinngemäß mit Niki Lauda zu antworten: Ich kann auf Dauer nicht mein Leben dafür verwenden, um gratis tausende Fragen zu beantworten, während die Fragesteller nicht dazu bereit sind, sich durch einfaches Lesen mal selbst schlau zu machen.

Resumee:

Ich mag Euch alle trotzdem sehr, aber ich muss nebenbei auch noch Geld verdienen, um mich und meine Familie zu erhalten. Der Blog geht natürlich weiter, aber eben nur in eine Richtung, damit alle davon etwas haben.

Emery cloth shims – Hölzchen für Schleifleinen

Emery cloth shims, Restl-Essen

Bevor mich die Katerstimmung nach den Feiertagen noch umbringt, habe ich Frau und Kinder für ein paar Tage in ein Schigebiet verfrachtet und mich selbst zur „Läuterung und Reinigung“ von all dem (Ober-) Irdischen in die allseits beliebten und männlicherseits besetzten Kellerräumlichkeiten zurückgezogen. Bevor ich dort an meiner nie zu kurzen ToDo-Liste weiterarbeite, war bei mir, wie es auch nach so manchem einem Festessen üblich ist, Resteverwertung angesagt.

Die vom Schwibbogen-Bauen übrigen Holzteilchen geben ja ein wunderbar einfaches „kost-fast-nixx“ Werkzeug ab, dass jeder von Euch ohnehin schon hundertemale in Gedanken gebaut hat. Bei mir war es nach einigen Jahren endlich so weit. Ich freue mich schon auf den Einsatz dieser praktischen Dinger (die wohl allzubald ihr junges Leben aushauchen werden müssen).

Auf Pappelsperrholz aufgeklebtes Schleifleinen und Schleifpapier

Sorotec und Der IMechaniker

Sorotec und Der IMechaniker – Ich schreibe mein heute „Gerade-Jetzt-Erlebnis“ mal einfach hier in den Blog rein, weil mir sonst nichts Bessers einfällt. Der Weihnachtstag endet bald und ich hatte es mir eigentlich, faul wie ich bin, gerade vorm PC gemütlich gemacht. Was ist denn passiert? Wieder einmal wollte ich gucken, was es bei dem von mir so geliebten Youtube-Kanal vom IMechaniker so Neues zu sehen gibt.

Siehe da, ein neues Video, dieses Mal ein Gewinnspiel. Doch? Was ist den das? In der Minute 00:50′ findet Ihr es!

Bei diesem zufällig geguckten Video hätte es mich fast vom Sessel runtergehaut, als ich da ab 00:50′ so direkt erwähnt wurde. Ich freue mich sehr darüber und war kurze Zeit einigermaßen sprachlos!

Natürlich gilt mein Danke auch der Fa. Sorotec, die den Gutschein ja gespendet hat. Denn, nicht zufällig steht Sorotec schon seit langer Zeit hier auf meinem Blog in der „Einkaufsliste“ ganz vorne, mit dem Zusatz „Sorotec – der Beste von Allen“ . Luca (DerIMechaniker) aber wünsche ich, dass sein Werdegang weiterhin so steil bergauf geht. Er ist ein ganz Besonderer, und ich meine, dass wenn jemand das erkennen kann, durchaus ich das sein kann. Durch meine Hände sind viele junge Leute gegangen, aber wenige mit dem so offensichtlichen Zeug, eine tolle Zukunft zu haben – nämlich so, wie er sie vor sich hat.

Euch möchte ich Euch noch sagen: Guckt fleissig auf den Youtubekanal „DER IMECHANIKER“, wie ihr nun hier lesen konntet, es zahlt sich auf jeden Fall aus.

Weihnachtsgeschenke, Werkzeug

Weihnachtsgeschenke – wie jedes Jahr liegt ja bei besonders braven Bastlern das eine oder andere Werkzeug, oder gar eine kleine Maschine, unter dem Christbaum. Ich habe heuer, obwohl ich übers Jahr gar nicht sooo brav war, von meiner Familie eine Prüf- und Messplatte 400x400x80mm Din 876/00 (2,6µm), dazu ein Höhenmessgerät („digitaler Höhenanreisser von HELIOS 300mm) und eine „schicke“ Anreissnadel in Kugelschreiberform.

Prüf- und Messplatte aus Granit, 400x400x80mm Din 876/00 (2,6µm)

Elegante Anreissnadel im Kugelschreiberlook

Zwei gute Bastelfreunde aus Deutschland (Danke Claus und Uwe) haben mir dann noch eine sehr spezielle Freude gemacht – das DHL-Paket ist heute pünktlich -immerhin zu Weihnachten- am Vormittag geliefert worden:

2 Janssjö-Lampen von IKEA, dazu zwei schaltbare Magnetsockel und Adapterplates, sozusagen ein fertiges plug and play Maschinenlampenset. Wieso wussten die beiden so genau, dass ich noch wegen der Werkstückbeleuchtung meiner Mb4-Fräse hadere? Das ist das ideale Geschenk für mich, weil es Dank der Magnete mobil bleibt (ich mag es nicht, wenn eine Z-Säule zum Zubehörchristbaum mutiert).

IKEA-Lampe mit Adapterset für/als Maschinenlampe (schaltbare Magnetsockel, Adapterplates)

Laura und Samuel haben Schwibbögen gebastelt

„Last Minute für Mama zu Weihnachten“

Heute um 16:30 sind sie fertig geworden. Daddy hat vorgestern und heute noch gefräst, Laura (5) und Samuel (10) haben geschliffen, geglättet, geklebt, und bemalt. Die Lichter sind vom Müller-Drogeriemarkt und batteriebetrieben. Lauras Bogen ist aus dem Internet und sie hat ihn selbst bunt mit Acrylfarben bemalt, ohne mein Zutun. Samuels Bogen ist etwas Neues, den gibt es im Internet noch nicht. Er hat ihn auf einem Blatt A3-Papier selbst gezeichnet, ich habe das Blatt dann eingescannt, vektorisiert und letztendlich 1:1 gefräst. Die Kutsche kam von ihm im letzten Moment noch nach und vormittags dann auf die Fräse.

Pünklich um 17 Uhr steht nun die Überraschung für unsere Ehefrau und Mama unterm Christbaum, ihre eigenen Kinderpackerl waren den Kids dann nicht einmal mehr sooo wichtig – es gibt nichts Schöneres, als strahlende Kindergesichter. Frohe Weihnachten Euch allen!

Kinder bei der Arbeit – während ich in der Bastelstube schmökere, wird gefeilt, geklebt und gemalt:

es wird gefeilt, geklebt und gemalt:

Zwischenzeit

Farbe trocknen lassen



… und warten auf das Christkind. Der Weihnachtsmann hat sich augenscheinlich heuer verflogen, denn der ist laut noradsanta.org noch immer in Australien:

Heinis Flycutter (Schlagzahnfräser)

Heinis Flycutter (Schlagzahnfräser).

Am Wochenende wollte ich wieder einmal Späne sehen, denn meine Haut schaute im Laufe der Zeit schon wieder viel zu normal und erholt aus: Weder sah man Ölreste an den Fingern, noch gab es Zeichen der beliebten Brandflecken von den heissen Spänen, noch konnte man die schmerzenden, kleinen Ritzen von den messerscharfen Drehabfällen spüren. Doch, das ließ sich leicht ändern!

Da ich bisher, mangels eines vorhandenen Flycutters, meinen Ausdrehkopf als Schlagzahnfräser missbrauchen musste, wollte ich schon lange so ein Drum selbst bauen. Der Sinn der Aktion war, gleich etwas Größeres, Stabileres zu bauen, denn die üblichen Minidinger sind ja so billig, dass ich es fast schon gscheiter finde, sie fertig zu kaufen. Das neue Werkzeug sollte auch standesgerecht für meine hübsche MB4 sein und möglichst viel Gewicht haben, damit es an Laufruhe gewinnt. So bin ich also schon letzte Woche, mit der großen Flex bewaffnet, zum Eisen-Schmid gepilgert, um von einem langen, 70mm dicken Rundling WSR-Stahl („was so rumliegt“), den ich im Schrottlager einsam auf mich wartend fand, 130mm abzuschneiden. Dieses Material gibt mir Rätsel auf. Es ergab eine wunderschöne Oberfläche, es war recht hart und es neigte bei zu intensiver Behandlung an der Drehe, aber auch schon vorher mit der Flex, zum Warmverfestigen. Die Drehe kam hie und da schon mal trotz geringer Spandicke und guter Keilriemenübersetzung zum Stehen – ich glaube ausschließen zu können, dass es Baustahl ist, Ck45 dürfte es auch nicht sein, das hatte ich schon und war viel angenehmer zu drehen. Was es jedoch wirklich ist, weiß ich aber auch nicht.

Egal, das, was daraus geworden ist, möchte ich Euch heute anhand der paar Fotos zeigen:

noch unfertig, fertig fürs Bohren und fürs Gewindeschneiden, ausrichten waagrecht:

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Ausrichten waagrecht

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Ausrichten waagrecht

Ausrichten des Winkels der Y-Achse zum Schraubstock:

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Ausrichten des Winkels der Y-Achse zum Schraubstock

Hier liegt er nun, mit dem MK4-Schaft samt ER40-Spannzangenhalter und einer 30mm-Spannzange drinnen.
Daneben zum Vergleich, damit man die Größe besser einschätzen kann, ein MK2 für ER20 Spannzangen und ein MK2 für ER25 Spannzangen:

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Fertiger Flycutter mit MK4-Schaft und 30mm ER40-Spannzange

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Fertiger Flycutter mit MK4-Schaft und 30mm ER40-Spannzange


Fertig montiert und einsatzbereit in der Standfräse, für den ersten Test am Schrottstahl:

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Fertig montiert an der Fräse

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Fertig montiert an der Fräse

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Ergebnis, am Reststück vom Schrott

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Ergebnis, am Reststück vom Schrott

Als Drehstahl hatte ich einen 12x12mm Wendeplattenhalter von Paulimot mit einer Wendeplatte CCMT0602 aus China verwendet. Mit dem Ergebnis bin ich äußerst zufrieden. Spiegelglatt und trotzdem nicht geschleckt oder zugeschmiert. In den nächsten Tagen werde ich mir noch einen HSS-Stahl dafür schleifen.

Einen einfachen Bauplan gibt es auch dazu: HIER

Sorge und Hoffnung – Manfred Schmidt

Sehr geehrte LeserInnen!

Manfred Schmidt geht es derzeit nicht gut. Wir alle, die ihn kennen, machen sich große Sorgen, weil er zwar für seine legendäre Beratung und sein rasches Service buchstäblich berühmt ist, aber andererseits der Kontakt mit ihm seit mehreren Wochen fast vollständig abgerissen ist. Auch die Kunden seines kleinen aber feinen Shops müssen derzeit mit einem sehr eingeschränktem Service auskommen. Was ist also passiert?

Die Älteren von Euch hier werden wohl noch wissen, dass ich mit Manfred, wenn auch wegen der geografischen Distanz überwiegend via technische Medien, seit den Anfangszeiten der Schmidtscreen befreundet bin. Einige, wenige Details über die momentane Situation wusste ich, aber ich dachte mir immer, das wird bald wieder. Nun ist es aber doch schon Dezember, das Jahr ist fast um, und angestossen durch einen Thread von Thorsten im RC-Forum hatte ich es erst gestern wieder geschafft, Kontakt mit Manfred herzustellen.

Es fällt mir schwer, Details zu berichten, ohne die Privatsphäre von Manfred zu verletzen. Doch wissen sowohl Manfred als auch ich, dass Ihr natürlich als Anwender der Schmidtscreen und auch als Kunden Informationen braucht, was los ist, und wie es weitergeht. Ich versuche also meine Formulierungen respektvoll und diplomatisch, genau auf dem Grat der Mitte zu finden.

Manfred hat mich sodann gestern ersucht, dass ich ein paar Zeilen an Euch richte und wenn ich Euch hier und heute sage, dass er am liebsten gesund und fit wäre, und daß er alles tut, um wieder Normalität einkehren zu lassen, so bitte ich Euch um Geduld, denn es wird wieder. Der plötzliche Ausfall entstammt einer unerwarteteten, gesundheitlich ernsten, aber nicht aussichtslosen Situation. Manfreds kleine Firma führt seither seine Frau im Notbetrieb, die aber als Mutter eines Kindes nicht unendlich Zeit dafür hat und daher ist auch der Mailrückstand mit Euch entstanden.

Manfred richtet uns aus, dass er versucht, sobald als möglich jedes einzelne Mail von Euch, das er bisher nicht beantwortet hat, zu beantworten. Ihr könnt Euch vermutlich vorstellen, wie es ist, wenn man schreiben möchte und es gelingt einfach nicht. Falls er es schon schafft, möchte er Euch noch vor Weihnachten ein Rundmail schicken. Bitte fragt nicht nach weiteren Details, die tun nichts zur Sache. Manfred meinte sinngemäß auch noch: “ …und vielen Dank das ihr euch Sorgen um mich macht! Das weiss ich zu schätzen, ehrlich!“

Ansonsten gilt: „Stay tuned“, ich berichte weiter, sobald es bessere Nachrichten gibt.

Euer
Heini

Über Sinn und Unsinn einer Mini-Drehbank

von Jörg Eiberger

Drehteile herzustellen ist eine faszinierende Tätigkeit. Der Werkstoff kann selbst bestimmt werden und man kann Bauteile direkt nach seinen Vorstellungen und Toleranzen fertigen, ohne dabei vom Angebot des Marktes abhängig zu sein.

Wer selber gerne Drehteile fertigen möchte, steht in der Regel aber vor einer finanziellen Herausforderung. Große Drehbänke von Markenherstellern bewegen sich oftmals preislich auf einem Niveau mit einem gebrauchten Kleinwagen. Wer nur ein paar Drehteile benötigt, Drehen lediglich als Hobby betreibt oder auch nur einmal hineinschnuppern möchte, für den ist diese preisliche Größenordnung selbstverständlich viel zu hoch.

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Hobbydrehbank Wabeco (Bildquelle: Walter, Bastelstube)

Abhilfe schafft in diesem Fall eine Mini-Drehbank. Bei diesen Modellen handelt es sich einfach um kleinere Ableger der wuchtigen Metallbearbeitungsgeräte. Jene Drehbänke messen für gewöhnlich unter einem Meter in der Länge sowie etwa um 50 cm in Höhe und Breite. Sie sind fast ausschließlich ohne Gestell in Ausführung als Tischdrehbank erhältlich und ihr Gewicht variiert zwischen wenigen Kilo bis etwa 50 Kg.
Die Spitzenweite einer Mini-Drehbank beträgt meist nicht mehr als 300 mm und die Motorisierung entspricht der Größe. Oftmals beträgt die Leistung des Motors grob zwischen 250 bis 750 Watt.

Nachteile

Fast alle Mini-Drehbänke werden heutzutage wegen der geringen Fertigungskosten in Fernost hergestellt. Das muss zwar nicht zwangsläufig für minderwertige Qualität stehen, in der Praxis zeigen sich aber von Zeit zu Zeit Schwächen der Modelle. Da die Fertigungstoleranzen dort wohl etwas legerer betrachtet werden, gibt es immer wieder Maschinen, welche bereits von Haus aus erhebliche Mängel aufweisen. Neben teils hohem Spiel der Führungen geht dies unter anderem so weit, dass sogar das Maschinenbett verzogen sein kann. Dass sich mit solch einer Drehbank kaum etwas Maßhaltiges fertigen lässt dürfte klar sein.
Darüber hinaus limitieren selbstverständlich auch Spitzenweite und -höhe die Möglichkeiten.

Schwarwis Paulimot

Minidrehbank Paulimot (Bildquelle: Wilfried, Bastelstube)

Haltbarkeit

Aber auch in der Ausführung des Produktes merkt man den Maschinchen teils die, na ja, sagen wir mal wirtschaftliche Herstellung an. So finden sich an vielen Mini-Drehbänken aus Fernost Handräder aus Plastik wieder, was mit der Zeit natürlich ermüdet und nachgibt. Doch als ob das nicht schon reichen würde, ist teils noch mehr Plastik an deutlich wichtigeren Stellen verbaut. Viele Hersteller konstruieren ihre Maschinen so, dass für das Wechseln der Drehgeschwindigkeit Zahnräder im Getriebe getauscht werden müssen. Dies ist zwar meiner Ansicht nach etwas umständlich aber ansonsten nicht weiter schlimm. Schlimm ist allerdings, dass jene Zahnräder nicht selten ebenfalls aus Plastik bestehen.
Für eine kurze Nutzdauer mag dies in Ordnung sein, doch wer plant, die Mini-Drehbank regelmäßig über mehrere Jahre hinweg zu betreiben trägt ein Risiko. In diesem Fall läuft man Gefahr, dass wenn man Pech hat, eines Tages die Spindeldrehzahl rapide abzusinken beginnt. Bei Öffnen der Getriebeabdeckung fallen einem dann jede Menge kleiner Plastikabrieb entgegen und die einst gezackten Räder sind nun beinahe rund.

Werkstoffbearbeitung

Doch von einzelnen Material- und Fertigungsschwächen abgesehen bieten Mini-Drehbänke noch eine weitere elementare Schwäche. Die Motorleistung ist meist viel zu gering um härtere Werkstoffe wie Edelstahl zu schneiden. Doch auch schon bei herkömmlichem Baustahl kann meist nur minimal Span abgenommen werden. Ansonsten fangen bei vielen Maschinen an die Meißel zu springen und es entstehen unschöne Rattermarken. Somit ist also nur ein sehr gemächlicher Materialabtrag möglich, wodurch die Fertigung teils sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Sowohl die geringe Motorleistung als auch das geringe Gewicht der Maschinen lassen oft einfach keine andere Wahl.

Wabeco, Schnellwechselhalter und Vierbackenfutter

Präzision mit Kleindrehmaschinen (Bildquelle: Walter, Bastelstube)

Präzision

Wie bereits erwähnt, wiegen Mini-Drehbänke selten wesentlich mehr als 50 Kilo. In Kombination mit teils großem Spiel der Führungen kann dies besonders bei härteren Werkstoffen schnell auf Kosten der Präzision und der Haltbarkeit gehen. Dieser Nachteil ist aber teil einfach bauartbedingt.

Vorteile

Natürlich sind nicht alle Mini-Drehbänke von Grund auf schlecht und zu nichts zu gebrachen. Je nach Hersteller finden sich auch durchaus brauchbare Modelle.

Größe

Die Größe ist auch einer der bedeutendsten Vorteile einer Mini-Drehbank. Zwar limitiert diese den Umfang der zu bearbeitenden Werkstücke, die kompakten Maschinen lassen sich jedoch auch alleine ohne größeren Aufwand bewegen. So passen sie in jede Hobbywerkstatt und sollte der Platz doch einmal für etwas anderes benötigt werden, kann die Drehbank im Handumdrehen anderswo verstaut werden.
Davon abgesehen eignen sich solche Modelle, entsprechende Präzision vorausgesetzt, auch bestens für das Drehen kleinerer Werkstücke. Wer beispielsweise fast ausschließlich kleine Zapfen, Schrauben oder Ähnliches benötigt, ist mit einer Mini-Drehbank in der Regel besser beraten als mit einem großen Gerät.

Preis

Parallel zur Größe gestaltet sich auch der Preis deutlich geringer als bei einer „richtigen“ Drehbank. So sind die kleinen Maschinchen schon ab etwa 400 Euro zu erstehen. Das ist zwar immer noch eine stattliche Summe, doch weitaus weniger als ein vierstelliger Betrag. Somit sind Mini-Drehbänke diesbezüglich sehr attraktiv, vor allem für Neulinge und Leute, die nur selten kompakte Drehteile benötigen.

Einstieg ins Drehen

Aufgrund des geringen Preises und der ebenso geringen Größe bieten Mini-Drehbänke eine perfekte Gelegenheit für Interessierte in die Welt des Drehens einzutauchen. Die handlichen Geräte sind bestens dafür geeignet erste Erfahrungen zu sammeln und sich mit dieser Form der Metallbearbeitung vertraut zu machen.
Des Weiteren können sie leicht umgebaut und modifiziert werden, sozusagen der Traum eines jeden passionierten Bastlers.

Fazit Mini-Drehbank

Auch wenn der Großteil der Maschinen aus Asien kommt, so sind nicht alle schlecht. Vor dem Kauf sollte man gegebenenfalls Erkundigungen über das auserkorene Modell einholen und sich mit der Materie auseinandersetzten. Einige Modelle habe ich für euch auf meiner Seite drehbank.co verglichen, hier kommt ihr direkt zum Beitrag.

Neben dem eigentlichen Gerät hängt es auch sehr stark vom geplanten Verwendungszweck ab, ob die Anschaffung einer Mini-Drehbank eine lohnenswerte ist. Wer gedenkt hauptsächlich weichere Werkstoffe wie Messing oder Aluminium zu bearbeiten, der ist mit einer qualitativen Maschine sicher bestens beraten. Wer hingegen vorhat überwiegend Drehteile aus Stahl oder gar Edelstahl zu fertigen, der sollte sich dies zweimal überlegen.

Wenn man sich darüber im Klaren ist, was man fertigen möchte und eine vernünftige Mini-Drehbank in Aussicht hat, der ist mit einer solchen gut aufgehoben.

Gleiches gilt für Anfänger und Gelegenheitsdreher. Mit einer hochwertigen Mini-Drehbank kann man jede Menge Spaß haben sowie wertvolle Eindrücke und Lektionen sammeln, ohne gleich mehrere Tausend Euro investieren zu müssen.

H2-Bauarbeiten – die feinen Herren bei der Arbeit!

Es ist wohl Weihnachten in der Luft? Seltsame Männer in noch seltsameren Kleidern treffen sich, um Weihnachtsgeschenke zu bauen. Ob dieser Ort des Geschehens wohl der Nordpol ist? Ob das um ihn herum die Wichtelmänner sind? Doch wer ist er, der mit dem blauen Mantel?

Ist er gar der Weihnachtsmann?

Fragen über Fragen. Jedenfalls war das wieder eine sehr schöne Session, diesesmal nicht am Nordpol, sondern beim Josef südlich von Wien, die neue Fräse vom Peter entsteht dort nach dem Motto: Eine Henriette baut eine weitere Henriette. Allem Anschein nach hat er da eine hervorragende Tochter der H2 konstruiert. Mit Zahnriemen und anderen Nettigkeiten! Wir könnten sozusagen bald die Generation „H3“ ins Leben rufen.

H2-Bauarbeiten

Der Weihnachtsmann?

H2-Bauarbeiten

Die Wichtel?

 

Rear Toolpost Holder – Abstechen leicht gemacht

Rear Toolpost Holder – Ein zweiter Halter fürs Überkopfabstechen. Einfach, nie mehr umspannen müssen. Für kleine Maschinen mit besseren Ergebnissen.

Ich müsste 100 Sachen gleichzeitig beginnen, um die wichtigsten, oder schon begonnenen, aber nur halbfertigen Projekte endlich abzuschliessen. Vor einigen Taqen erst fand ich in unserer Bastelstube (Registrierung geht ganz einfach, hier mit meinem Link als Mod) durch Zufall den Bericht über den hinteren Abstechhalter vom Rudi (User „Katerleo“) und war derart angetan, dass ich sogleich Hilde Eders alte Schrottreste in die MB4 spannte.

Der gekaufte schwarze Halter für mein Iscar-2,2mm Schwert liegt schon lange unbenutzt hier herum, unbenutzt deswegen, weil er zu groß für meinen (RC-Machines-) RCWXN-Schnellwechselhalter war und ich ihn daher nicht verwenden konnte – eigentlich schade darum, ich hätte ihn schon oft benötigt. Ich hatte also die Wahl, diesen anzupassen, oder gleich einen vernünftigen Halter fürs beliebte Überkopf-Abstechen herzustellen. Zweiteres war mir lieber und der Spaßfaktor an diesem Wochenende war hundert Prozent. Schade, dass ich bald wieder Arbeiten gehen muss, die Werkstatt taugt mir einfach mehr Biggrins

Zur Herstellung ein paar Eckdaten:

Mit dem 50mm Messerkopf (mit SEHT-Platten für Stahl) habe ich das wesentliche, schöne Innere aus dem Alteisen von Hilde Eder (Schrottplatz Tulln) rausgeholt und danach habe ich noch die Oberfläche mangels eines Flycutters (der steht noch auf der ToDo-Liste) mit dem Ausdrehkopf schön gemacht. Ich war ganz erstaunt, dass mir beide Stahlblöcke, sowohl der obere, als auch der untere, horizontale Block auf 1/100mm genau gelungen sind, egal, wo ich messe. Der untere Block war übrigens aus irgendeinem mistigen Material – kaum rostend, dafür aber rasch selbsthärtend (der Zentrierbohrer genügte dazu bereits) – das ist halt der Nachteil, wenn man nicht genau weiß, was einem der Schrotti anbietet.

Dabei habe ich mich nicht einmal sonderlich angestrengt – meine MB4 ist für meine Verhältisse erstaunlich genau – ich bin da wirklich verliebt in meine Chinesin.

Zwei Sachen gibt es, die mir die Arbeit wesentlich angenehmer gestalteten:

  1. Das Siton-Glasmesssystem – damit ist das Koordinatenbohren eine wahre Freude
  2. Der Antriebsmotor für die sehr schwere Z-Achse – dafür bin ich Hans (User „Johanns“) unendlich dankbar. Das Arbeiten damit ist ein wirklicher Spaßfaktor und man braucht das für jeden Werkzeugwechsel – die elektrische Kurblerei der Z-Achse konnte ich damit sehr geniessen.

Hier ein paar Bilder – der Rear Toolpost Holder gefällt mir, obwohl ich ihn noch nicht probiert habe. Abstechen werde ich nämlich erst in den nächsten Tagen, denn jetzt kommt Halloween und die Kinder freuen sich schon drauf – ich mich auch, aber mehr auf die damit verbundenen Heurigenbesuche in der Gegend 🙂

Rear Toolpost Holder 07

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder

Messerkopf 01

Rear Toolpost Holder

Messerkopf 02

Rear Toolpost Holder

Messerkopf 03

Rear Toolpost Holder

rausgehobelter Quader 01

Rear Toolpost Holder

Rausgehobelter Quader 02

Rear Toolpost Holder

rausgehobelter Quader 03

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 01

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 02

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 03

Rear Toolpost Holder

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Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 05

Rear Toolpost Holder

Rear Toolpost Holder 06

Rear Toolpost Holder 07

 

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt. Modellbauen mit CNC-Portalfräsen ist heutzutage „State of the Art“ und macht uns allen viel Freude. Jeder Modellbauer, der auf sich etwas hält, klappert schon längst den Markt ab, ob er etwas Geeignetes für sein Hobby, aber auch für sein manchmal etwas zu schmales Hobbybudget findet.

So halte ich es nahezu für eine Sensation, wie der findige und erfahrene Hermann Möderl wieder einmal den Markt mit einer preisgünstigen, aber auch sehr starken, völlig neuen Portalfräse aufmischt.

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

P1 – neues Portal, Antrieb über selbstfahrende Mutter

Doch der Reihe nach. Mein CNC-Freund Franz Helmut aus der Steiermark hat mich heute aufmerksam gemacht, dass sich auf der Homepage von Mixware.de (Fa. EMS-Möderl) etwas sehr Interessantes anbahnt. Hermann Möderl hat ja schon vor einiger Zeit angekündigt, eine neue P1 rauszubringen. Nun dürfte es endlich Realität werden.

Damit dürfte er den Nerv der kaufwilligen und fräsbegeisterten Modellbauer hunderprozentig treffen. Denn allzu oft werden ja im Internet schludrige Klappergestelle zu überteuerten Preisen angeboten. Ja sogar einen Hersteller aus Österreich gibt es, der sich nicht geniert, die allererste P2 (wie sie der Hermann schon lange nicht mehr in dieser veralteten Form anbietet), nachzubauen und völlig überteuert zu verkaufen. Auch stimmen dort, wie auch bei den meisten anderen Nachbauern die Details nicht. Gespart wird oft sehr versteckt. Ungenaue Billig-Kugelgewindespindeln aus Weichstahl (eben nur ungenau, und kurze Lebensdauer), krachende, rostende einfache Führungen (oft nur Kugelbüchsen oder wenn Linearschienen, dann nur Chinaware).

Umso sensationeller, was Hermann da auf den Markt bringt.

Vermutlich ist er, der hoffnungslose Idealist, wieder einmal auch noch viel zu günstig, das wäre ja bei ihm nichts Neues?

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

Portalbalken und Zahnriemenantrieb

Alleine schon das, was er für seine selbstfahrenden Antriebe verlangt, ist lediglich etwa ein Sechstel vom gängigen Marktpreis für diese Dinger. Dann auch noch Markenqualität, wohin das Auge sieht. Ob Neff-Spindeln, ob Schienen von TBI oder ähnlichen Marken, hochgenaue Zahnriemen in T3 und T5, Markenriemenräder anstatt China-Glump, massive Markenprofile mit überfrästen Flächen für die Linearführungsschienen, anstatt dieser klappernden, dünnen 45mm-Teile anderer Hersteller. Noch viel mehr an solchen Details mehr fallen mir auf, je länger ich seine „Geheimnisse“ ansehe. Geheimnisse schreibe ich deswegen unter Anführungszeichen, denn es sind ja wieder mal keine, so bereitwillig verrät uns Hermann Möderl jetzt schon die kleinsten Details, garniert mit Fotos. Vermutlich auch deswegen, weil er die Latte sowohl für die Konkurrenz als auch für die diversen Forenfräsenprojekte sehr hoch legt – nach dem Motto, „Kopieren und Nachbauen zu diesem Preis ausgeschlossen“.

Zur Konstruktion selbst könnt Ihr ja hier auf „CNC-Fräse EMS-P1“  alle Details selbst bestaunen. Einige Details möchte ich aber doch für Euch hier erwähnen:

Ein massiver, starker 90×90-Profilbalken als Fräsenportal, das gefällt mir sehr gut. Mutig, innovativ und vor allem noch nie dagewesen. Auch die beiden angetriebenen Muttern bei einer Fräse dieser Preisklasse sind eine ziemliche Sensation. Es werden dabei hochgenaue Zahnriemenantriebe verwendet, die erst durch Hermanns Vorbild schön langsam auch bei den Plagiateuren wie mich und Anderen salonfähig werden. Wohl noch immer ohne angetriebene Muttern, weil deren Herstellung die Fertigkeiten und das Können von uns Amateuren bei weitem übersteigen würden. Das ist wohl der Zahn der Zeit, der Kunde verlangt das und man ist damit „modern“. Es ist aber nicht nur modern, der Mehrwert ist einfach da.

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

Selbstfahrender Antrieb (Kugelgewindemutter und Details)

Außerdem sind selbstfahrende Muttern auch mein höchstpersönlicher Wunschtraum – ganz ehrlich! Die Mehrkosten? Die dürfte Hermann Möderl vermutlich für Euch „schlucken“, um a) seinen legendären, unbändigen Ehrgeiz wenigstens halbwegs bändigen zu können, und b) den günstigen Preis der P1 halten zu können.

Natürlich ist es nicht so einfach, eine Fräse mit Zahnriemenantrieb und selbstfahrenden Kugelmuttern zu bauen. Auch das legt die Latte für die nachbauwilligen Hobbyisten wieder einmal höher, aber vor allem für die werte Konkurrenz wirds schwierig werden, diesen neuen Standard zu erreichen und ich glaube, die hat nun technisch gesehen wahrlich das Nachsehen. Die haben einfach nichts, was sie dagegenhalten können, für so gut halte ich das ausgeklügelte Konzept von P1, P2 und P3. Drei Fräsen, drei Größen, drei Preise, also für jeden etwas, wobei mir die Leute, die eine P3 wirklich brauchen, erst über den Weg laufen müssen. Ist ja schon die P2 DER „Nobelhobel“, der einen Mehrwert als Spaßmacher hat („als Mann gönnt man sich ja sonst nichts“).

Und – bitte glaubt nicht, dass für Euch die P1 nicht reichen würde. Ich selbst würde mir von den drei Fräsen auch die P1 kaufen. Warum? Die deckt in den ersten 10 Jahren eines Fräserlebens jeden erdenklichen Wunsch bis hin zu Fräsen von Stahl ab – wetten? Sie hat Dynamik wie „Sau“ und die Stabilität ist derart überdimensioniert, dass dem Fräser in 15– Aluflach fad wird. Wetten?

Klar werden auch Modellbauer einsehen müssen, dass sie um diesen Preis nie und nimmer eine gute Fräse selbst bauen werden können, auch eine (viel einfachere) und weniger gute Anbieter kommt da nie und nimmer mit.

Die Hobbybestimmung. Oder, wozu brauche ich eine Fräse?

Ja gut, manche bauen eine Fräse „um des Selbstbauens Willens“. Ein Modellbauer wird sich den Selbstbau wohl aber gut überlegen müssen, denn der rechnet sich einfach nicht. Die meisten möchten ja nicht monatelang oder sogar ein Jahr lang vorm CAD-PC sitzen, weitere 3 Monate Fräsen bauen, um dann eine buckelige, und auch doch etwas verplante „Krücke“ daheim zu haben. Denn Modellbauer bauen ja die Fräse nicht (so wie ich es damals tat) des Bauens Willen, sondern sie brauchen die Fräse für ihr eigenes Hobby, und zwar rasch, zuverlassig, sowie in guter Qualität.

Alleine schon vom Preis her
wird jeder Selbstbau
um Einiges teurer kommen

Deswegen glaube ich, dass die P1 sehr schnell DER Hit werden wird und EMS die Produktion noch mehr hochfahren wird müssen: Deswegen, weil Herr Möderl mit der neuen P1 die Auftragsbücher im heurigen Weihnachtsgeschäft recht rasch füllen wird.

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

Zahnriemensteuerung

EMS-Möderl P1, die Wiedergeburt

neue ZX-Platte

Weitere Details

Was man im ersten Moment anzweifeln könnte, ist, dass die Wange nur einen einzigen Wagen hat. Doch das wird wohl problemlos sein, wenn man sieht, wie groß und schwer diese Wagen dimensioniert ist. Echt Hermann: Schlauer Fuchs halt, ein Praktiker und Theoretiker zugleich.

Für mich als eher biederen, wenig innovativen Fräser sind Zahnriemen so ein modernes „Teufelszeug“, wie es zu Peter Rosseggers Zeiten diese schwarzen Dampfrösser waren. Uff. Späne, Schmutz, spielbehaftet, all das würde mich zweifeln lassen und ich würde das nie und nimmer selbst, und vor allem richtig, so, dass es auch funktioniert, konstruieren wollen. Aber der Hermann weiß schon, was er tut. Es wird sicher funktionieren und ich glaube, der Käufer erhält damit ein echtes Sorglospaket zum einfachen Drauflosfräsen.

Mein Resumee

Der Preis ist heiß und das Teil ist fürs Arbeiten erfunden. Und, auch schön ist sie, ich finde sie wird mit dem neuen Portalbalken echt sexy.

Meinem CNC-Freund aber, dem Franz Helmut aus der Steiermark, wünsche ich, dass er nicht nur echt sexy damit arbeitet, sondern auch viel Spaß damit hat!

Details zur Fräse findet Ihr auf:

cnc-fraese-ems-p1-a

EMS-Möderl

China-Pampe, meine Bernardo 305 ist nun topfit

China-Pampe. Wie ich schon vor 5 Tagen hier im Blog berichtet hatte, besitze ich ja neuestens eine Bernardo 305 Kombi-Blechbiege- und Schneidemaschine. Diese Kantbank bekam ich als Ebayschnäppchen um die Hälfte des Neupreises. Sie war fast ungebraucht, also weitgehend im Auslieferungszustand. Genau der Umstand war zwar das Erfreuliche, aber ich vermute, das war leider auch der Grund, warum der Typ sie hergab. Ich habe noch nie so eine vom Herstellerwerk her mit China-Pampe versiffte Maschine gesehen.

Für die, die China-Pampe nicht kennen:

Maschinen und Werkzeuge aus China werden, damit sie beim Schiffstransport nicht dem Rost der salzhaltigen Meeresluft ausgesetzt sind, überall mit einer klebrigen braungelben Masse eingesprüht, etwa so wie Fertigkleber mit Motoröl gemischt? Also war Reinigen angesagt.

Doch, da ging zunächst gar nichts, alle klebte und klemmte. An Bleche cutten war nicht zu denken, Rollenbiegen ging nur mit extremer Muskelkraft und die Abkantmesser waren auf 300mm ca. 10mm falsch, zu schräg, eingespannt. Die beweglichen Teile waren sogar auf deren an sich geschützen Innenseiten zugepampt. Meine Vermutung: In seiner Not dürfte der Vorbesitzer die Sachen verstellt haben, um die Maschine zum Funktionieren zu bringen. Allerdings tat er das augenscheinlich, bis kaum mehr etwas funktionierte. Die Einstellschrauben waren zB. derart stark angeknallt, dass die einzelnen Fallmesser zur Gänze feststeckten. Der Arme musste sie wohl verkaufen, weil er am Ende seines Könnens war?

Eine Totalzerlegung und Reinigung war der erste und wichtigste Punkt. Mit Petroleum und Bremsenreiniger bin ich gleich zu Beginn gescheitert, weil das Teil vermutlich schon lange in einer Ecke stand und mit der Zeit diese China-Pampe schweinehart wurde. Erst WD40 schaffte es, die China-Pampe so zu verdünnen, so dass ich sie ganz leicht wegwischen konnte. Nach dem Entgraten und vor dem Zusammenbauen der einzelnen Teile vergönnte ich den blanken Metallteilen noch ein ausgiebiges Vollbad in Öl. Irgendwie habe ich bei Teilen aus blankgeschliffenem Chinastahl immer den Eindruck, dass sie erst einmal Öl wie ein Schwamm aufsaugen, und dann erst kapieren, dass sie nicht rosten dürfen.

Der Zusammenbau war insofern wichtig, als dass ich mir dadurch gratis eine Anleitung erarbeitet hatte – denn eine Anleitung gibt es zwar, die ist aber das Papier (PDF) nicht wert. Eine Kantbank haben, aber sie auch sinnvoll zu verwenden, sind nämlich zweierlei Dinge:

Das Gerät ist konstruktiv sehr ausgeklügelt und es hat viele Verstell- und Einstellmöglichkeiten. Wenn man die Maschine also erst einmal gut eingestellt und die einzelnen Tricks entdeckt hat, geht wahnsinnig viel damit, Sachen, die herkömmliche Kantmaschinen nicht können. Beispielsweise kann man die einzelnen Segmente der Kantklingen rausnehmen und damit wird es möglich, eine Box an allen 4 Seiten mit 90° hochzubiegen.

Der Zustand der Maschine ist neuwertig und außer den üblichen Chinalackspuren, die man ohnehin fast nicht sieht, ist sie nun wie frisch aus dem Regal.  Alles ist leichtgängig, präzise, es flutscht und macht mir riesig Spaß!

Hier die Bilder des fertiggestellten Geräts:

China-Pampe

Bernardo 3 in 1 305, fertig geputzt und eingestellt 01

China-Pampe

Bernardo 3 in 1 305, fertig geputzt und eingestellt 02

Schönes Werkzeug, der Schmuck des Mannes

Schönes Werkzeug

Nachdem ich vor schon einiger Zeit beschlossen hatte, dass mein Hobby auch etwas „mehr“ als das absolut Notwendige kosten darf, kaufe ich mir von meinem Monatswerkstattbudget gerne auch feine Werkzeuge. Werkzeuge, die ich eher nicht sofort oder dringend brauche. Aber doch, weil ich sie haben möchte und ich meine Freude daran habe.

Zuletzt fiel mir beim Stöbern im Internet auf, dass die in den USA gebräuchlichen Kombinationswinkel bei uns eher selten verwendet werden. Meine Wahl fiel recht rasch auf das Original der Firma Starrett aus den USA, und dabei auf den kleineren 150mm-Winkel.- Den halte ich für meine kleineren Anrisse auf der Standfräse für die ideale Größe. Wie es sein soll, liegt auch ein kleines „Inspection Certificate“ vom Herrn Michael R. bei. Also, aus China ist der gute Mann sicher nicht, dazu ist der Winkel viel zu genau gearbeitet. Alle Kanten sind fein geschliffen, sorgfältige Verarbeitung, wohin das Auge reicht. Die Skala am Lineal ist nicht aufgedruckt wie bei den Baumarktduplikaten, sondern fein eingraviert und das Lineal ist anstatt aus Alu aus Stahl.

Schönes Werkzeug

Auf der Starrett-Box

Schönes Werkzeug

Original USA

Schönes Werkzeug

Auch hier ist das Starret Inspection Certificate beigelegt

Schönes Werkzeug

Der Starrett-Winkel, Details 01

Schönes Werkzeug

Der Starrett-Winkel, Details 02

Biegen und Kanten – Meine neue Bernardo 3 in 1 305

Biegen und Kanten, Forenleser werden es ja schon mitbekommen haben. Seit heute besitze ich eine Bernardo Kantbank. Damit kann man nicht nur kanten, sondern auch vierseitig kanten, zB. Boxen aus Metall (das können normale Kantbänke nämlich nicht). Die Rollenbiegemaschine biegt Rundstahl genauso wie Blech, zB. für Rohrleitungen und Dampfkessel. Auch Blech schneiden (cutten) bis 1mm dickes Material geht damit.

Auf so eine Maschine freute ich mich schon länger, sie war mir allerdings mit einem Kaufpreis von € 335,00 (Branding Holzmann) bzw. € 380,00 (Branding Bernardo) bisher zu teuer.  Der Zufall brachte es, dass ich auf Ebay fündig wurde und um € 180,00 konnte ich dann zuschlagen. Der Weg vom Raum Leipzig nach Stockerau führte über Graz und Wien, ein Forenmitglied der Bastelstube und auch der Zerspanungsbude war mir da sehr behilflich. Vielen Dank, lieber Sam!

Diese abenteuerliche Geschichte werde ich aber nicht eigens hier nochmals schreiben, die könnt Ihr hier ohnehin nachlesen.

Mit der neuen Werkzeugmaschine komme ich meinem Wunsch wieder ein Stück näher, nämlich, die derzeitige „Werkstatt für grobe Fräs- und Dreharbeiten“ langsam aber sicher in eine Modellbauerwerkstatt umzubauen. Spätestens zur Pensionierung sollen dann dort ja nur mehr Dampfmodelle und Lokomotiven entstehen. Sachen, für die mir jetzt noch das Können und auch die Ruhe des Alters fehlen.

Hier ein paar Bilder:

Biegen und Kanten

Biegen und Kanten, Cutten. Bernardo 305

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Ein schweres Teil, alleine kann man das gerade noch schleppen

Biegen und Kanten

Zustand neuwertig, lediglich reinigen und ölen muss ich ausgiebig

Biegen und Kanten

Verludert, aber nicht rostig (man sieht China-Pampe und Blüten)

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Bereits im Kofferraum, klar für die Reise von Leipzig nach Stockerau

Optimum MB4 – ein Motorantrieb für die Z-Säule – Teil 3

Optimum MB4 – Der Schalter ist fertig eingebaut und verkabelt. Er hängt am Hauptschalter und Not-Aus der Fräse. Falls wer von Euch solche Polwendeschalter suchen sollte, die kosten auf Ebay etwa € 12,00 zuzüglich Versand, meiner stammt aus Dornbirn, damit das Porto vertretbar bleibt. Wer mehr Zeit hat, findet diese Schalter um ein Drittel der Gesamtkosten (mit Versand) auf Aliexpress. Die Qualität ist die gleiche, weil ja auch die Ebayhändler aus D und A diese Schalter aus China zukaufen.

Optimum MB4

Der Polwendeschalter ist schön stimmig angeordnet – Glück gehabt, denn drinnen ist kaum Platz.

Optimum MB4

Polwendeschalter LInks – Aus – Rechts

Optimum MB4

CAD-Entwurf 01

Optimum MB4

CAD-Entwurf 02

Optimum MB4

CAD-Entwurf 03

Hier das Video:

Optimum MB4 – ein Motorantrieb für die Z-Säule – Teil 2

Fortsetzung vom Teil 1 (Optimum MB4 – ein Motorantrieb …)

Passprobe: Der Adapterdorn passt genau rein, auch die Passfeder

Optimum MB4 - ein Motorantrieb

Mit Motor, jetzt fehlt aber noch die Befestigung (/Halterung)

Optimum MB4 - ein Motorantrieb

Dank der Henriette-CNC ist das Loch für den Schalter im Schaltkasten schnell rausgefräst und es war wichtig, nicht darauf zu vergessen, den Schaltplan für später einmal zu fotografieren.

Optimum MB4 - ein Motorantrieb

Sauber rausgefräst. Ohne Fräse wäre der Verdrehschutz wohl ein ordentliches Gefummel, bis der hergestellt wäre?

die Hardware ist fertig, fehlt noch die Energie (1)

die Hardware ist fertig, fehlt noch die Energie (2)

die Hardware ist fertig, fehlt noch die Energie (3)

Die Handkurbel und die Klaue fühlen sich einsam. Womöglich erlebt die Handkurbel bald eine Wiedergeburt auf meinem Vertex-Schraubstock, denn der Chinaklöppel, der da dabei war, ist schwer sittenwidrig (weil der schaut irgendwie aus wie ein P….).

Stecker verdeckt Schaltplan

Optimum MB4 – ein Motorantrieb für die Z-Säule – Teil 1

Optimum MB4 Motorantrieb – Meine Standfräse macht mir zwar sehr viel Spaß, doch ist mir das andauernde Kurbeln der Z-Achse doch zu anstrengend. Der Getriebekopf hat etwa 95kg und ich muss öfter kurbeln, als ich es mir anfangs gedacht hatte.

Unterschiedliche Höhen ergeben sich durch die verschiedenen Werkstückhöhen, durch meine verschiedenen Schraubstöcke und vor allem dadurch, dass ich sowohl MK2 als auch MK4-Werkzeuge verwende. Rasch mal den MK-Einsatz wechseln, zusätzlich die Adapterhülse von MK4 auf MK2 rein, all das bedeutet: „Kurbeln!“.

Auch die Deckenhöhe, um die unterschiedlichen Anzugsstangen M12 und M16 raus- und wieder reinzubringen, ist nicht hoch genug, ohne Kurbeln gehts da nicht mehr. Darüber hinaus ist die Kurbel durch die seitlich lange Werkbank, auf der die Maschine steht, ergonomisch ungünstig erreichbar.

Doch damit ist Schluß:

Ein 400V-Getriebemotor, 400Watt, mit 185U/Min. schafft das Anheben des etwa 95kg schweren Getriebekopfes problemlos. Den Motor und auch einige Tipps dafür habe ich dankenswerterweise von unserem Mitglied und meinem Bastelfreund Hans (User johanns) erhalten. Hans, an dieser Stelle nochmals Danke dafür! Die Motorhalterung aus Alu war ja rasch gefräst, doch der Adapter für die Kurbelachse musste erst ausgedacht werden. Ich wollte die Kurbelachse nämlich nicht ausbauen, um eine Nut für die Feder reinzufräsen und um sie auch zu kürzen, denn a) könnte ich dann nicht mehr rückwärtskompatibel den Originalzustand mit Handkurbel wieder herstellen und b) hätte ich das Henne-Ei-Prinzip: Mit zerlegter Z-Säule fräst sich die Passfedernut schlecht. Daher musste ein Adapter her, und der war schnell gedreht. Einige Stücke Alteisen vom Tullner Schrotti (irgendetwas-Stahl) und ebensolches Flachmaterial für die Passfeder später war das Teil meiner Begierde fertig.

Eine Hürde, die ich den nachbauwilligen Lesern ersparen möchte, ist die Tatsache, dass der Passstift, der die Klaue für die Handkurbel hält, nicht mittig durch die Kurbelachse geht, sondern werksseitig 3mm seitlich versetzt gebohrt wurde. Da hatte ich anfangs ein bisschen blöd geschaut, als ich den Kerl nicht reinbrachte, ich bin aber dann doch draufgekommen, wo es hakt:

Optimum MB4 Motorantrieb

Handkurbel und Klauenkupplung

Jetzt lasse ich noch einige Bilder sprechen, und auch ein kleines Handyvideo gibts dazu. Weil jeder Beitrag nur 10 Bilder enthalten kann, kommen noch Folgebeiträge.

Optimum MB4 Motorantrieb

die Metallbandsäge arbeitet brav

 

Optimum MB4 Motorantrieb

Ja, eine feste Lünette fehlt mir noch, doch es muss auch so gehen

 

03-rausgedreht

die rasch angefertigte provisorische Zentrierspitze im Backenfutter ist aus Abfallmessing

der große Vertex spannt sehr genau

Mit Vergleichsmaß – recht groß das Teil?

08-schaltkasten

In diesen Schaltschrank muss der neue Polumkehrschalter auch noch rein und hinten mit der Lochsäge ein großes Loch für eine zusätzliche Kabeldurchführung zum Getriebemotor, doch dazu gibts im Folgebeitrag Bilder.

 

erstes Anpassen, auf Anhieb ok

 

LTE-Aussenantenne und Halteplatte CNC-gefräst

Ich errichte eine LTE-Aussenantenne. Eigentlich sind andere Baustellen offen, z.B. der Getriebemotor für die Z-Säule der MB4. Doch es juckt mich schon lange, mein lahmes xDSL mit maximal 8Mbit auf stationäres LTE umzurüsten und die warme, aber nicht zu heiße Endsommerzeit erschien mir ideal dafür.

Unser Bastelstuben-Forenmitglied Gerald (User „Gerald M.“) hat mir schon vor längerer Zeit bei seinem persönlichen Besuch einen Floh ins Ohr gesetzt, als er mir damals anbot, sein LTE-Equipment kurzzeitig für Tests heranzuschleppen. In A gibt es ja bei unseren Internetprovidern echte Flatrate und die auch noch supergünstig. Ich wohne auch so geschickt, dass ich rund um unser Haus Masten von A1, T-Mobile und Drei (Hutchinson Austria) in der Nähe habe. Obwohl der Masten von T-Mobile nur 270m mit Sichtkontakt von mir entfernt steht, hatte ich mich für DREI entschlossen.

Warum? Die schenkten mir doch ohne mit der Wimper zu zucken, ein neues Galaxy Tab S2 LTE (Geizhals-Preislisting € 475,00) und beim Verlängern des Handyvertrags gab es auch noch ein neues Huawei P9 lite Smartphone (Geizhalslisting etwa € 270,00) dazu. Der wichtigste Grund aber war, dass der Masten (etwa 790m entfernt), als einziger weit und breit schon die neue Technologie LTE-Advanced anbietet und nach meinen Messungen die verfügbaren Zellen noch kaum gebucht sind.

Damit es auch so schön funktioniert, wie es soll, besorgte ich mir noch über Ebay einen LTE-A fähigen Router (Huawei 5186s), eine Außenantenne, div. Kleinzeug und einen Masten. Für den Masten bemühte ich wieder meinen Schrotthändler Robert Schmid aus Strebersdorf. 1.50m Alumast 50mm dick mit roter Plastikkappe um € 1,50 nenne ich ein echtes Schnäppchen Zwinker

Heute war also der Tag der Montage und des Messens. Um den Masten möglichst einfach montieren zu können, schenkte mir meine Frau einen Sonnenschirmständer und die obere Befestigung am Dachstuhl, damit nichts wackelt, montierte ich mit einer rasch quick and dirty CNC-gefrästen Adapterplatte aus einem Reststück Alu AW 5083 (das lag gerade rum).

Gerade komme ich von draußen, der letzte Schmutz ist weggeputzt – nach guten einem Stiegl „Freibier“ (alkoholfrei), guten Würstchen und Ripperln vom Grill, einigen Gläsern Weinviertel DAC Grüner Veltliner Weingut Neunteufl Viendorf, sind die Gedanken schon müde, trotzdem wird nun up- and downgeloadet, dass die Leitung glüht – es ist einfach genial schnell. Mit Innenantenne habe ich etwa 25Mbit down/22Mbit up, mit Außenantenne 72Mbit down/48Mbit up, und mit LTE-Advanced (geht nur mit der Außenantenne, Sichtkontakt zum Masten auf 790m) sind es 120Mbit up/55Mbit down.

Hier die Bilder:

LTE-Aussenantenne

Naher Masten von T-Mobile (etwa 270m)

Mast in Sicht 02 (Drei, LTE-A) (Large)

Mein Wunschmast von drei.at (790m entfernt, schon mit LTE-advanced Technologie)

dav

Selbstgebaute Montageplatte mit gekauften Bügel 01

LTE-Aussenantenne

Selbstgebaute Montageplatte mit gekauften Bügel 02

Puppitaster oder Fühlerhebelmessgerät

Chinagadgets – hier ein neues Gadget für Euch. Einen Puppitaster oder Fühlerhebelmessgerät zum Schnäppchenpreis. Sicher nicht für absolute Messungen, aber dafür ist er ja auch gar nicht gedacht.

Ein Puppitaster oder Fühlerhebelmessgerät dient vielmehr der Vergleichsmessung. Z.B. kann man mit Ihnen Kanten entlangkurbeln, um Parallelität zu prüfen, oder man möchte ganz einfach einen Rundling ins einzelverstellbare Backenfutter auf der Drehmaschine genauestens zentrieren. Die Genauigkeit ist bei Vergleichsmessungen bei diesen Billigdingern ausreichend gegeben und wenn die Mechanik nicht unbedingt „sooo“ feinfühlig ist, wie bei Tesa, Mahr oder Mitutoyo, so hat man schon mal rasch 75 Euro gespart. Denn unter € 95,00 (inkl. Versand) ist ein guter, neuer Mitutoyo kaum zu bekommen.

Gefunden hier, um € 9,21 inkl. Versandkosten
und hier, um € 8,24 inkl.Versandkosten

Puppitaster oder Fühlerhebelmessgerät

Chinagadgets: MK2 Halter ER20 für Spannzangen

Chinagadgets – hier ein neues Gadget für Euch. Einen MK2 Halter ER20 für Spannzangen benötigen wir Hobbyanwender meistens an Dreh- und Fräsmaschine. Viele der bei uns im Modellbau üblichen Drehmaschinen mit etwa 300-800mm Spitzenweite haben am Reitstock MK2, und an der Hauptspindel MK3 oder Mk4.

Ein überall erhältlicher MK2 Halter ER20 kostet bei den deutschen Händlern auf Ebay mit Versand ab € 52,00, kommt aber auch aus China. Bei Aliexpress habe ich mein schönes Teil um € 9,67 inkl. Versandkosten gekauft (steuer- und zollfrei bis € 22,00). Die Genauigkeit war bei mir genauso wie beim deutsch-chinesischen Kauf (zwischen ganz gut und grottenschlecht). Wenn man, so wie ich, die Möglichkeit zum Ausschleifen hat, ein echtes Schnäppchen. Aber auch ohne Nachbearbeitung kann man damit sehr gut arbeiten, wenn man Modellbauer ist und nicht gerade Marsroboter baut.

erhältlich hier

MK2 Halter ER20

GMS-System – wieder im Preis gefallen!

Chinagadgets – Hier ein neues (schon bekanntes) Gadget für Euch. Mein GMS-System ist schon wieder im Preis gefallen: Günstiger als jedes Anbaumessschieberset?

Wo sonst bekommt man noch ein echtes, genaues GMS-System, das billiger ist als diverse Selbstbaulösungen oder Anbaumessschieber? Jetzt dürfte der Währungskurs ein wahres Schnäppchen ermöglichen, doch schaut selbst, was man um € 240,56 inkl. Versandkosten bekommt (all inkl., also mit Fracht, Steuer und Zoll etwa € 294,00):

Sitontech-Glasmesssystem mit 3achsiger Anzeige und 3 Glasmessstäben (jeder bis zu 1 Meter Länge)
(Link anklicken)

GMS-System

Ich arbeite nun schon oft und gerne damit. Die Robustheit, die Geschütztheit vor Spänen, und die Ausfallssicherheit erscheinen mir genial. Am meisten schätze ich aber, dass ich damit die Mitte eines Werkstücks rasch ermitteln kann. Einmal links antasten, einmal rechts antasten, die 1/2 – Taste drücken, und auf den angezeigten Null-Wert kurbeln. Fertig ist es!

Messerkopf 50mm KM12-50-22-4T um € 20,16 (inkl. Versand)

Messerkopf 50mm

Chinagadgets – Hier das erste Gadget für Euch. Ein Messerkopf 50mm für die Standfräse, der von der Größe her noch passt und die Maschine nicht überlastet. Ich habe ihn direkt beim Erzeuger gekauft. Die Eignung für Schneidplatten mit 45 Grad, die überall einfach und günstig zu bekommen sind, war mir dabei wichtig.

Als erstes meiner Chinagadgets zeige ich Euch meinen Messerkopf 50mm. Den gibt es auch noch in vielen anderen Varianten (siehe nächstes Foto). Entscheidend ist, wieviele Wendeplatten (Messer) er hat, welchen Durchmesser und welche Montageaufnahme. Meinen (der im oberen Bild), habe ich mit 50mm Durchmesser, 4 Flunken, sowie einem Schneidwinkel von 45 Grad, 22mm-Aufnahme, ausgesucht und verwende ihn mit meiner MK4 (Morsekonus Größe 4)-Aufnahme direkt in der Frässpindel der Optimum-Standfräse MB4. Der schaut am Bild recht niedlich aus, mit dem MK4 ist er aber ein gewaltiger Brocken.

Der Händler und Hersteller war in meinem Fall Wenling Lifeng Precision Tools Co., Ltd.

Den Messerkopf kann man dort auch in ähnlichen Varianten zu kaufen:

Messerkopf 50mm

Solche und ähnliche Messerköpfe sind auch bei anderen Aliexpress-Händlern zu finden, auch bei Banggood und Ebay.com, mein Link führt Euch aber direkt zum Hersteller und Ihr spart Euch dadurch 10,00-20,00 Euro. Dieser Betrag ist vor allem auch deswegen besonders gut, weil er noch im Limit liegt, wo zoll- und steuerfrei importiert werden darf (€ 22,00). In Deutschland gibt es solche Messerköpfe nicht unter € 55,00- 60,00 (inkl. Versand).

Bitte achtet auch darauf, dass er aus keinem minderwertiges Material ist. Es gibt schon Händler, die verkaufen Schnellwechselhalter für Drehmaschinen aus eloxiertem Alu – dass das nichts sein kann, merkt man rasch. Meiner hier ist aber aus gutem Material.

Material: Vergütungsstahl CrMo4

Auch achtet bitte darauf, dass Eure Standfräse damit noch klar kommt. Es hat kaum Sinn, noch grösser zu kaufen, denn mit 2mal drüberkurbeln ist das Halbzeug mit diesem 50mm breiten Messerkopf bereits fertig gefräst. Meistens sogar mit 1mal drüberfräsen. Auch sind die Messerköpfe für Platten mit 45° Schneidwinkel interessant, die haben weniger Schnittdruck und schneiden auf unseren leichten (100-500kg) Fräsen besser.

WENDEPLATTEN:

Ich habe mir dazu Wendeplatten von Garant (SEKT1204 AFTN HB8520) auf Ebay ersteigert, günstig um € 14,50 samt Versand, und von Korloy spezielle Platten für Alubearbeitung (SEHT1204AFFN-X83 H01) um € 16,00 inkl. Versand, beide Preise sind für die 10-Stück-Box. Die Korloy kamen aus China, ob sie gefälscht sind oder echt, weiß ich nicht. Die Fräsergebnisse damit sind aber sehr gut.

Garant SEKT

Korloy SEHT

Chinagadgets – Werkzeuge und Maschinen

ChinagadgetsChina liefert ja inwischen fast alle Konsumwaren, die diversen Händler wie Ebay und Amazon sind schon voll mit diesen Chinagadgets. Oder, man importiert direkt von Aliexpress, Banggood, Wholesale, Honorbuy, EU-Warehouse, Sharkmall, und wie sie alle heißen mögen.

Ich möchte in meinem Blog aber nicht über alle möglichen Chinagadgets, wie Smartphones, Regenschirme und Taschenlampen aus dem Reich der Mitte berichten, sondern hauptsächlich über Werkzeuge und Maschinen. Für erfahrene Werkstattleute unter uns ist das sicher ein fades Thema, aber ich denke, Einsteiger werden ihre Freude damit haben. Warum?

Der Kostenfaktor von Chinawerkzeug im Vergleich zum heimischen (auch China-) Werkzeug ist trotz Einfuhrkosten beträchtlich. Einige Beispiele:

  • MK2-Werkzeugaufnahme mit ER20 in Europa inkl. Porto nicht unter € 31,50, als Gadget um € 10,50 inkl. Versand zu haben – bei gleicher Herkunft, gleicher Qualität
  • 3-achsige Digitalanzeige mit Glasmesstäben (bis zu 2mal 1000mm Länge inklusive), fix fertig um € 305,00 inkl. aller Spesen (Steuer, Fracht, Zoll). In Europa nicht unter € 580,00 zu bekommen – – bei gleicher Herkunft, gleicher Qualität
  • Not-Aus Pilz mit gelb-schwarzem Standardgehäuse um € 6,15 inkl. Versand, in Europa kostet genau derselbe (wird ja auch in China gekauft) € 30,00 inkl. Versand

Wir Österreicher haben dazu noch das Problem, dass viele deutsche Händler innerhalb Deutschlands kostenlosen Versand anbieten, aber nach A entweder gar nicht, oder zu horrend übertriebenen Preisen anbieten. Das macht manchmal sogar € 29,00! aus – die sind entweder verrückt, oder wollen nicht. Ehrliche deutsche Händler schaffen das mit € 7,00 – 10,00. Ok, das ist fair.

Jedenfalls hat mich meine eigene Wut über diese Abzocke schon vor Jahren veranlasst, Alternativen zu suchen. Zunächst waren es die Engländer, leider sind die a) vom Versand zu teuer und b) haben die überwiegend auch Chinaware, und dann begann ich mich mehr und mehr für China zu interessieren. Als Beispiele erwähne ich gerne die Frequenzumrichteraktion meines Blogs, oder die Beziehungen zu Noulei (Kugelgewindespindeln und Linearführungsschienen).

Wie geht es hier weiter:

Chinagadgets-Artikel sind von mir als solche gekennzeichnet, und wenn es losgeht, findet Ihr in der rechten Spalte im Blogfenster eine Auswahl, die Ihr anklicken könnt. Dadurch werden alle Blogbeiträge herausgefiltert und angezeigt, die Chinagadgets betreffen.

 

 

 

 

Stationäres LTE mit Außenantenne

Passend zum Sommerloch, das heuer zumindest bei meiner eigenen Werkstattarbeit überraschend klein ist, habe ich Fotos gefunden, weil ich stationäres LTE mit Außenantenne haben will. Gesucht vor allem deswegen, weil ich meine lahme xDSL Internetanbindung auf schnelleres stationäres LTE umbaue und Verrohrungsfotos für eine Außen-Richtantenne montieren möchte. Entstanden ist das Foto vor 10 Jahren, ich hatte damals gerade unser Haus gebaut – am Foto sieht man mich an einem Tag, an dem ich unzählige Strom- und Datendosen aufstemmen und eingipsen musste (ein paar Schläuche und Dosen sieht man ja am Bild):

Stationäres LTE mit Außenantenne

Stationäres LTE mit Außenantenne

Stationäres LTE mit Außenantenne

CNC-Fräsen oder HSC Highspeedcutting?

HSC Highspeedcutting, oder doch nur  CNC-Bearbeitung auf Fräsen und Drehmaschinen. Oder Rapid Prototyping? Die Industrie befindet sich im Wandel, wie noch nie.

Mit meinem großem Interesse an HSC Highspeedcutting, einhergehend mit meinen eigenen Erlebnissen in der CNC-Bearbeitung erkenne ich mehr und mehr, dass es in der CNC-Bearbeitung auch noch andere Techniken gibt, als wir es von unseren kleinen Maschinen kennen. Ob es jetzt unsere CNC-Standfräsen mit niedrigen Drehzahlen oder unsere CNC-Portalfräsen mit Schnelläuferspindeln bis zu den üblichen 24.000 U/Min sind, die Industrie hat ganz  andere Vorgaben und Ziele, die es zu erreichen gilt. Umso mehr, als die Automatisierung eine immer grösser werdende Rolle spielt.

Ich erinnere mich an eine Geschichte über Modellbau (Prototyping), als ich 12 Jahre alt war (meine Frau wurde gerade geboren):

Allerdings ohne den Zusatz „Rapid“ – Anfang 1970 benötigte die US Army einen Ersatz für den leichten Mehrzweckhubschrauber Bell UH-1 „Iroquois“, der sich im Vietnamkrieg zwar bewährt hatte, aber doch mehrere entscheidende Mängel wie die mangelhafte Selbstschutzmöglichkeit und die für manche Missionen zu geringe Nutzlast und Reichweite aufwies (Zitattext aus Wikipedia).

Folglich initiierte die US-Army im Jahr 1972 einen Wettbewerb zur Konstruktion eines mittelschweren taktischen Transporthubschraubers. Teilgenommen hatten die Konzerne Boeing, Bell und Sikorsky. Sikorsky, damals am Rande des Ruins, es standen bereits 78 Prozent der Fertigung mangels Aufträgen still, gewann die Ausschreibung und überlebte. Der heute in ganz Europa, auch in Österreich eingesetzte und bekannte „Black Hawk“ ging in Serie und ist seit 1978 kaum verändert in Betrieb und wird auch rege weiterentwickelt.

HSC Highspeedcutting

Doch was hat das mit uns zu tun? Was hat das mit CNC und Rapid Prototyping zu tun?

Ganz einfach:

Damals benötigten die 3 beteiligten Firmen für diesen Wettbewerb alle ihre Ressourcen, die sie als Konzerne zur Verfügung hatten – so groß war das Auftragsvolumen. Nahezu alle Mitarbeiter, alle Maschinen, alle verfügbaren finanziellen Mittel, um ganze 4 Jahre lang einen voll einsatztauglichen Prototypen zu schaffen, der dann die Entscheidung herbeiführen sollte, wer den riesigen Auftrag bekommt. Die schier nicht enden wollende Handarbeit und die vielen Mannstunden könnt Ihr Euch sicher vorstellen? Heute wäre das ohne Automatisierungstechnik unvorstellbar.

In der Gegenwart ist die zuverlässige Produktion von großen Stückzahlen mit hoher Qualität, verbunden mit niedrigen Lohnkosten der Weg zum Erfolg. Nicht alles kann in Billiglohnländer ausgelagert werden. Immer mehr große Firmen, ließen mit billigen, aber schlecht ausgebildeten Billiglohnkräften im Osten oder gar in Fernost an Hitech-Maschinen vermeintlich günstig produzieren. Jetzt sehen sie die Vorteile von heimischer Produktion und kehren zurück nach Deutschland.

Während also Prototypen früher handwerklich erstellt wurden, sind durch die Industrialisierung der Produktentwicklungsprozesse automatisierte Produktionsverfahren entstanden. Anstelle Modellbau mittels Kartonagen, Schaumstoffen und Holz werden Urmodelle heutzutage computergestützt gefertigt.

Die uns Hobbyisten bestens bekannten Technologien CNC-Fräsen und CNC-Drehen haben dabei eine Hauptrolle, zählen sie doch seit jeher zu den bewährten subtraktiven Verfahren. Sie sind nach wie vor im Produktionsbetrieb nicht wegzudenken, im Gegenteil, sie haben bessere Zukunftsaussichten als je zuvor. Deswegen, weil sich neue, additive Verfahren wie 3D-Druck dazugesellen und beide Verfahren sich hervorragend ergänzen.

Technik, erreichbare Ergebnisse:

Ob Stahl, Buntmetall, Kunststoff, Keramik, 3D-gedruckt werden schon viele Materialien, und CNC-Verarbeitung ist dabei immer ganz vorne mit dabei. Erreichbare Toleranzen, Funktionen oder Belastbarkeitkeiten beider Techniken können immer besser kombiniert werden und mit den herkömmlichen Verfahren kann 3D-Technik entsprechend nachbearbeitet werden. Aber auch wollen die 3D-Drucker erst einmal durch andere Maschinen gebaut werden. Damit meine ich jetzt wirklich nicht unsere kleinen, lieben 3D-Drucker-Modellbausätze, sondern große, oft riesengroße Anlagen.

Anlagen, mit denen beispielsweise die Fahrzeugindustrie ganze Gussblöcke für die Motoren, Auspuffkrümmer und andere Teile aus Metallpulver „herausbäckt“: In 3D-Druckern, die so groß wie daheim unsere Swimmingpools sind. Der Airbus A380 würde ohne eine gelungene Kombination dieser Technologien heute noch nicht fliegen.

Nur geht es dabei, ja richtig, wieder ums Geld. Sehr gefragt bei diesen Produktionsmodellen ist deswegen das HSC-Fräsen:

Wo Geld und Qualität entscheiden, sind Schnelligkeit und
hohe Anforderungen die direkten Nachbarn.

„HSC“ bedeutet Highspeed Cutting und nennt sich eingedeutscht auch HGZ (Hochgeschwindigkeitszerspanung). Ultrahohe Werkzeugschnittgeschwindigkeiten, Drehzahlen bis 60.000 U/Min. mit hohen Vorschüben führen zu effizienten, hochpräzisen Werkstücken mit hervorragender Oberflächengüte. Die Spandicke, die dabei anfällt, ist jedoch sehr viel geringer als im Vergleich zu anderen Zerspanungsverfahren.

Durch Eigenschaften von HSC Highspeedcutting, wie:

  • geringere Schnitttiefe
  • geringere Bearbeitungstemperatur
  • hohe Drehzahl
  • bis zu 10fach höherem Vorschub

können die Bearbeitungszyklen verkürzt werden, die Nachbearbeitungen geringer gehalten werden und die Qualität gesteigert werden.  Das zu bearbeitende Material bleibt im Gegensatz zur herkömmlichen CNC weitgehend verzugsfrei – unter anderem deswegen, weil mit HSC Highspeedcutting sehr dünne Materialabträge möglich sind.

Ziel bei HSC ist es, auch alle anderen Tätigkeiten zu automatisieren. Das führt über den richtigen Einsatz von Software wie CAD/CAM, Belastungssimulation, Fertigungssimulation, automatische Werkstückzuführung, 5-Achsen-Bearbeitung, bis zum fertigen Produkt. Alles möglichst ohne den „teuren“ Faktor Mensch an der Maschine. Das heißt, begonnen bei der Modellierung über die Vorbereitung bis hin zur Fertigstellung muss die HSC-Software sämtliche Arbeitsschritte unterstützen können und die Geschwindigkeit bei der Verarbeitung muss hoch sein.

Denn nur dann geht damit eine deutliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Maschinenbaus und der Produktivität einher.

Ihr könnt Euch nun sicher vorstellen, warum bei den vielen Qualitätsfräswerkzeugen, die man auf Ebay findet, der Preis immer dann besonders hoch ist, wenn in der Typenbezeichnung die Buchstaben „HSC“ aufscheinen?

Betriebe, die sich derart spezialisieren und auf HSC Highspeedcutting – Technik setzen, haben besonders hohe Anforderungen an KnowHow, größere Investitionskosten für Maschinen, Werkzeug, aber auch für Ausbildung der Mitarbeiter und für die Produktion selbst. Die speziellen Frässpindeln müssen besonders oft und teuer gewartet werden. Belastungen und extreme Drehzahlen führen zu rascherem Austausch und aufwändiger Wartung, wenn die Spindellagerung nicht stimmt, schnellen die Kosten für Fräserbruch in die Höhe. Abschirmungs- und Schutzmaßnahmen sind notwendig, da Bruch- und Spanstücke ähnlich hohe Fluggeschwindigkeiten erreichen wie Projektile aus Waffen.

Um mit Bildern und Beispielen zu sprechen, so meine ich, hat Deutschland in Europa eine Vorreiterrolle für diese neue Technik.

Ein Beispiel dazu:

Natürlich hatte ich für diesen Artikel auch ausgiebig recherchiert, denn alles weiß ich ja auch nicht, so aus dem Stehgreif :-), und bei meinen Recherchen für diesen Artikel ist mir heute Abend also eine Firma aufgefallen, die auch für uns Modellbauer einen echten Mehrwert hat. Ein Bindeglied zwischen Hobby und günstiger Perfektion, die Firma Vioproto.

Die Webseite der Firma bietet nämlich für uns interessante Informationen, und einige davon habe ich sogar in diesem Artikel eingearbeitet. Ob es ums CNC-Fräsen bzw. CNC-Drehen geht, oder auch um das von mir erwähnte Highspeedcutting – Verfahren HSC. Ihr werdet, was Eure Neugier betrifft, dort schnell fündig und ein kurzer Besuch wird Euch meinen Eindruck bestätigen. Ich weiß jetzt nicht, wo Euer Hobbybudget endet, aber die Firma bietet auch Kleinserienfertigung an und einige dieser Fotos dort erinnern mich doch „irgendwie sehr stark“ an unsere eigenen CNC-Produkte aus eigener Hobbyfertigung. Ähnlich, wie bei uns selbst, gilt auch bei dieser Firma:

Nur, Schokolade und Pizza drucken sie noch nicht für uns!

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